Wie die Zeitung „Ha´aretz“ berichtet, nahmen etwa 50 palästinensische und arabische Vertreter an der Zeremonie in Kairo teil. Unter ihnen war auch der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas. Er wurde Ehrenpräsident der neuen Stiftung. „Der Name Arafat ist ein anderer Name für Palästina“, sagte Abbas in einer Ansprache. „Er hat Palästina wieder auf die politische Weltkarte gebracht.“
Mit der Stiftung wollen die Palästinenser eine Gedenkstätte für Arafat in Ramallah errichten. Dazu sollen eine Moschee und ein Museum gehören, in dem seine persönlichen Gegenstände, Artikel aus seinem Büro, Geschenke und Schriftstücke ausgestellt werden.
Auch Mussa lobte Arafat, der fast 40 Jahre lang an der Spitze der nationalen Bewegung der Palästinenser gestanden hatte: „Diejenigen, die ihn kannten, und ich bin einer von ihnen, haben all diese Farben in seiner Persönlichkeit geschätzt.“
Arafats Neffe, der frühere palästinensische Außenminister Nasser al-Kidwa, wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt. Nach seinen Angaben hat die Stiftung bislang fünf Millionen Dollar zusammengebracht. Arabische Staatschefs unterstützten die neue Einrichtung, sagte er laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“. Die Stiftung sei halbstaatlich, weil sie in einem Teil ihrer Arbeit von der PA finanziell unterstützt werde. Dazu gehöre die Erhaltung von Arafats Grabstätte in Ramallah, denn sie sei eine Aufgabe der Regierung. Doch die Einrichtung werde finanziell und betrieblich unabhängig sein.
Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehören unter anderen der frühere palästinensische Premier Ahmed Qrea, der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch und der Berater des sudanesischen Präsidenten, Mustafa Uthman Ismail. Auch der israelische Abgeordnete Ahmad Tibi ist darin vertreten.
Jasser Arafat war am 11. November 2004 in einem französischen Krankenhaus gestorben.