Zwei israelische Universitäten unter den besten 100

Israelische Universitäten verschlechtern sich in der Schanghai-Liste leicht. Spitzenwerte erlangen sie jedoch bei der Frage, wie erfolgreich Absolventen bei der Gründung von Jungunternehmen sind.
Von Israelnetz

SCHANGHAI (inn) – In der diesjährigen Schanghai-Rangliste der 2.500 besten Universitäten kommen zwei israelische Einrichtungen unter die Top 100: Das Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechovot stuften die Experten wie im Vorjahr auf Rang 71 ein, die Hebräische Universität Jerusalem verliert einen Platz und kommt auf Rang 89.

Im Vorjahr befanden sich noch drei israelische Universitäten unter den besten 100: Das Technion in Haifa kam damals auf Platz 97, rangiert nun aber im Bereich der Plätze 101–150. Seit 2012 befand sich das Institut stets unter den Top 100, mit Ausnahme des Jahres 2020.

Bei der am Samstag veröffentlichten Rangliste zogen die Experten verschiedene Kriterien heran, darunter die Zahl veröffentlichter Forschungsarbeiten, die Häufigkeit von Zitierungen oder den Gewinn eines Nobelpreises. Die Rangliste wird seit 2003 veröffentlicht.

Erfolgreicher Jungunternehmer aus Israel

Indes sind Absolventen israelischer Universitäten äußerst erfolgreich bei der Gründung von Jungunternehmen in den USA. Das zeigen Zahlen des Wirtschaftsforschers Ilya Strebulaev von der Universität Stanford. Er untersucht die Entwicklung von Jungunternehmen, die einen Marktwert von mehr als 1 Milliarde US-Dollar erreichen, so genannte Einhörner.

Laut den im Juni und Juli vorgestellten Zahlen haben 166 Gründer solcher Unternehmen ihren Universitätsabschluss in Israel erworben. Unter den nicht-amerikanischen Universitäten sind nur indische mit 189 Gründern besser.

Auch bei einem weiteren Aspekt verzeichnen israelische Universitäten einen Spitzenwert: Bei der Wahrscheinlichkeit, dass Absolventen ein Einhorn in den USA gründen, kommen sechs Einrichtungen unter die besten 18 Universitäten außerhalb der USA, sie machen also ein Drittel aus.

In der Rangliste befinden sich auf den Plätzen 3 bis 7 die Ben-Gurion-Universität des Negev, die Reichman-Universität, das Technion, die Bar-Ilan-Universität und die Universität Tel Aviv. Die Hebräische Universität Jerusalem kommt auf Platz 9.

Prestigeträchtiger Klub

Die Zahlen bestätigen eine bereits im Februar veröffentlichte Analyse des amerikanischen Wagniskapital-Unternehmens SignalFire. Demnach kommen drei israelische Universitäten unter die 30 von Start-up-Gründern meistbesuchten Einrichtungen: Die Universität Tel Aviv, das Technion und die Hebräische Universität. Als außeramerikanische Universitäten sind hier nur noch Oxford und Cambridge aus Großbritannien vertreten.

Kommen nur außeramerikanische Universitäten in Betracht, wiegt der israelische Anteil noch stärker: Hier befinden sich 7 der 21 gelisteten Institute im jüdischen Staat. (df)

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