Westjordanland: Zahl der Siedler um fünf Prozent gestiegen

JERUSALEM (inn) – Der Zahl der jüdischen Bewohner in Judäa und Samaria hat im vergangenen Jahr um fünf Prozent zugenommen. Von den Siedlern leben 70 Prozent in den großen Blöcken, die Israel auch im Falle einer palästinensischen Staatsgründung behalten will.

Insgesamt wohnten Ende Juni 260.645 Juden in Judäa und Samaria – das sind 5,33 Prozent und damit 14.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Zwei Drittel des Zuwachses kamen durch natürliche Vermehrung zustande, ein Drittel der neuen Siedler ist zugezogen. Das geht aus einer Statistik des israelischen Innenministeriums hervor. Auch in den vergangenen Jahren lag die Wachstumsrate bei 5 Prozent, vor der „Al-Aksa-Intifada“ hingegen bei 8 Prozent.

Den größten Zuwachs verzeichnen mit 40,6 Prozent vom Ganzen drei religiöse Siedlungen: Beitar Ilit, Modi´in Ilit und Kochav Ja´akov. Dort lebt ein Viertel der Juden von Judäa und Samaria, also etwa 65.000 Menschen. Hinzugekommen sind 5.671 Bewohner. Von den Siedlungen sind 111 gewachsen, 71 unter ihnen über die natürliche Zunahme hinaus.

In den großen Siedlungsblöcken leben ungefähr 183.000 Menschen. Die zwölf größten jüdischen Städte in dem Gebiet werden von 63 Prozent der Siedler bewohnt. Am größten ist Ma´aleh Adumim, östlich von Jerusalem, mit 32.272 Einwohnern.

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