Ägypten verweigert Teilnahme an Konferenz mit Lieberman

KAIRO / JERUSALEM (inn) - Frankreich hat am Montag ein für die kommende Woche geplantes Außenministertreffen der Mittelmeer-Union verschoben. Anlass ist die ägyptische Teilnahmeverweigerung aus Protest gegen den israelischen Außenminister Avigdor Lieberman.

Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit hatte zuvor seinem ägyptischen Amtskollegen Bernard Kouchner mitgeteilt, dass er nicht kommen werde, wenn Lieberman an dem Gipfel teilnehme. Daraufhin übte Frankreich Druck auf Ägypten aus, damit es seine Entscheidung revidiere. Doch die Ägypter blieben bei ihrer Weigerung.

Nun wäre eine Möglichkeit, die Konferenz im türkischen Istanbul auf eine höhere Stufe zu bringen und statt der Außenminister die Regierungschefs einzuladen. Dann würde Ägypten vermutlich teilnehmen, weil die Regierung eine tragfähige Beziehung zum israelischen Premier Benjamin Netanjahu hat, schreibt die Tageszeitung „Ha´aretz“.

Lieberman hatte im vergangenen Jahr, als er noch nicht Außenminister war, die Ägypter verärgert. Er warf Präsident Hosni Mubarak vor, Israel in seiner Amtszeit nur einen einzigen offiziellen Besuch abgestattet zu haben – anlässlich der Trauerfeier für den ermordeten Regierungschef Jitzhak Rabin im November 1995.

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