BERLIN (inn) – Möglicherweise könnte der Einsatz der Bundesmarine vor der libanesischen Küste schneller enden, als derzeit erwartet wird. Diese Ansicht äußerte Israels stellvertretender Regierungschef Schimon Peres am Mittwoch in Berlin.
„Ein Jahr ist eine lange Zeit“, sagte Peres laut „Focus Online“. Auf jeden Fall müsse garantiert werden, dass auf dem Wasserweg keine Waffen zur Hisbollah im Libanon geschmuggelt werden könnten. Wenn die libanesische Armee diese Aufgabe selbst übernehme, könne die UNIFIL-Mission ein „ganz kurzer Einsatz“ werden und nicht länger als bis Ende August 2007 dauern.
Peres betonte wie schon Premier Ehud Olmert, dass Israel den Einsatz der Bundesmarine begrüße. „Die Aufgabe der deutschen Soldaten ist nicht, Krieg zu führen, sondern einen Krieg zu verhindern“, fügte er hinzu. Derzeit ist Deutschland mit acht Kriegsschiffen und knapp 1.000 Soldaten an der UN-Mission beteiligt.
Der israelische Friedensnobelpreisträger nahm auch Stellung zur atomaren Bedrohung aus dem Iran. Präsident Mahmud Ahmadinedschad sei „eine menschliche Bombe“. Peres forderte die internationale Gemeinschaft auf, keine Schwäche zu zeigen und sich nicht spalten zu lassen. Eine Atombombe in der Hand der Iraner könne nicht hingenommen werden.