Arafats deutsche Freunde: „Schutzschild“ muß wieder in die Schule

RAMALLAH (inn) – Muß der deutsche Steuerzahler für den Leichtsinn zweier linksgerichteter deutscher „Friedensaktivistinnen“ aufkommen? Sophia (50) und Julia Deeg (21) sollen aus Arafats Mukata evakuiert und nach Deutschland gebracht werden – die Lehrerin Sophia Deeg muß zum Schulanfang wieder in München am Pult stehen.

Die beiden hatten sich – gemeinsam mit 30 anderen Europäern – als „lebende Schutzschilde“ in die isolierte Mukata des PLO-Chefs in Ramallah begeben. Sie harren dort seit dem Wochenende aus.

Der Korrespondent des Berliner Nachrichtensenders „n-tv“, Ulrich Sahm (Jerusalem), hatte am Donnerstagmittag berichtet, daß die beiden Deutschen evakuiert werden sollen. Seit Mittwoch gibt es darüber Verhandlungen zwischen Berlin und Jerusalem.

Doch wer trägt die Kosten für die Mühen? Hintergrund: Wenn ein deutscher Bürger gegen die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes verstößt und sich willentlich in eine offensichtliche Gefahr begibt – und deutsche Behörden eine teuere Rettungsaktion starten müssen –, dann können die Betroffenen zur Kasse gebeten werden.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin schloß am Donnerstag gegenüber „Israelnetz“ aus, daß die beiden mit einer deutschen Maschine ausgeflogen werden. Allerdings wolle Deutschland dafür Sorge tragen, daß Mutter und Tochter sicher das „israelische Kernland“ erreichten.

Er bestätigte, daß die Kosten für die „konsularische Abwicklung“ den Betroffenen in Rechnung gestellt werden können. Dies sei unabhängig davon, ob sie sich selbst in Gefahr gebracht hätten oder nicht. Ob Kosten auf die Familie Deeg zukommen, stehe zur Stunde nicht fest.

Die Bundesregierung rät von Reisen in die palästinensischen Autonomiegebiete ab.

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