BERLIN (inn) – Für sein Eintreten gegen Antisemitismus hat der Zentralrat der Juden am Mittwoch in Berlin den Kabarettisten Dieter Nuhr mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Nuhr ist der erste Komiker, der die höchste Auszeichnung des Zentralrats erhält.
Zentralratspräsident Josef Schuster nannte im Rahmen der Festveranstaltung Nuhr einen „streitbaren“ Kabarettisten – wohl als Anspielung auf die mediale Kritik an der Wahl des Preisträgers. Der Zentralrat zeichne Nuhr allerdings nicht wegen seines Humors oder seiner Bühnenprogramme aus, fuhr Schuster fort. Vielmehr nutze Nuhr seine Reichweite und seine Bekanntheit aus, um auf Doppelstandards in der deutschen Medienlandschaft beim Thema Israel hinzuweisen.
Damit werde Nuhr – trotz Widerspruchs von Medien und Kollegen – seiner Verantwortung als Person des öffentlichen Lebens gerecht. „In einer Zeit, in der Antisemitismus eine Normalisierung erfährt, stehen Sie an der Seite der jüdischen Gemeinschaft – hier in Deutschland genauso wie in Israel.“ Damit sei Nuhr ein „würdiger Träger“ des Leo-Baeck-Preises.
Schuster äußerte zudem den Wunsch, dass Nuhr auch zukünftig seinen Kollegen den Spiegel vorhält, wenn Doppelstandards und antisemitische Stereotype repliziert werden.
Mansour kritisiert bequemen Kampf gegen Antisemitismus
Laudator Ahmad Mansour lobte ebenfalls Nuhrs Mut, Wahrheiten und unbequeme Dinge anzusprechen. Nuhr habe stets klar betont, dass die Hamas den Krieg hätte jeden Tag beenden können. Er sei einer der wenigen Menschen im Kulturbetrieb gewesen, der diese „einfache Wahrheit“ ausgesprochen habe. Auch habe Nuhr die Medien kritisiert, wenn sie verharmlosend von „Geiselaustausch“ schrieben. Schließlich wurden israelische Zivilisten gegen verurteilte Mörder ausgetauscht.
Der Psychologe und Autor Mansour bemängelte zudem, dass es eine „bequeme Form“ gibt, gegen Antisemitismus einzustehen – nämlich, wenn dieser von rechts komme. Aber das koste nichts. Nuhr allerdings benenne Antisemitismus auch dann, wenn er „aus der politischen Linken, dem akademischen Milieu, der progressiven Identitätspolitik, dem Klimaktivismus oder dem Islamismus kommt“. Für Mansour hat Nuhrs Arbeit deswegen „eine seltene, eine notwendige, eine rettende Relevanz“.
Antisemitismus bei Kulturschaffenden
Nuhr selbst zeigte sich am Abend dankbar für die Auszeichnung. Er sei „sehr stolz“, weil ihm diese Auszeichnung nicht als Komiker, sondern für seine Haltung als Mensch verliehen wird. Dennoch sei es „ein bisschen gruselig“, dass man in Deutschland einen Preis dafür bekommt, dass man als Künstler kein Antisemit ist, sagte er vor mehreren Hundert geladenen Gästen.
Aus Sicht von Nuhr ist Antisemitismus unter Linken und Kulturschaffenden „eher die Regel als die Ausnahme“. Das verstöre ihn. Zudem beobachte er, dass „Menschen heute wieder mitlaufen, sich offensichtlich gedankenlos einfügen in eine sich moralisch überlegen fühlende Menge“. Genau in diesem Raum entstehe Böses. „Und wir können nicht mehr tun, als dagegenhalten, argumentieren – und Witze machen.“
Nach der Bekanntgabe Nuhrs als Preisträger wurde der Zentralrat für seine Wahl kritisiert. In Nuhrs Show „Nuhr im Ersten“ trat auch die Kabarettistin Lisa Eckart auf. Diese spielt in ihrem Bühnenprogramm mit antisemitischen Stereotypen. Etwa wenn sie sich über angeblich lange Nasen von Juden lustig macht. Auch die „Jüdische Allgemeine“ hatte etwa 2021 Eckarts Auftritte als „unerträglich“ bezeichnet.
