Acht Tote bei Schießereien im Gazastreifen

EREZ (inn) – Am frühen Sonntagmorgen drangen drei palästinensische Terroristen in eine Stellung der israelischen Armee am Nordende des Gazastreifens ein und eröffneten das Feuer. Dabei wurden vier Soldaten getötet, vier weitere verletzt. Bis kurz nach sechs Uhr Ortszeit gelang es israelischen Sicherheitskräften, die drei Palästinenser zu töten.

Sicherheitskreisen zufolge trugen die drei palästinensischen Angreifer israelische Armeeuniformen. Zum Erfolg des Anschlags trug am frühen Morgen auch der dichte Nebel in der Küstenebene bei.

Die radikal-islamischen Organisationen Hamas und Islamischer Jihad haben sich gemeinsam mit den al-Aqsa-Märtyrerbrigaden zu dem Anschlag bekannt. Damit zeigten die ansonsten rivalisierenden Gruppen eine seltene Einheit. Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden gehören der eher sozialistisch-säkular orientierten Fatah an, der PLO-Fraktion Yassir Arafats und Mahmoud Abbas’.

Direkt am Erez-Kontrollpunkt liegt ein großes Industriegebiet, in dem Tausende von Palästinensern beschäftigt sind. Mehr als 6.000 Palästinenser hätten über Erez zu ihren Arbeitsplätzen nach Israel einreisen sollen. Aufgrund von konkreten Warnungen vor Terroranschlägen hatte der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz um Mitternacht wieder eine Sperrung der Palästinensergebiete verordnet.

Wenige Stunden vor dem Vorfall am Erez-Kontrollpunkt hatten israelische Soldaten einen bewaffneten Palästinenser an der Kissufim-Straße, der Zugangsstraße zum Siedlungsblock Gush Katif im Zentralgazastreifen, erschossen. Kaum eine Stunde nach der Schießerei in Erez wurden erste Bericht über palästinensischen Artilleriebeschuß im Gazastreifen bekannt.

Diese jüngsten Ereignisse nach dem Gipfel von Aqaba sind eine klare Botschaft palästinensischer Extremisten an den neuen palästinensischen Premierminister Mahmoud Abbas, dass sie sich den Vereinbarungen mit Israelis und Amerikanern widersetzen werden, auch auf Kosten der palästinensischen Zivilbevölkerung.

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