GAZA (inn) – Die israelische Marine hat am Donnerstagmorgen zwei Schwimmer gestoppt, die Waffen von Ägypten nach Gaza schmuggeln wollten. Ein Schwimmer wurde leicht durch Schüsse verletzt, der andere konnte den Soldaten entkommen.
Die Marine war auf die beiden Palästinenser aufmerksam geworden, weil diese besonders schwerfällig schwammen. Sie forderten die beiden auf, das Wasser zu verlassen. Einer der Palästinenser kam an Land, der andere blieb weiter in dem für Schwimmer gesperrten Bereich. Auch ägyptische Soldaten forderten ihn nochmals auf, an Land zu kommen. Nachdem keine Reaktion des Palästinensers ersichtlich war, gaben die israelischen Soldaten Warnschüsse ab. Der Schwimmer blieb im Wasser. Daraufhin schossen die Soldaten auf ihn und verwundeten ihn. Dies berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“.
Seit dem Rückzug der israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen wird das Meer zur Gefahrenzone. Immer öfter versuchen Terroristenorganisationen, auf diesem Wege Waffen von Ägypten nach Gaza zu schmuggeln.
Erst vor zwei Monaten konnten Segler einen Schmuggelversuch verhindern. Bereits zwei Wochen zuvor hatte die Marine einen Schmuggel von einigen Hundert Kilogramm explosiven Materials vereitelt und insgesamt 13 Säcke der Schmuggelware vom Meeresboden geholt. Ein ähnlicher Fall, wie der vom Donnerstag, hatte sich im Dezember 2005 ereignet. Dabei wurde auf beide Schmuggler geschossen, einer starb, der andere gilt immer noch als vermisst.