Der spektakuläre Zustrom von Migranten, der Ceuta gerade getroffen hat, ist weit mehr als eine weitere Krise an den Grenzen Europas. Er wirft drei Fragen auf, die nicht voneinander getrennt betrachtet werden sollten: die Verwundbarkeit der europäischen Grenze gegenüber Marokko, den möglichen Einsatz von Migration als politisches Druckmittel und, grundsätzlicher noch, die Frage nach der Souveränität über die beiden spanischen Enklaven in Nordafrika.
Gerade die letzte Frage führt zwangsläufig zu einem für Madrid unangenehmen Vergleich. Unter Pedro Sánchez (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) ist Spanien zu einem der europäischen Staaten geworden, die Israel am schärfsten kritisieren. Madrid verurteilt regelmäßig die „illegale Besatzung“ palästinensischer Gebiete und die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland.
Geht es jedoch um Ceuta und Melilla, beruft sich Madrid ausgerechnet auf das, was in der Diskussion über Israel häufig relativiert wird: die Geschichte.
Ceuta: Eine Grenze verschwindet innerhalb weniger Stunden
Am 30. Juli 2026 gelangten innerhalb weniger Stunden Zehntausende Menschen, überwiegend Marokkaner, von Marokko nach Ceuta. Das Ausmaß war außergewöhnlich. Nach den jüngsten Schätzungen kamen innerhalb von 24 Stunden rund 72.000 Menschen in die spanische Stadt – fast so viele, wie Ceuta selbst Einwohner hat.
Die meisten kehrten anschließend nach Marokko zurück. Doch bei den Ereignissen kamen Dutzende Menschen ums Leben, vor allem durch Ertrinken. Gleichzeitig musste Ceuta eine große Zahl unbegleiteter Minderjähriger aufnehmen.
Wie konnte eine Außengrenze der Europäischen Union, die normalerweise auf beiden Seiten streng überwacht wird, für einige Stunden praktisch verschwinden und anschließend wieder kontrollierbar werden? Diese Frage bleibt offen.
Ein Gerichtsurteil wird zum Pull-Faktor
Wenige Wochen zuvor hatte der spanische Oberste Gerichtshof eine wichtige Entscheidung zu Migranten getroffen, die versuchen, Ceuta oder Melilla auf dem Seeweg zu erreichen.
Das Gericht erklärte selbstverständlich nicht, dass eine illegale Einreise nach Spanien über das Meer plötzlich legal sei. Es entschied jedoch, dass auf See aufgegriffene Personen nicht automatisch dem besonderen Verfahren der unmittelbaren Zurückweisung an der Grenze unterworfen werden dürfen, das bei bestimmten Versuchen gilt, die Landgrenze zu überwinden. Für sie gilt vielmehr das reguläre Rückführungsverfahren mit den entsprechenden rechtlichen Garantien.
Juristisch ist dieser Unterschied erheblich. In wenigen Sekunden auf Sozialen Netzwerken vermittelt, sieht die Sache anders aus. In Marokko verbreiteten sich rasch Nachrichten, wonach der Seeweg nach Ceuta nun eine Möglichkeit biete, einer sofortigen Zurückweisung zu entgehen. Nach den Ereignissen gesammelte Aussagen deuten darauf hin, dass diese Interpretation zu der Massenbewegung beigetragen hat.
Spaniens Legalisierungsprogramm: Vorsicht vor falschen Schlüssen
Gleichzeitig verbreitete sich eine weitere Nachricht: Die Regierung Sánchez hatte eine umfangreiche Regularisierung von Ausländern ohne legalen Aufenthaltsstatus beschlossen.
Diese Maßnahme existiert tatsächlich und könnte mehrere Hunderttausend Menschen betreffen. Sie gilt jedoch nicht für Migranten, die gerade erst angekommen sind. Wer davon profitieren will, muss unter anderem nachweisen, bereits vor dem 1. Januar 2026 in Spanien gewesen zu sein. Es wäre daher falsch zu behaupten, die Regularisierung habe den im Juli in Ceuta angekommenen Migranten rechtlich die Tür geöffnet.
