Antike Höhle freigelegt

TEL AVIV (inn) – Bei Straßenarbeiten in Tel Aviv ist eine antike Höhle entdeckt worden. Wissenschaftler datieren sie auf das erste Jahrhundert vor der Zeitrechnung, offenbar wurde sie als Bestattungsraum genutzt.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, stießen Angestellte der Stadt überraschend auf den archäologischen Fund. Bei Infrastruktur-Arbeiten entdeckten sie die 20 Meter lange und vier Meter breite unterirdische Höhle. Unterteilt ist der in Sandstein gehauene Raum in einen zentralen Vorhof und drei kleinere Räume, erklärte der Archäologe Jossi Cohen.

Die Fundstelle wird nun von den Tel Aviver Stadtbehörden abgesperrt, da die Höhle durch die Arbeiten beschädigt wurde – der Sandstein erhielt Risse. Sicherheitskräfte erklärten, dass die Gefahr des Einbruches der Straße bestehe. Sofortige Maßnahmen seien nötig, um den Unterbau zu stabilisieren. Demnach soll die Höhle völlig ausgegraben und neu aufgefüllt werden, um eine neue Straße darüber zu errichten.

Laut einem anderen Archäologen, Peter Gendelman, scheint sich die Höhle auch unter einer nahe gelegenen Schule zu erstrecken. Die Leiterin der Schule, Karen Tal, sagte: „Ich hoffe sehr, dass sie etwas Interessantes hier finden und dass das Schulgelände eine Attraktion bekommt.“ Sie hofft, dass der Schulbetrieb ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden kann. Die Stadtbehörden von Tel Aviv-Jaffa teilten mit, der Fundort werde vom „Amt für gefährdete Gebäude“ geprüft.

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