Angriffswelle: Israelischer Botschafter protestiert bei Ban

NEW YORK (inn) - Der israelische UN-Botschafter Meron Reuben hat sich bei den Vereinten Nationen über die jüngste Angriffswelle aus dem Gazastreifen beschwert. In einem Brief an Generalsekretär Ban Ki-Moon fordert er diesen auf, den palästinensischen Beschuss zu verurteilen und dem Waffenschmuggel mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Seit dem 7. April hätten Palästinenser insgesamt 131 Geschosse auf südisraelische Gemeinden abgefeuert – 12 Grad-Raketen, 70 Kassam-Raketen und 49 Granaten, schrieb Reuben an den UN-Generalsekretär. "Diese fortgesetzten Angriffe markieren eine Eskalation im Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, wie sie seit dem Ende der Operation ‘Gegossenes Blei’ 2009 nicht zu sehen war." Die Kinder in Südisrael seien bereits dreimal innerhalb eines Monats nicht zur Schule gegangen, um in der Nähe von Schutzbunkern bleiben zu können.

"Die Angriffe aus dem Gazastreifen stellen einen klaren Verstoß gegen internationales Recht dar und müssen mit höchstem Ernst angesprochen werden", fügte der israelische Botschafter laut der "Jerusalem Post" hinzu. Er wies auf sechs Briefe hin, die bereits früher zu der Thematik verfasst worden seien.

Die Angriffe der vergangenen Tage "liefern ein weiteres Beispiel für die gefährlichen und destabilisierenden Folgen des fortgesetzten illegalen Waffenschmuggels in den Gazastreifen", so Reuben weiter. "Israel erwartet, dass der Sicherheitsrat, der Generalsekretär und die internationale Gemeinschaft all diese Angriffe in sehr deutlichen Worten verurteilen und eine starke Botschaft an diese Terroristen und deren Schirmherren senden, die den Konflikt in unserer Region eskalieren lassen wollen." Sicherheitsrat und internationale Gemeinschaft müssten auch der Verhinderung von Waffenschmuggel in den Gazastreifen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Israel hatte auf den Beschuss mit Gegenschlägen reagiert, bei denen von Donnerstag bis Samstag 19 Hamas-Anhänger und zwei palästinensische Zivilisten ums Leben kamen. Seit Sonntag hat sich die Lage in der betroffenen Region wieder beruhigt.

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