Mit dem Leo-Baeck-Preis ehrt der Zentralrat der Juden in Deutschland seit 1957 Persönlichkeiten, die sich für die jüdische Gemeinschaft und gegen Antisemitismus engagieren. Vor Nuhr erhielt ihn zuletzt BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke. Weitere Preisträger sind der designierte Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Cem Özdemir (Grüne), die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer SE, Mathias Döpfner, und der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider.
39 Kommentare
Der beste und mutigste Satz von Dieter Nuhr: Antisemitismus unter Linken und Kulturschaffenden ist „eher die Regel als die Ausnahme“. Meine Ehefrau liebt Dieter Nuhr, sie wäre gern bei der Feierlichen Übergabe dabei.
Ich kenne Herrn Nuhr als Humoristen nicht genügend, um mir ein Urteil bilden zu können. Die Laudatio von Ahmad Mansour und die Worte, die Nuhr dann gesagt hat, haben mich allerdings überzeugt, dass der Preis gerechtfertigt ist.
Es bleibt dabei. Wir brauchen solche Gegenkräfte in einer medial einseitig gepolten Welt unbedingt. Andere Meinungen; das ist etwas was all Jene überhaupt nicht mögen, die meinen, sich allein in die ersten Reihen setzen zu dürfen.
Eben, das ist Nuhr pur. Er lässt sich nicht kalibrieren wie so viele andere und darüber bin ich glücklich.
SHALOM
Es ist schön, dass der Kabarretist Dieter Nuhr seine Bekanntheit und Fähigkeiten nutzt, um gegen Antisemitismus vorzugehen und um auf Missstände in der medialen Berichterstattung hinzuweisen.
Mutiger Satz? Einseitig gepolte Welt? Ich habe persönlich Angst HIER meine Meinung zu sagen ohne auf Hass und Anfeindungen zu stoßen!!! Mit 12 Jahren habe ich in unserer Bücherei die Bilder von KZ Überlebenden und auch die Leichenberge und Menschenversuche gesehen, seitdem war für mich klar nie wieder Faschismus! Für immer Antifaschist egal von welcher Seite unter welchen Label etc. Menschlichkeit sollte das sein was zählt und da habe ich keine Vorlieben, da zählt für mich das Leben von Menschen die Palästinenser sind nicht mehr als von Israelis und umgekehrt… Mir ist es auch herzliche egal ob es eine 2 Staatenlösung oder 1 Staatenlösung gibt, hauptsache es gibt eine Lösung! Doch ein Staatenlösung, kommt mittlerweile für israels Regierung gar nicht mehr in Frage weil es Angst vor zu vielen Andersgläubigen hat! Hunderte Millionen werden in völkerrechtswidrige Siedlungen investiert, aber die Menschen die dort seit hunderten Jahren leben, dürfen nicht in diesen Siedlungen wohnen 😟 (egal ob sie von dem besten Geheimdienst der Welt kontrolliert wurden, ob sie irgendwelche Islamisten oder dergleichen sind), dort dürfen nur rein jüdische Menschen leben und die kleine Minderheit die dort schon immer wohnten und vielleicht sogar gerne dort wohnen würden, no way – der falsche Glaube. Was ist eigentlich Judentum? Ich dachte eine Religion doch viele rühmen sich damit Juden zu sein obwohl sie sagen, dass sie ungläubig sind!? USA + BRD sind mit die Länder der Welt, die noch am meisten an Israels Seite stehen, doch gedankt wird es ihnen nicht, BRD („=durchsetzt von Antisementen“) 🤣🤯
Kein einziges Wort verstanden.
@Albert Nola
Geht mir ähnlich!!!🙄😳😳😳
@Manu
Danke
Albert @ ich auch nicht. Sollte es sich um einen KI generierten Text handeln ?
@Antonia
Ob die Redaktion das genauso so sieht…
@Alberto
Ich reihe mich ein in den Club der Unverständigen. 🤷♀️
Ein Schlagwort nach dem anderen, viel Worte und Getöse. Aber was will Joe eigentlich sagen? Vielleicht würde es mit weniger Worten, dafür mit mehr Inhalt besser klappen?
@Ella
Danke
@AlbertNola
Auch ich komm da nicht draus, auch bei seinem nächsten Kommentar nicht. Zweimal 17 Zeilen, und ich verstehe nicht, was er eigentlich meint… 🙁
@Efronit
Unsere Lehrer und Professoren, Nobelpreisträger, haben uns gelehrt: in den ersten 5 Zeilen muss alles drin stehen was man sagen will.