Schwieriger zu beurteilen ist die psychologische Wirkung einer solchen Maßnahme. Zwischen dem genauen Inhalt eines Gesetzes und seiner Wahrnehmung Hunderte oder Tausende Kilometer entfernt kann ein erheblicher Unterschied liegen.
War Marokko lediglich überfordert?
Eine wesentlich heiklere Frage bleibt bestehen: Wie konnten Zehntausende Menschen in eines der am stärksten überwachten Grenzgebiete Marokkos gelangen, ohne von den marokkanischen Behörden aufgehalten zu werden? Bislang gibt es keine öffentlich zugänglichen Beweise dafür, dass Rabat die Aktion organisiert hätte. Eine solche Behauptung wäre daher nicht gerechtfertigt.
Die Geschwindigkeit, mit der Marokko anschließend die Kontrolle wiederherstellte, zeigt jedoch zumindest eines: Die Zusammenarbeit mit Marokko ist für den Schutz dieser europäischen Grenze unverzichtbar. Und vor allem gibt es einen Präzedenzfall.
Der Präzedenzfall von 2021
Im Mai 2021 waren bereits einmal Tausende Menschen von Marokko nach Ceuta gelangt. Damals befanden sich Rabat und Madrid in einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Spanien Brahim Ghali, dem Führer der von Marokko bekämpften Unabhängigkeitsbewegung Polisario in der Westsahara, eine medizinische Behandlung ermöglicht hatte.
Das Europäische Parlament fand seinerzeit ungewöhnlich deutliche Worte. In einer Entschließung vom 10. Juni 2021 verurteilte es den Einsatz von Grenzkontrollen und Migration durch Marokko als politisches Druckmittel gegen einen Mitgliedstaat der Europäischen Union.
Die Vorstellung, Migration könne als außenpolitisches Instrument eingesetzt werden, ist somit keine nachträglich entwickelte Theorie. Es gibt einen Präzedenzfall, der von einer europäischen Institution ausdrücklich festgestellt wurde.
Eine europäische Grenze, deren Schlüssel in Marokko liegt
Ceuta macht eine Realität sichtbar, die nur selten so deutlich ausgesprochen wird. Die spanische Grenze wird nicht allein von spanischen Polizisten, Zäunen und Überwachungstechnik geschützt. Sie hängt ebenfalls davon ab, ob Marokko bereit ist, Ausreisen zu verhindern. Kooperiert Rabat, hält die Grenze. Lässt diese Zusammenarbeit nach, wird Spanien unmittelbar mit seiner Verwundbarkeit konfrontiert.
Marokko verfügt damit über ein besonders wirksames Druckmittel. Rabat muss die spanische Herrschaft über Ceuta oder Melilla nicht militärisch infrage stellen. Es genügt gegebenenfalls zu demonstrieren, was geschehen könnte, wenn Marokko Menschen auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr zurückhält. An diesem Punkt treffen Migrationskrise und Territorialfrage aufeinander.
Ceuta und Melilla: Wem gehört die Geschichte?
Für Spanien ist die Antwort eindeutig: Ceuta und Melilla sind spanisch. Melilla steht seit 1497 unter spanischer Herrschaft. Ceuta wurde 1415 von Portugal erobert und gelangte später unter spanische Kontrolle, die Portugal im 17. Jahrhundert endgültig anerkannte.
Madrid verweist deshalb darauf, dass seine Präsenz in diesen Gebieten mehrere Jahrhunderte älter ist als die Unabhängigkeit des heutigen Marokko von 1956. Dieses Argument ist keineswegs bedeutungslos.
Im Kern sagt Spanien: Eine über Jahrhunderte bestehende Souveränität kann nicht ohne Weiteres als moderne koloniale Besatzung abgetan werden. Politisch interessant wird dieses Argument jedoch, sobald man es mit Spaniens Haltung gegenüber Israel vergleicht.
