Anschlag auf Pi Glilot: Um das Kraftstofflager leben Tausende Menschen

Am Donnerstagmorgen ist Israel einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes entgangen – der offensichtlich von langer Hand geplante Bombenanschlag auf das riesige Kraftstofflager Pi Glilot bei Tel Aviv hätte mit einem Schlag unzählige Menschenleben vernichtet.

In Pi Glilot sind mehr als 3.000 Tonnen Kraftstoff gelagert. Die Bombe war an der Unterseite eines Tanklastwagens angebracht und sollte in unmittelbarer Nähe zu einem der riesigen Behälter explodieren. Doch der Sprengsatz detonierte noch an der Einfahrt auf das Gelände.

Damit ist Israel der wohl größten Katastrophe in seiner Geschichte entgangen. Um das Gelände des 1958 erbauten Kraftstofflagers leben in einem Radius von 1,8 Kilometern Tausende Israelis. Experten gehen davon aus, daß die Detonation des Kraftsstofflagers alle Menschen im Umkreis von mehreren Kilometern in den Tod gerissen hätte.

Sicherheitsexperten und Politiker hatten in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder vor einem Anschlag ungeahnten Ausmaßes auf Pi Glilot gewarnt. Vor erst sechs Monaten – unmittelbar nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in den Vereinigten Staaten – hatte der israelische Umweltminister Hanegbi in einem Schreiben an Premierminister Sharon die Befürchtung geäußert, auf das Lager könnte ein Anschlag verübt werden – und daher die Verlegung des gesamten Standort gefordert.

Daß Israel mit dem „Ernstfall“ in Pi Glilot rechnet, zeigen auch detaillierte Katastrophenpläne für die Anwohner rund um das Kraftstofflager. Vor drei Jahren wurde mit 20.000 Anwohnern rund um das Kraftsstofflager eine Rettungsübung durchgeführt. Doch ob all diese Pläne und Übungen heute Morgen auch nur ein Leben gerettet hätten, ist angesichts des Ausmaßes eines solchen Terroranschlages zweifelhaft.

Israel ist nur knapp einer der größten vorstellbaren Katastrophen entgangen. Jetzt bleibt herauszufinden, welche haßerfüllte Gruppe diese Katastrophe, die alles bislang Dagewesene übertroffen hätte, von langer Hand erdacht und geplant hat.

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