Anschlag an Jom Kippur verhindert

TEL AVIV (inn) - Israelische Sicherheitskräfte haben am Samstag in einer Tel Aviver Wohnung einen Sprengstoffgürtel entdeckt. Damit wollte sich ein palästinensischer Terrorist während des jüdischen Versöhnungstags Jom Kippur in die Luft sprengen, der an dem Tag gefeiert wurde.

In der Wohnung lebten Palästinenser, die sich illegal in Israel aufhalten. Offenbar wurde der Gürtel aus der Autonomiestadt Nablus nach Israel geschmuggelt. Die Bewohner leisteten Widerstand, als die Sicherheitskräfte sie festnehmen wollten. Dabei wurde ein Polizist verwundet und musste ärztlich behandelt werden. Nach der Festnahme wurden die Palästinenser verhört.

Attentäter Donnerstag gefasst

Experten brachten den Gürtel kontrolliert zur Explosion. Er sollte nach den Plänen der Terroristen von einem Selbstmordattentäter benutzt werden, den die Armee allerdings bereits am Donnerstag in Nablus gefasst hatte. Soldaten und Geheimdienstvertreter waren dort drei Tage im Einsatz. Sie waren auf der Suche nach einer Terrorzelle, zu der unter anderen Mitglieder der Hamas und der „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) gehören.

Zuvor hatten die Sicherheitskräfte einen geheimdienstlichen Hinweis erhalten, nach dem die Zelle während der aktuellen jüdischen Feiertage einen Anschlag geplant habe. Der Inlandsgeheimdienst Schin Beit nahm den Anführer der Zelle, Nihad Schkirat, fest. Laut der Armee teilte der Terrorist mit, er habe den Sprengstoffgürtel an einen anderen Palästinenser weitergegeben, der in Tel Aviv arbeite. Auf diese Weise gelangte die Polizei zu der verdächtigen Wohnung.

Soldat getötet

Während des dreitägigen Einsatzes in Nablus kam der israelische Soldat Ben-Zion Henman ums Leben. Zudem wurden ein palästinensischer Zivilist und ein bewaffneter PFLP-Anhänger getötet. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

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