Spanien, Israel und die Sprache der Besatzung
Unter Pedro Sánchez hat Spanien gegenüber der israelischen Regierung eine der kritischsten Positionen innerhalb Europas eingenommen. Madrid erkannte im Mai 2024 offiziell den „Staat Palästina“ an. Die spanische Regierung verurteilt die israelischen Siedlungen im Westjordanland und spricht von einer illegalen Besatzung palästinensischer Gebiete.
Dabei muss festgehalten werden, dass Spanien zugleich das Existenzrecht Israels anerkennt und die von der Hamas am 7. Oktober 2023 begangenen Massaker verurteilt hat. Es geht daher nicht darum, Spanien das Recht abzusprechen, israelische Politik zu kritisieren. Es geht um die Argumente, mit denen diese Kritik begründet wird. Denn wenn historische Kontinuität ein wesentliches Element der spanischen Verteidigung von Ceuta und Melilla darstellt, kann die Geschichte kaum bedeutungslos werden, sobald es um Israel geht.
Die Geschichte des Westjordanlandes beginnt nicht 1967 …
Zunächst muss mit einer Vereinfachung aufgeräumt werden. Israel eroberte das Westjordanland im Juni 1967 nicht von einem souveränen palästinensischen Staat. Nach dem Krieg von 1948/49 gerieten das Westjordanland und Ostjerusalem vielmehr unter jordanische Kontrolle.
Am 24. April 1950 vereinigte Jordanien offiziell beide Seiten des Jordan und annektierte damit faktisch das Westjordanland. Diese Annexion fand international nur äußerst begrenzte Anerkennung und wurde selbst von mehreren arabischen Staaten angefochten. Fast 19 Jahre lang wurde das Westjordanland somit von Jordanien verwaltet. Einen souveränen palästinensischen Staat gab es dort nicht.
Dann kam der Juni 1967. Im Sechs-Tage-Krieg eroberte Israel das Westjordanland und Ostjerusalem von Jordanien. Die durch diesen Krieg entstandene Situation bildet die Grundlage für die heutige völkerrechtliche Einstufung des Westjordanlandes als besetztes Gebiet. Diese Bezeichnung wird von den Vereinten Nationen verwendet und wurde vom Internationalen Gerichtshof bestätigt.
Folgen Sie uns auf Facebook und X!
Melden Sie sich für den Newsletter an!
Darum geht es hier nicht. Doch die heutige rechtliche Qualifikation und die ihr vorausgegangene historische Chronologie sind nicht dasselbe. Die Bezeichnung des Westjordanlandes als besetztes Gebiet bedeutet nicht, dass es vor 1967 souveränes Territorium eines palästinensischen Staates gewesen wäre, dessen Existenz Israel anschließend beseitigt hätte. Die Geschichte ist wesentlich komplizierter.
… und sie beginnt auch nicht 1948
Man muss erheblich weiter zurückgehen. Die Verbindung des jüdischen Volkes mit dieser Region begann nicht mit der Gründung des Staates Israel. Die Königreiche Israel und Juda gehören zur dokumentierten Geschichte des antiken Nahen Ostens. Jerusalem war bereits Jahrhunderte vor der christlichen Zeitrechnung das politische und religiöse Zentrum des Königreichs Juda – und mehr als ein Jahrtausend vor der Entstehung des Islam.
Babylonische, persische, hellenistische, römische, byzantinische, arabische, kreuzfahrerische, mamlukische, osmanische und schließlich britische Herrschaft veränderten die Region tiefgreifend. Die jüdische Bevölkerung erlebte Eroberungen, Zerstörungen, Vertreibungen und Diaspora. Doch die historische und religiöse Verbindung des jüdischen Volkes mit diesem Land verschwand nie vollständig – ebenso wenig wie jede jüdische Präsenz in der Region.
Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass die Antike allein die Grenzen des 21. Jahrhunderts bestimmen kann. Kein moderner Territorialkonflikt lässt sich dadurch lösen, dass man lediglich feststellt, welches Volk zuerst dort lebte. Doch dieses Argument gilt in beide Richtungen.
