Frankreichs nationaler Sicherheitsberater Jean-David Levitte teilte seinem israelischen Amtskollegen Usi Arad am Dienstag mit, dass die Mittelmeerkonferenz nicht stattfinde. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich Arad mit Israels Premier Benjamin Netanjahu in den USA auf.
Der Gipfel war für den 21. November geplant. Französische und spanische Vertreter hatten in den vergangenen Wochen versucht, die Konferenz zu retten. Daran sollten etwa 50 Präsidenten, Regierungschefs und Außenminister teilnehmen, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Die Türkei hatte den Gipfel wegen der israelischen Razzia auf dem Schiff „Mavi Marmara“ mit neun Toten abgelehnt. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) begründete ihren Widerstand mit der Wiederaufnahme des Siedlungsbaus im Westjordanland, die Arabische Liga führte den Stillstand im Friedensprozess an.