Anti-israelische Frage in mexikanischer Schulprüfung

MEXIKO-STADT / JERUSALEM (inn) - Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft in Mexiko haben sich über eine anti-israelische Frage in einer Schulprüfung beschwert. Nach Einschaltung des israelischen Außenministeriums entschuldigte sich die Regierung in Mexiko-Stadt.

Bei der umstrittenen Frage wurde nach den wirtschaftlichen Gründen für den israelisch-palästinensischen Konflikt gesucht, schreibt die Tageszeitung "Jediot Aharonot". In den vorgegebenen Antworten hieß es unter anderem: "Die jüdische Gemeinschaft hat parteiische und rassistische Methoden gegen die arabische Bevölkerung angewandt, als der Staat Israel gegründet wurde", und "Israel nutzt seine militärische Überlegenheit, um Grenzen, Straßen, den Luftraum und den maritimen Raum zu kontrollieren".

Daraufhin hatten sich Mitglieder der mexikanischen jüdischen Gemeinschaft beschwert. Sie bezeichneten die Antworten als voreingenommen gegenüber Israel und wiesen darauf hin, dass es bereits zum zweiten Mal in Folge eine anti-israelische Frage in der Geografieprüfung gebe. Auf die Beschwerde hin schaltete sich Israels stellvertretender Außenminister Danny Ajalon ein. Er besprach das Thema mit seinem mexikanischen Amtskollegen.

Vor einigen Tagen habe Israel eine offizielle Entschuldigung vom mexikanischen Bildungsministerium erhalten, heißt es weiter. Darin sei versichert worden, dass Fragen dieser Art zukünftig nicht mehr in Abschlussprüfungen erscheinen würden. Das Ministerium in Mexiko habe darauf hingewiesen, dass die Prüfungsfragen von einer externen Beraterin und nicht von eigenen Mitarbeitern erstellt wurden.

Der Zeitung "Jediot Aharonot" zufolge geht Israels Außenministerium davon aus, dass bestimmte Interessengruppen Einfluss auf den Inhalt der Fragen hatten.

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