Wenn Madrid entscheidet, wann die Geschichte beginnt
Genau hier wird der Widerspruch der spanischen Position sichtbar. Wenn es um Ceuta und Melilla geht, fordert Madrid Marokko auf, fünf Jahrhunderte zurückzublicken. Geht es um Israel, beginnt die europäische politische Debatte dagegen häufig erst 1967 – manchmal 1948.
Geschichte lässt sich jedoch nicht nach dem gewünschten politischen Ergebnis in passende Zeitabschnitte zerlegen. Wenn fünf Jahrhunderte spanischer Souveränität ein relevantes Argument gegen den marokkanischen Kolonialismusvorwurf darstellen, können fast drei Jahrtausende jüdischer Geschichte in dieser Region nicht einfach für bedeutungslos erklärt werden, sobald gegenüber Israel der Begriff des Kolonialismus verwendet wird.
Damit wird nicht automatisch jede israelische Siedlung im Westjordanland legitimiert. Damit werden nicht die Grenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates festgelegt. Und damit werden weder die Geschichte noch die Rechte der Palästinenser ausgelöscht.
Historisch problematisch wird jedoch eine Darstellung, in der Juden lediglich als europäische Fremde erscheinen, die im 20. Jahrhundert in ein Land gekommen seien, zu dem sie zuvor keinerlei Beziehung gehabt hätten. Man kann die Politik einer israelischen Regierung verurteilen, ohne die jüdische Geschichte umzuschreiben.
Von Ceuta nach Jerusalem: Die Grenzen des kolonialen Deutungsmusters
Ceuta hält Spanien damit einen unerwarteten Spiegel vor. Madrid weist das marokkanische Argument zurück, Ceuta und Melilla lägen in Afrika, müssten deshalb natürlicherweise zu Marokko gehören und die spanische Souveränität sei folglich ein koloniales Relikt.
Spanien antwortet mit dem Recht – aber auch mit der Geschichte. Madrid verweist auf fünf Jahrhunderte Souveränität, eine spanische Bevölkerung, spanische Institutionen sowie politische und territoriale Kontinuität.
Diese Verteidigung ist nachvollziehbar. Gerade deshalb sollte Madrid jedoch vorsichtiger sein, wenn es andernorts mit dem Begriff des Kolonialismus argumentiert.
Israel unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt grundlegend vom klassischen europäischen Kolonialmodell: Das jüdische Volk besitzt eine historische, religiöse, kulturelle und politische Verbindung zu diesem Land, die dem modernen Staat Israel um Jahrtausende vorausgeht.
Über den rechtlichen Status der 1967 eroberten Gebiete kann gestritten werden. Über Grenzen kann gestritten werden. Über Siedlungen kann gestritten werden. Gleichzeitig kann das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat verteidigt werden. Doch die jüdische Präsenz in dieser Region pauschal als koloniales Unternehmen zu beschreiben, setzt voraus, einen wesentlichen Teil der Geschichte auszublenden.
Ceuta als europäisches Labor
Die gegenwärtige Krise reicht letztlich weit über die wenigen Quadratkilometer Ceutas hinaus. Sie zeigt zunächst die Abhängigkeit Europas von Nachbarstaaten, die in der Praxis Migrationsbewegungen zurückhalten, bevor sie europäische Grenzen erreichen. Sie zeigt außerdem, wie schnell Migration zu einem Instrument der Außenpolitik werden kann. Und sie erinnert daran, dass eine Grenze niemals nur eine Linie auf einer Landkarte ist.
Sie ist das Ergebnis von Recht, Krieg, Geschichte und Machtverhältnissen. Spanien weiß dies besser als viele andere europäische Staaten. Es besitzt zwei Städte auf dem afrikanischen Kontinent, deren Souveränität es unter anderem mit mehreren Jahrhunderten Geschichte verteidigt.
