Anschlag auf Stützpunkt: Fünf Soldaten getötet

RAFAH (inn) – Bei einer Bombenexplosion und einem Schussangriff sind am Sonntagabend im südlichen Gazastreifen fünf israelische Soldaten getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamische Hamas und eine Untergruppe der Fatah-Partei.

Wie die Tageszeitung “Ha´aretz” berichtet, befand sich die Bombe in einem Tunnel unterhalb eines militärischen Außenpostens nahe der Autonomiestadt Rafah. Sie explodierte gegen 17.30 Uhr Ortszeit. Drei Soldaten kamen ums Leben. Der östliche Bereich des Stützpunktes wurde zerstört.

Anschließend eröffneten zwei bewaffnete Palästinenser vom Westen aus das Feuer. Sie erschossen zwei weitere Soldaten. Als sich die Israelis verteidigten, wurde ein Terrorist von der Fatah-Bewegung getötet. Der zweite Angreifer, der zur Hamas gehört, konnte entkommen. Nach Angaben der Terror-Organisation nahm er die Waffe eines Soldaten mit.

Ein weiterer Sprengsatz explodierte neben einem Armeefahrzeug. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.

Die Namen der getöteten Soldaten: Sajid Dschadscha (19) aus Ararah, Araf a-Sabarga (20) aus Kseifeh, Tarik a-Sidaina (20) aus Rahat, Hussein Abu Lile (23) aus Ein-Mahl und Adham Samir Schehada (19) aus Tur’an. Sie gehörten einer Beduinen-Einheit an.

Zudem wurden bei den Angriffen sechs Soldaten verwundet. Einer von ihnen schwebt noch in Lebensgefahr. Vier weitere sind mittelschwer verletzt, einer leicht.

Die Hamas teilte mit, die Vorbereitungen für den Anschlag hätten vier Monate gedauert. Die Aktion sei eine Rache für “das Töten des Kommandanten und Symbols, Jasser Arafat”. Der Tunnel sei 250 Meter lang gewesen und habe etwa 1,5 Tonnen Sprengstoff enthalten. Erste Untersuchungen der Armee bestätigen diese Angaben.

In der Gegend des Stützpunktes hatten Soldaten in den vergangenen Monaten versucht, das Graben von Tunneln zu verhindern.

Als Reaktion auf den Anschlag feuerte die israelische Luftwaffe am frühen Montagmorgen mehrere Raketen auf ein Gebäude in Gaza-Stadt ab. Eines der Geschosse traf eine Metallfabrik, in der nach Armeeangaben Munition hergestellt wurde. Verletzt wurde niemand.

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