Anti-israelische Proteste in Ägypten

ALEXANDRIA (inn) - Hunderte Ägypter haben am Donnerstagabend vor dem israelischen Konsulat in Alexandria demonstriert. Sie forderten die Ausweisung des israelischen Botschafters und riefen für den 15. Mai zu einer "dritten Intifada" auf.

Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet, blockierten ägyptische Sicherheitskräfte den Eingang zu der diplomatischen Vertretung. Die Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen. Sie verlangten auch die Öffnung des Rafah-Übergangs an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Auf Transparenten fanden sich Slogans wie "Gaza, meine einzige Liebe" oder "Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem".

Ein Demonstrant sagte: "Wir sind hier zusammengekommen, junge und unabhängige Leute, um gegen die Entfernung der Facebook-Seite zu protestieren, die die palästinensische Intifada unterstützt." Damit bezog er sich auf einen Aufruf zur "dritten Intifada", der zahlreiche "Freunde" erhalten hatte, bevor er von den Betreibern des sozialen Netzwerkes entfernt wurde. "Das ist ein rassistisches und ungerechtes Verhalten, das auf pro-israelischen politischen Ansichten basiert, und so etwas sollte es bei einer Website wie Facebook nicht geben", fügte der Ägypter hinzu.

Bereits am Samstag hatten unter schweren Sicherheitsvorkehrungen etwa 1.000 Menschen vor der israelischen Botschaft in der Hauptstadt Kairo demonstriert. Sie forderten den Abbruch aller diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel. Zudem verbrannten sie israelische Flaggen.

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