Ceuta und Melilla sind nicht das Westjordanland. Die rechtlichen Situationen sind nicht identisch. Eine Gleichsetzung wäre künstlich. Das intellektuelle Prinzip bleibt jedoch bestehen. Man kann sich nicht auf die Geschichte berufen, wenn sie die eigene Souveränität stützt, und anschließend entscheiden, dass die Geschichte 1967 beginnt, sobald sie die Position eines anderen komplizierter macht.
Ceuta erinnert damit letztlich an eine einfache Regel: Geschichte allein schafft kein modernes Recht. Wer sie jedoch als Zeugin zur Verteidigung der eigenen Grenzen aufruft, kann sie nur schwer aus dem Gerichtssaal schicken, sobald es um die Grenzen anderer geht.
36 Kommentare
Der uns bekannte Restle deutete US-israelischen Einfluss auf Migrantenkrise in Ceuta an und
der antisemitische Sender WDR verteidigt Restle gegen den Vorwurf des Antisemitismus.
@ AlbertNola
Restle und WDR/ARD – hanebüchene Berichterstattungen und Einordnungen zu Lasten Israels, die, so sollte man meinen, schon seit langem an Absurditäten kaum noch zu toppen sind – aber schlimmer geht immer.
Mein aktueller Trost, bei all diesen schier unerträglichen Verbiegungen von Fakten, die heutige Meldung in der BZ:
In Berlin-Neukölln macht Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt (40, CDU) Ernst gegen Antisemitismus und streicht Fördergelder, wenn Projekte unsachliche Israel-Kritik äußern. Die neue Regel gilt ab sofort – und betrifft 40 Förderbescheide im Wert von 5,13 Millionen Euro.
Es geht um 24 Träger, die in der Drogenhilfe arbeiten, sich um psychisch Kranke kümmern oder Obdachlose betreuen. Sie alle müssen sich künftig an die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) halten. Verboten ist zum Beispiel, die israelische Politik mit der der Nazis zu vergleichen.
Natürlich ist das Geheule aus den Reihen der Grünen und Linken laut – und altbekannt stereotyp.
Ich kann diesem Stadtrat nur gratulieren und mir wünschen, sein Beispiel möge Schule machen, weit über die Grenzen der ansonsten „verlorenen“ Stadt Berlin heraus.
Caja, das ist ja toll und hoffnungsvoll.
„Die spanische Regierung verurteilt die israelischen Siedlungen im Westjordanland und spricht von einer illegalen Besatzung palästinensischer Gebiete.“
Naja, nicht nur in Spanien sondern weltweit wird das als illegale Besatzung angesehen. Selbst in Israel sehen das NGOs so.
So wie die Geschichte der Juden in dem Gebiet nicht 1948 begann, so hat das Leid der Palästinenser auch nicht erst nach dem 7.10 angefangen. Das sollte anerkannt werden.
Das Leid in der Region fing aber genau dann an, als der zionistische Strom kam. Offensichtlich.
Blubbi, Geschichtsverdrehung. Sie brauchen Nachhilfe. Wobei, befürchte bei ihnen kommt nichts an. Sie langweilen, immer die gleichen WJL, Samaria/ Judäa, Lügen- Sätze.
Danke @ Redaktion für Artikel.
@ Blub
Ararbische Massaker an Juden gab es lange vor der Gründung Israels, und das zuhauf.
Aber bei Leuten wie Ihnen ist Israel an allem schuld. Ihre Position ist einseitig und voll Israelhass.
„Der zionistische Strom“ : ein interessantes Menschenbild, das Sie da haben .
Das Elend fing nicht mit den Zustrom von Zionisten an. Die Region hat davon zunächst profitiert. Deshalb gab es einen Zustrom von Arabern aus den angrenzenden Ländern. Dazu gibt es zahlreiche Aussagen von Zeitzeugen und Veröffentlichungen in arabischen Zeitungen. Das Elend begann, als die islamofaschistische Ideologie verfing. Hunderttausende vergessene Flüchtlinge aus den islamischen Staaten, können keinesfalls als Zionisten bezeichnet werden. Ebenso wenig diejenigen, die vor der Nazivernichtung geflohen sind oder diese überlebt haben.
