Abbas nach Gaza gereist

GAZA (inn) – Palästinenserchef Mahmud Abbas ist erstmals seit den Gewalteskalationen in den Gazastreifen gereist. Am Wochenende traf er dort ein, um das islamische Opferfest Eid al-Adha zu feiern, hieß es aus Regierungskreisen.

Wie die Tageszeitung “Ha´aretz” berichtet, habe er zudem am Montag an den Feierlichkeiten zum 49. Jahrestag der Gründung der Fatah-Bewegung teilgenommen.

Ein Machtkampf zwischen den rivalisierenden Parteien Fatah und Hamas führte im Gazastreifen seit Anfang Dezember zu Straßenkämpfen. Bevor Abbas seinen Amtssitz in Ramallah im Westjordanland verließ, kritisierte er Israels Premierminister Ehud Olmert. Er habe sein Versprechen gebrochen, vor dem islamischen Feiertag palästinensische Gefangene freizulassen.

Bei einem vorherigen Treffen zwischen Abbas und Olmert im Dezember hatte der israelische Premier Zugeständnisse angekündigt, um den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zu unterstützen. Beispielsweise sollte die Bewegungsfreiheit der Palästinenser im Westjordanland erweitert werden. Zudem sollten eingefrorene Steuereinnahmen an die Palästinenser zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin stellte Olmert in Aussicht, dass Israel möglicherweise eine begrenzte Anzahl von Palästinensern freilasse. Allerdings würden keine Gefangenen freikommen, solange nicht der am 25. Juni 2006 von Palästinensern entführte israelische Soldat Gilad Schalit freigelassen werde. Mit dem Treffen wollten beide Politiker den festgefahrenen Friedensprozess neu beleben.

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