Abbas bietet Hamas bedingungslose Versöhnungsgespräche an

RAMALLAH (inn) - Palästinenserchef Mahmud Abbas hat die radikal-islamische Hamas zum Dialog aufgefordert. Anders als bislang verzichtet er auf die Bedingung, die Terrorgruppe müsse vor Gesprächen die Macht im Gazastreifen aufgeben.

Der Disput zwischen Fatah und Hamas schade dem palästinensischen Volk, so Abbas. Er rufe zu einem umfassenden nationalen Dialog auf, um die Streitigkeiten zu beenden und die nationale Einheit wieder herzustellen. Sollten die Gespräche erfolgreich sein, werde er Neuwahlen fordern, sagte Abbas am Mittwochabend in einer Rede in Ramallah, die im palästinensischen Fernsehen übertragen wurde.

Wie der palästinensische Nachrichtendienst „Ma´an“ meldet, forderte Abbas in seiner Rede einen Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967. „Es wird kein Frieden erreicht werden mit Siedlungsbau, der Judaisierung Jerusalems und dem Bau der Mauer“, so der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Vertreter der Hamas reagierten unterdessen positiv auf das Angebot. „Wir begrüßen den Aufruf und wir akzeptieren ihn“, sagte Hamas-Sprecher Taher Nunu.

Die Hamas hatte im Juni vergangenen Jahres gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen.

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