Die Problematik ist zu vielschichtig, um sie als „zionistischen Zustrom“ abzutun. Und als Strom kann man die Zahl der Zionisten von damals wahrlich nicht bezeichnen. Und die vielen sehr guten Vorsätze vieler Zionisten von damals sollten nicht unterschlagen werden.
Schnell und verständlich nachzulesen in der Veröffentlichung von DEIN e.v. (Münchner Verein für Demokratie und Information): Die Veröffentlichung: „1948 – Wie der Staat Israel entstand“
Und was ist mit dem arabischen Zustrom?
@Blub
„Das Leid in der Region fing aber genau dann an, als der zionistische Strom kam. Offensichtlich.“
Für Sie mag das offensichtlich sein, es entspricht aber nicht den Tatsachen. Rivka hat es sachlich beschrieben.
—
„Illegale Besatzung“: Haben Sie den Text gelesen und analysiert und auf historische Fakten hin geprüft? Ich vermute, dass Sie das nicht getan haben oder Sie haben den Text überhaupt nicht verstanden. Ansonsten würde Ihnen selbst auffallen, dass dieser von Ihnen genannte Begriff nicht den Fakten entspricht, auch wenn „israelische NGOs“ das so sehen.
Erstklassiger Artikel, dem ich nichts weiter hinzuzufügen habe, es ist alles in einfacher und verständlicher Form nidergelegt.
SHALOM
Wie ich, glaube ich, schon einmal geschrieben habe : Francis Moritz ist ein brillanter Analyst. Ich lese seit längerem seine Beiträge in Tribune Juive (derzeit in den Sommerferien ). Er schreibt auch hochinteressante Beiträge über Deutschland, ohne die mit Ignoranz gemischte Arroganz, die die meisten französischen Journalisten dabei an den Tag legen. Man ist immer a bisserl schlauer nach dem Lesen.
Aber, Antonia, es gibt immer wieder welche, die sich für klüger halten und glauben, es mit Experten auf dem Gebiet der Geschichte des nahen Ostens aufnehmen zu können, und wenn sie dann nicht weiter wissen oder ihre Argumente widerlegt werden, dann fallen sie einfach auf das altbewährte Muster des Herunterbetens ihres Mantras zurück.
Und wiederholen und wiederholen es immer wieder, als ob sie alle anderen Argumente weder gehört noch gelesen oder gesehen hätten, und sie sind nicht fähig, einen Irrtum einzugestehen oder zurück zu rudern.
Mehr möchte ich nicht dazu sagen.
SHALOM
Danke an Francis Moritz für diese klarstellende und überaus informative Kommentierung über Spaniens unterschiedliches Anlegen von Maßstäben in Bezug Israel und der eigenen Geschichte. Es könnten so viele Menschen aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen. Spanien sollte sich an die eigene Nase fassen. Und dann auch noch diese blöden Verschwörungstheorien des span. Schauspielers Javier Bardem, hinter einem destabilisierenden Spanien würde Israel stecken, indem es die span. Regierung wegen seiner anti-israelischen Politik DAMIT bestrafen wolle.🙈 WOMIT? Was ist die Steigerung von dumm und dümmer?
Die marokkanischen Opfer tun mir leid.
@Ella
Ich muss dir zustimmen. Erinnert mich an die Brunnenvergiftung…..
Völlig Hirnrissig,die Aussage. Wenn der Mond auf die Erde fällt,ist wahrscheinlich Israel auch schuld.🤦🏻♀️🤦🏻♀️
Liebe Grüße Manu 🇮🇱🇮🇱🙏🐿🐿
O.T. @Christin,habe einen Kommentar an Untertan gesendet zum Bericht „kein Grund für christliche Überheblichkeit“. Er hatte dir geantwortet. Kommentar am Ende.
