Abbas in Argentinien: “Keine dritte Intifada geplant”

BUENOS AIRES (inn) - Die Palästinenser wollen keinen neuen bewaffneten Aufstand gegen Israel starten. Das sagte der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, am Montagabend in Buenos Aires vor Journalisten. Er war am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in Argentinien eingetroffen.

“Wir haben genug gelitten. Das palästinensische Volk ist auf den Weg des Friedens durch Verhandlungen fokussiert”, sagte Abbas weiter.

Am Montag hatte sich Abbas mit Argentiniens Staatspräsidentin Christina Fernández getroffen. In dem Gespräch dankte er der Regierung des Landes für ihre anhaltende Unterstützung bei den Abstimmungen zum sogenannten Goldstone-Report. In dem UN-Bericht wurden die Vorfälle im Gazastreifen während der israelischen Militäroperation “Gegossenes Blei” untersucht.

Abbas forderte Fernández dazu auf, Druck auf die israelische Regierung auszuüben, damit diese den Siedlungsbau einstelle. “Wir brauchen jeden, der kann, um den israelischen Behörden zu sagen, dass sie falsch liegen, dass sie falsch mit den Palästinensern umgehen und, dass sie ihre Politik ändern und die Siedlungsaktivitäten stoppen sollen”, sagte Abbas laut der palästinensischen Nachrichtenagentur “Ma´an”. Beide Politiker forderten die USA dazu auf, mehr für den Friedensprozess im Nahen Osten zu tun.

Abbas: “Iran soll Unterstützung für Hamas beenden”

Am vergangenen Freitag hatte Abbas im Gespräch mit der brasilianischen Tageszeitung “Folha de São Paulo” Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva darum gebeten, Druck auf den Iran auszuüben und den islamischen Staat dazu aufzufordern, seine Unterstützung für die Hamas einzustellen. Die Entscheidungen der Hamas lägen in den Händen Teherans, so Abbas. Da Silva hatte den iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Montag empfangen.

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