Abkommen in der Energiekrise: Bezahlung geregelt

GAZA / JERUSALEM (inn) - Einigkeit dank Ägypten: Die Hamas und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben sich auf ein Abkommen in der Ölkrise geeinigt. Die Bezahlung der Öllieferungen aus Israel soll künftig über die PA laufen.

Eine israelische Firma will dem einzigen Kraftwerk im Gazastreifen Diesel für industrielle Zwecke liefern. Jedoch will die Hamas das Geld nicht direkt an die Israelis zahlen. Daher soll die Bezahlung schließlich über Umwege erfolgen. "Die Hamas-Behörden im Gazastreifen werden das Geld an die Palästinensische Autonomiebehörde zahlen und diese wiederum wird das Geld bewahren, bis es an die israelische Seite geht", zitiert die "Jerusalem Post" einen ranghohen Vertreter, dessen Name nicht genannt wird.

Mit dem Abkommen soll die Energiekrise, die in den vergangenen Wochen häufig Stromausfälle im Gazastreifen verursacht hat, beendet werden. Ein Sprecher der Hamas, Taher al-Nono, sagte, dass der Transfer am Mittwoch beginnen solle. Eine erste Zahlung über rund 400.000 Euro an die PA sei bereits getätigt worden.

In den vergangenen Jahren hatte die Hamas immer wieder Benzin zu reduzierten Preisen aus Ägypten in den Gazastreifen schmuggeln können. Das Nachbarland hatte jedoch im Februar der illegalen Wareneinfuhr ein Ende gesetzt.

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