Habe es gesehen, Manu. Ich will von ihm die Bibelstelle, aus der hervorgeht, dass Gott diese Sammlung übernatürlich vornimmt, dass die Nationen es sehen werden. Würde ja bedeuten, dass Gott dies an einem bestimmten Tag erledigen wird, alle Juden auf einmal . Was macht er dann mit den Juden, die schon im Land sind? Zurück beamen für einen Tag? Wer nicht sieht, dass dieses Ereignis begonnen hat, dem ist nicht zu helfen.
Juden sind zurück im Land Israel. Wenn Gott dies übernatürlich wollte, gäbe es diesen Staat heute nicht und die Juden wären immer noch verstreut – in Gefangenschaft – bei den Nationen. Aber Gott hat es zugelassen und Gott tut alles, um diese Zweistaatenlösung zu verhindern. Denn ohne ihn hätten wir sie längst. ER schützt sein Land und sein Volk, auch wenn er viel zulässt an Leid. Das kann auch Martin nicht weg reden.
Christin, wir wissen, dass es da keine biblischen Hinweise gibt. Die Prozesse laufen doch längst. Gott lenkt das geistlich, politisch, historisch und dann kommt die finale Phase. Die Sammlung ist ein weltweiter Auftrag, auch durch Missionsarbeit. Jer.23/3 Liebe Grüsse !
In Jeremia 16 blickt Jeremia über die Zeit der Bedrängnis hinaus, ja er sagt zu Gott, dass die Nationen zu ihm kommen werden. Damit ist aber die Sammlung gemeint, die bereits begonnen hat. Hes.36/23 DA WIRD ISRAEL DER BOTSCHAFTER DER NATIONEN SEIN. Ich denke, dass die Juden im Tausendjährigen Reich den Nationen predigen werden. 😍 ( Ob Untertan das auch so sieht ? )
@ Ella
Leider ist Dummheit kein Alleinstellungsmerkmal spanischer Antisemiten. Google mal Georg Restle/Monitor/ WDR. Guter Artikel dazu auch in der JA.
Liebe Grüße!
Shalom,-Ella@-Die Steigerung ist: Dumm,dümmer,Mensch!!! So sehe und nenne ich es auch beim Tierschutz und Tierwohl!!! Jerusalem
Das Tierleid ist einfach verheerend 🥺
Ein guter und klar dokumentierter Artikel. Danke
Ein sehr guter Kommentar! So wünsche ich mir einen Beitrag in der Wetzlarer Zeitung!! Danke,Shalom
Danke für den Bericht. In der Tat, Spanien misst mit zweierlei Maßstäben. Aber : Ich glaube gerade nach Ceuta sehe ich Chancen auf einen REGIERUNGSWECHSEL. Ich sehe immer auch die Hoffnung auf ein besseres Spanien, mit einer neuen und Israel-freundlicheren Regierung. Sanchez muss weg !
Ja, muss er !!!!!!
Islamische Massaker an Juden:
627 Medina, 1033 Marokko, 1066 Granada, 1146 Marokko, 1232 Marokko, 1465 Marokko, 1834 Safed, 1839 Iran, 1912 Marokko, 1929 Hebron, 1941 Irak, 1945 Libyen, 1947 Syrien, 2023 Israel
@ Blub: Das Leiden der Juden begann nicht erst am 7.10.2023. Ihre Einseitigkeit ist haarsträubend. Sie verfälschen bewusst Geschichte.
Ihre Unfähigkeit das gelesene zu verstehen ist noch haarsträubender. Ich habe nirgends geschrieben das dass Leid der Juden am 07.10 angefangen hätte?!
@Blub
Und Sie verstehen keine Ironie. Ihre Unfähigkeit, das Gelesene zu verstehen, schlägt alles.
@Francis Moritz
Toller Artikel. Danke.
Auf den entscheidenden Punkt geht Blub natürlich nicht ein: Seit über 1000 Jahren gibt es islamische Massaker an Juden. Passt nicht in sein Weltbild.
