„Es gibt keine Ehre bei einem Mord und es gibt keine Romantik bei einem Mord“, begründete Tibi seinen Vorschlag. Ein solcher Mord an Frauen sei eine „verwerfliche, niederträchtige, chauvinistische und primitive Tat, die in Verruf gebracht werden sollte, und wir sollten keine positive Bezeichnung benutzen, um sie zu beschreiben“. Die positive Umschreibung solcher Morde durch Presse und Gesetzeshüter ermutige zu solchen Gewalttaten, sagte Tibi laut der Tageszeitung „Ha´aretz“.
Tibi wies außerdem auf die Belastung für die Familie des Opfers hin, die durch Bezeichnungen wie „Ehrenmord“ entstehe. Noch während der Untersuchungen müssten die Angehörigen oftmals gegen zahlreiche Gerüchte über ihre Verwandtschaft ankämpfen und hätten dabei kaum Mittel, um sich zu verteidigen. Sollte das Gesetz in Kraft treten, hätten die Familien der Opfer die Möglichkeit, gegen entsprechende Veröffentlichungen mit einer Klage vorzugehen.