Die beiden Männer gehören einer Terrorzelle in Hisma nördlich von Jerusalem an. Deren Anführer Radschib Mussa Salah Salah al-Din hat Verbindungen zur marxistischen „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP). Die Zelle wollte einen Soldaten entführen und in Hisma festhalten. Sie plante, ihn an Angehörige von in Israel inhaftierten Palästinensern zu übergeben, damit sie Gefangene freipressen könnten. Dies berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Bei den beschuldigten Palästinensern handelt es sich um Aladin und Natzif Said. Unter anderen wollten sie darauf dringen, dass der Fatah-Führer Marwan Barghuti und der PFLP-Führer Ahmed Sa‘adat im Austausch gegen den Soldaten freikommen. Barghuti gilt als Anführer der „Al-Aksa-Intifada“ und wurde wegen fünffachen Mordes verurteilt. Sa‘adat war 2001 am Attentat auf den israelischen Tourismusminister Rehavam „Gandhi“ Se‘evi beteiligt.
Den Verdächtigen wird zur Last gelegt, dreimal versucht zu haben, im Westjordanland einen Soldaten zu verschleppen. Daraufhin hätten sie geplant, einen Armeeangehörigen an einer Bushaltestelle zwischen Tel Aviv und Jerusalem in ein Auto zu locken. Dann wollten sie ihn ins Westjordanland schmuggeln, hieß es aus Quellen des Inlandsgeheimdienstes „Schabak“.