Fragen Sie doch mal Ihren Bischof, bester Versteher von allen!
lieber Gruß Martin
@Untertan
Unser Bischof, bester Redner von allen, bei jeder Predigt nie ein Wort zu viel. Die Zuhörer weinen und küssen ihm den Ring, rechte Hand.
@ Joe:
Ich versuche mich an einer Antwort:
„Ich habe persönlich Angst HIER meine Meinung zu sagen ohne auf Hass und Anfeindungen zu stoßen!!!“
Dies hier ist ein christliches Forum, das nicht durch Hass oder Anfeindungen auffällt, im Gegenteil. Wenn ich als bisher noch Atheistin es etwas despektierlich ausdrücken darf, ich hoffe, die Moderation verzeiht mir: Hier sind eher menschliche Wattebäuschchen unterwegs.
„Menschlichkeit sollte das sein was zählt und da habe ich keine Vorlieben, da zählt für mich das Leben von Menschen die Palästinenser sind nicht mehr als von Israelis und umgekehrt…“
Auch wenn ich Menschen, die Sie „Palästinenser“ nennen eher als „Pro-Palästinenser“ bezeichne, gehe ich davon aus, dass die Mehrheit in diesem Forum das genau wie Sie sieht. Hierzu zwei Zitate: „Im Talmud (Mischna Sanhedrin) heißt es prägend: „Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.““ und „Pikuach Nefesh: Das Gebot, ein Menschenleben zu retten, bricht nahezu alle anderen religiösen Gesetze und Gebote der Tora.“ Soviel von mir, ich wiederhole, als Atheistin, zum Judentum. Wie der Islam von Pro-Palästinensern gelebt und interpretiert wird, wissen sie vermutlich.
„Doch ein Staatenlösung, kommt mittlerweile für israels Regierung gar nicht mehr in Frage weil es Angst vor zu vielen Andersgläubigen hat!“
Erstens ist meiner Meinung nach nicht die israelische Regierung (die wechselt) der Maßstab, sondern die israelischen Bürger. Zweitens ist es evtl. nicht „Angst“, sondern „Erfahrung“. Menschen, die seit über 2.000 Jahren in allen Ländern, allen Gesellschaften, auf allen Kon
Joe, Sie sehen, unsere „bubble“ tut Ihnen nichts. Kein Grund also HIER Angst haben zu müssen.
Antisemitismus dagen hat einen großen und verwerflichen Aktionsradius. Beim Wort „Hass“ kam mir dabei wieder das Bild von dem zerstörten Hörsaal der Berliner Humboldt-Universität in den Sinn – nur als Beispiel – vollbracht am 16.4.25 von „propalästinensischen“ Aktivisten. Mobiliar und Sitzbänke wurden aus den Halterungen gerissen und zerstört. Wände, Fenster und Holzvertäfelungen wurden mit antiisraelischen Parolen, Farbschmierereien und dem roten Dreieck, einem Symbol der Hamas, beschmiert.
Und daher NEIN. Antisemitismus fängt nicht erst beim Schlagen von Juden an, nur weil sie Juden sind!
Aber auch das ist geschehen!
„… weil es Angst vor zu vielen Andersgläubigen hat!“
Ich nehme an, Ihnen sind die Unterschiede zwischen „Angst“ und „Furcht“ bekannt; somit würde ich Ihren Begriff „Angst“ gerne durch „Furcht“ ersetzen. Dann ergeben die ergriffenen Maßnahmen auch Sinn.
„… aber die Menschen die dort seit hunderten Jahren leben, …“
Das tun sie nicht, da wir Menschen selten über 80-90 Jahre alt werden.
„… dürfen nicht in diesen Siedlungen wohnen 😟… – der falsche Glaube. “
Wenn die pro-palästinensische Seite nicht seit ca. 80 Jahren Krieg führen würde, sondern eines der vielen Angebote angenommen oder zumindest nachverhandelt hätte, gehe ich persönlich davon aus, könnten sie dort durchaus mit andersgläubigen Menschen zusammenleben. Wobei das nur eine Vermutung von mir ist.
