„AmEchad“ protestiert gegen „Nakba-Ausstellung“

MÜNCHEN (inn) – Die Organisation „AmEchad München“ hat gegen die geplante Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ an der Montessori-Schule in München protestiert. Die Bilder zielten darauf, Israels Entstehungsgeschichte zu delegitimieren.
Palästinensische Flüchtlinge im Herbst 1948. Eine Ausstellung dazu will "AmEchad" verhindern.

Foto: Fred Csasznik

Palästinensische Flüchtlinge im Herbst 1948. Eine Ausstellung dazu will “AmEchad” verhindern.

Die Ausstellung des „Vereins Flüchtlingskinder im Libanon“ sei keine objektive Betrachtung des hochkomplexen Konflikts zwischen Arabern und Juden im Nahen Osten. Stattdessen blende die Ausstellung aus, dass die arabischen Nachbarstaaten ab dem Jahr 1947 die Verfolgung ihrer jüdischer Bürger intensivierten und so über 800.000 Menschen zu Vertriebenen machten, heißt es in einem Schreiben von „AmEchad“ an die Schulleitung. Außerdem würden Akte von Gewalt und Vertreibung gegen die angestammte jüdische Bevölkerung im britischen Mandatsgebiet Palästina sowie die Kooperation von führenden arabischen Nationalisten mit den deutschen Nazis während des Zweiten Weltkrieges verschwiegen.
Weiterhin werde nicht deutlich, dass nicht Israel, sondern die arabischen Nachbarstaaten mit ihren Angriffen auf Israel für den Beginn des Krieges im Jahr 1948 verantwortlich seien. Diese Tatsachen zu verschweigen sei „Propaganda“, erklärte die Organisation.
Michael Lang, Sprecher von „AmEchad“, erklärte in einer Mitteilung: „Die Schulleitung will die Jugendlichen der Montessori-Schule einer wochenlangen, bildgewaltigen Propaganda-Show aussetzen. Das können wir nicht hinnehmen. Israelhass ist immer falsch und hat insbesondere an Schulen nichts zu suchen.“
„AmEchad“ schließe sich der Forderung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München und der Grünen Jugend München an, die Ausstellung nicht zuzulassen.
Die Ausstellung soll ab Sonntag in der Montessori-Fachoberschule zu sehen sein. Mit „Nakba“ bezeichnen Araber die „Katastrophe“, die aus ihrer Sicht die israelische Staatsgründung vor 65 Jahren nach sich gezogen hat.

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