LONDON (inn) – Israels Premier Ehud Olmert hat dem britischen Regierungschef Tony Blair seine Rückzugspläne vorgestellt. Dabei hätten Verhandlungen mit den Palästinensern Israels höchste Priorität, sagte er am Montag bei einem Treffen in London.
Israel sei „bereit, sich aus dem größten Teil der besetzten Gebiete zurückzuziehen, damit ein palästinensischer Staat gebildet werden kann“, so Olmert. Die Israelis müssten sich „vorwärts bewegen“. „Sich von den Palästinensern trennen, sich aus Gegenden im Westjordanland zurückziehen und Israelis in anderen Teilen Israels neu ansiedeln, um ein sehr großes zusammenhängendes Gebiet für einen Staat zu erhalten, der von den Palästinensern gegründet werden soll.“
Der israelische Premier fügte hinzu: „Aber die Palästinenser kämpfen gegen uns und verpassen eine große Gelegenheit. Was wir anbieten, ist ein großzügiger Kompromiss, ein dramatischer Wandel von Gesinnungen und Standpunkten. Dies ist eine großartige Gelegenheit für uns und die Palästinenser, voranzukommen.“
Olmert sprach auch die atomare Bedrohung aus dem Iran an. „Israel wird keine Nuklearwaffen in den Händen des Iran dulden. Wir werden nicht in der Lage sein, so eine Wirklichkeit zu akzeptieren. Der Grund hierfür ist offensichtlich.“
Blair betonte, dass er auf Verhandlungen mit den Palästinensern bestehe. Im Zusammenhang mit dem Rückzug könne ein Abkommen erreicht werden, sagte er laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. „Wenn man Verhandlungen auf den Weg bringen kann, ist eine Lösung möglich.“ Die drei Bedingungen seien festgelegt, die vor Verhandlungen der Palästinenser mit Israel über eine endgültige Besiedlung erfüllt werden müssten: die Anerkennung Israels und der bestehenden Verträge sowie der Verzicht auf Gewalt durch die palästinensische Hamas-Regierung.