Ich denke es geht um die Art des israelischen Umgang mit Menschen anderer Religionen. Ich habe bei meinem Besuch in Jerusalem gesehen wie Soldaten mit Christen robust umgegangen sind, schlimmer gingen sie aber mit Moslems um. Ich mit meinen europäischen Verständnis, habe diese Soldaten gefragt, warum sie so roh mit Menschen umgehen. Die mir gegebene Antwort erspare ich mir, den Gewährkolben spüre ich noch heute. Meine Beschwerde bei der Polizei brachte nur ein „ was denken Sie wer Sie sind, dass ich Kritik an israelische Soldaten üben könnte? Im Hotel sagte man mir, das ich Glück gehabt hätte, mit einen blauen Auge, davon gekommen zu sein.
Wie auch immer, der feine Unterschied ist: Spanien hat den Marokkanern nichts weggenommen, Israel den Menschen im Westjordanland und und im Gaza schon. Und zwar mit Gewalt, das ist unstrittig, oder will das jemand tatsächlich bestreiten?
@Jose-Luis
Sie sind nach Jerusalem gefahren um Beweise für Ihre Vorurteile Juden gegenüber zu sammeln.
Im Westjordanland und und im Gaza werden Israelis attackiert, die dortigen Palästinenser distanzieren sich nicht von der Hamas, im Gegenteil sie stehen zu Hamas.
Jose-Luis, meines Wissens gab es 1947 einen UN Teilungsplan, mit der Option, einen palästinensischen Staat zu gründen. Dies wurde abgelehnt. Den Palästinensern wurde nichts verwehrt. Sie wollten Krieg. Sie halfen mit, den Gazastreifen zu zerstören. Israel war letztlich gezwungen, die Kontrolle zu übernehmen. Das Mass ist voll. Hoffentlich wird der Gazastreifen nicht mehr aufgebaut. Sie scheinen mir nicht bibelkundig zu sein, denn sonst wüssten sie, dass diese Leute auf gestohlenem Land leben . Gott hat das klar verboten. Das Land gehört Israel.
@Jose-Luis
Die Soldaten gingen „robust“ mit Christen und robuster mit Moslems um? Kennen Sie den Grund, warum das so war? Ich habe so etwas noch nie erlebt.
—
Ich möchte eine analoge Situation aus F erzählen. Wir warteten an der Rezeption. Deutsche vor uns wurden „robust“ behandelt. Dann kamen wir an die Reihe. Wir sind auch Deutsche. Freundliche Behandlung. Ich erkläre, was der Grund war: die Leute vor uns waren arrogant und fordernd. Wir waren freundlich und zurückhaltend. Merken Sie etwas?
Wenn Sie also etwas sehen, be- und verurteilen Sie bitte nicht, ehe Sie alle Fakten kennen.
—
2 andere Beispiele: ein junges Mädchen von ca. 15 Jahren geht mit ihrem Kind im Kinderwagen spazieren. Menschen rümpfen die Nase und reden schlecht über sie. Ein junger Mann mit verunstaltetem Gesicht geht einkaufen. Die Menschen um ihn herum wenden sich angeekelt ab.
Fakten: das junge Mädchen wurde vergewaltigt und hat sich entschieden, das Kind nicht abtreiben zu lassen; der junge Mann hat eine ihm fremde Person aus einem brennenden Haus geholt.
Kleine Ergänzung : Spanien bleibt eine ehemalige Kolonialmacht mit Territorien in Nordafrika. Ceuta, Melilla, Vélez de la Gomera, Alhucemas und die Chafarinas liegen unmittelbar vor Marokko; auch die umstrittene Isla de Perejil gehört in diesen Zusammenhang. Für Rabat sind sie Überreste spanischer Herrschaft. Hinzu kommt der Streit um die Westsahara und die Polisario. Damit ist die Frage längst nicht mehr nur bilateral: Diese Gebiete bilden EU-Außengrenzen in Afrika. Im Krisenfall wären Migration, Sicherheit und politische Stabilität unmittelbar europäische Fragen. Ist die EU bereit, auch die Folgen dieser spanischen Präsenz zu tragen
Auch mit eintägiger Verspätung: Herr Moritz, Sie haben einen guten, durchdachten, differenzierten und sehr informativen Artikel verfasst.