Annan fordert Freilassung der Soldaten

BEIRUT (inn) – UN-Generalsekretär Kofi Annan hat gefordert, dass die beiden von der Hisbollah entführten Soldaten an die libanesische Regierung oder das Rote Kreuz übergeben werden. Am Montag traf er sich mit dem Kabinett in Beirut.

Die Vereinten Nationen seien bereit, bei der Freilassung eine Aufgabe zu übernehmen, wenn dies erforderlich sei, sagte Annan. „Ich biete unsere Dienste an.“

Der UN-Generalsekretär sprach auch mit einem Minister, der Mitglied der radikal-islamischen Hisbollah ist. Dies berichtet die Zeitung „Ha´aretz“ unter Berufung auf einen libanesischen Regierungsvertreter. Das Treffen mit dem Minister für Energie und Wasser, Mohammed Fneisch, war sein erster direkter Kontakt zu der Terrorgruppe. Im Kabinett von Premier Fuad Saniora sind insgesamt zwei Hisbollah-Mitglieder vertreten.

Laut der „Jerusalem Post“ äußerte Annan Kritik an Israel und der Hisbollah. Die UN-Resolution 1701 sei „kein Büffet“. „Es ist kein A-la-carte-Menü, wo man wählen und sich etwas herauspicken kann. Wir müssen 1701 vollständig umsetzen, und ich hoffe, dass alle Parteien aufpassen und in diesem Sinne handeln. Ohne die volle Umsetzung der Resolution 1701, so fürchte ich, ist das Risiko einer Erneuerung der Kampfhandlungen groß.“

Annan war am frühen Montagmorgen im Libanon eingetroffen. Weitere Ziele seiner elftägigen Nahostreise sind am Dienstag Israel und später Syrien und der Iran.

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