Am Rande der EM: anti-israelische Demonstration in Göteborg

GÖTEBORG (inn) – Hunderte Araber haben am Montag in der schwedischen Stadt Göteborg gegen die israelische Offensive im Libanon demonstriert. Sie forderten einen Ausschluss der israelischen Sportler von den Leichathletik-Europameisterschaften, die in dieser Woche dort stattfinden.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, marschierten etwa 1.000 Araber vom Stadtzentrum zum Stadion. Der Eintritt in die Sportanlage wurde ihnen allerdings verwehrt. Die Demonstranten protestierten gegen „Israels verbrecherisches Verhalten gegen das libanesische Volk“. Sie schwenkten libanesische Flaggen und Bilder vom Führer der Terrorgruppe Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah. Außerdem verbrannten sie israelische Fahnen.

Die Teilnehmer forderten ein generelles Teilnahmeverbot für den israelischen Sport an internationalen Wettkämpfen. Die Athleten aus Israel sollten von den Europameisterschaften ausgeschlossen werden. In Schweden gibt es viele libanesische Einwanderer.

Auf Umwegen ins Stadion

Um nicht mit den Demonstranten aneinanderzugeraten, musste die israelische Mannschaft auf einem Umweg ins Stadion gehen. Doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. „Die Organisatoren gehen wunderbar mit uns um, wir haben keine Beschwerden“, sagte der Generalsekretär des Israelischen Leichtathletikverbandes, Jack Cohen. „Wir werden über das auf dem Laufenden gehalten, was in Israel passiert. Gleichzeitig versuchen wir, uns auf unsere Angelegenheiten zu konzentrieren. Wir beschäftigen uns mit Sport und bemühen uns, das Beste zu geben, um den Staat würdig zu vertreten.“

Am Montagabend qualifizierte sich der 19-jährige israelische Hochspringer Niki Pali mühelos für das Finale. Er überquerte die geforderte Höhe von 2,26 Metern im zweiten Versuch und belegte in der Gesamtwertung den siebenten Platz. Eine weitere israelische Medaillenhoffnung ist der amtierende Europameister im Stabhochsprung, Alex Averbuch. Er will in Göteborg seinen Titel verteidigen, den er 2002 in München gewonnen hatte.

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