Abbas fordert Hilfe von OIC

MEKKA (inn) – Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat die Außenminister islamischer Staaten um Unterstützung für einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt gebeten. Während des Treffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Mekka Mitte dieser Woche kam er auch mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül zusammen.
Der türkische Präsident Gül während der vierten außerordentlichen Sitzung der OIC in Mekka

Während seiner Rede in der vierten außerordentlichen Sitzung der OIC rief Abbas die islamischen Länder auf, die Palästinenser bei ihrer Bitte um die UN-Vollmitgliedschaft zu unterstützen. Das meldet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Außerdem sollten sie helfen, eine Lösung für die palästinensischen Flüchtlinge zu finden. Abbas zähle auf die islamische Welt bei der Beendung der „israelischen Besetzung“. Er wies zudem darauf hin, dass eine palästinensische Versöhnung nicht ohne Wahlen vollendet werden könne. Im Mai 2011 hatten Fatah und Hamas ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet, eine gemeinsame Regierung wurde bis dato jedoch nicht ernannt (Israelnetz berichtete).
Bei dem Treffen mit seinem Amtskollegen Gül sprach Abbas über die bilateralen Beziehungen und den stockenden Nahost-Friedensprozess, berichtet WAFA.
Die OIC ist laut eigenen Angaben die zweitgrößte zwischenstaatliche internationale Organisation nach den Vereinten Nationen. Die Vereinigung ist nach Angaben auf ihrer Internetseite „die kollektive Stimme der muslimischen Welt“.
Einen ausführlichen Hintergrund über die OIC lesen Sie in der Ausgabe 1/2012 des „Israelreport“. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915151 oder via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

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