„… USA + BRD sind mit die Länder der Welt, die noch am meisten an Israels Seite stehen, doch gedankt wird es ihnen nicht, BRD („=durchsetzt von Antisementen“) …“
Dank dafür zu erwarten, dass sich die USA und BRD (weil Sie diese beiden nennen) auch für jüdisches und/oder israelisches Leben einsetzen, erscheint mir unangemessen. Sollen sich jüdische und/oder israelische Menschen tatsächlich dafür bedanken, dass nicht alle sie umbringen wollen oder ihre Vernichtung befürworten? Ich kann nicht für die USA sprechen (die dortigen Verhältnisse kenne ich nicht), aber in Deutschland ist die Anzahl der Antisemiten schon sehr hoch, was meiner Meinung nach auch daran liegt, dass wir in Europa die größte pro-palästinensische Gemeinde beherbergen und dazu kommen dann noch die eigenen Antisemiten.
Für mich leben diese Leser und ihre Redaktion, genauso wie zum Beispiel auch die jüdische allgemeine etc. In einer „Bubbel“, keine Toleranz kein aufeinander zugehen, nicht ein Versuch den anderen zu überzeugen – und ja gleiches mag für die andere Seite auch zutreffen ( bubble etc). Aber was bringt es wenn ich diesen Kommentar auf irgendeiner israelkritischen Plattform scheibe (außer Applaus etc. Bin ich wirklich so armselig dass ich dafür meine Zeit opfere? Oder habe ich die unsinnige Hoffnung dass ich den ein oder anderen zu einer winzigen selbstreflexion seiner Ansichten bringen kann?)? Ich finde es höchst problematisch, Antisemitismus als inflationär gebrauchten Begriff zu benutzen… Überhaupt die Definition umzubenennen, in schwammigster Art und Weise so dass man jeden mit dem totschlagargument, das antisemitische Brandeisen auf die Stirn drücken kann! Wiederholung schafft Wahrheit, irgendwann kann man sich dem vielleicht nicht mal mehr erwehren und nach dem tausendsten Antisemitismus Vorwurf… Früher habe ich russlanddeutsche getroffen, die Menschen geschlagen haben, auf meine Frage warum: einfach weil es Juden waren, sie hassen die Menschen nur weil sie Juden waren: das und quasi nur das bedeutet Antisemitismus und dass es eine extra Bezeichnung dafür gibt, Rassismus gegen Juden, finde ich schon antisemitisch (sozusagen „positiver Antisemitismus „), jeder Mensch der von Rassismus betroffen ist zählt gleich viel, jedes Opfer, das aus rassistischen Gründen tot geschlagen wurde, sollte eigentlich gleich viel zählen! Zusammen gegen Rassismus kämpfen nicht allein! ❤️
Hey Joe, eigentlich würde ich Dich gern mal persönlich treffen und ein bisschen zuhören, was du so erlebt hast, und ein bisschen erzählen, was ich und viele meiner Freunde in und mit Israel so erlebt haben. Dann würden wir wahrscheinlich weniger Worte brauchen und uns mit einem Augenzwinkern verständigen. Mir sind alle …-Ismen ziemlich Oberkante Unterlippe. Es geht im praktischen Leben nicht um gegenseitiges Einsortieren in Definitionen und Schubkästen. Es geht um wirkliches Hören und Sehen. Ja und dazu gehört auch das Ertragen unbequemer Wahrheiten – für alle Beteiligten. Davon wünsche ich mir mehr. Dieter Nuhr hat da durchaus Wertvolles beigetragen.
Lieber Little brother, Sie haben recht: „Ja und dazu gehört auch das Ertragen unbequemer Wahrheiten – für alle Beteiligten. Davon wünsche ich mir mehr. Dieter Nuhr hat da durchaus Wertvolles beigetragen.“ – Ich persönlich finde es sehr schade, dass wir diese „unbequemen Wahrheiten“ von Kabarettisten bejubeln, die oft auch unbequemen biblischen Wahrheiten – wollen wir nicht hören, ja sie schaffen es auch hier nicht durch die Zensur.
Lieber Gruß Martin
Etwas konfus das Ganze, Joe aber ich habe verstanden, was Sie bewegt, es wirkt wie ein Herausbrüllen tiefster Enttäuschung und größten Frustes.
Versuchen Sie, diesen verständlichen hilflosen Zorn in Abschnitte zu gliedern und in geordnete Bahnen zu kanalisieren, dann werden auch jene Foristen, die nichts damit anfangen können, Sie besser verstehen.
Ist nur ein freundlicher Rat.
SHALOM
@Klaus
Sie treffen genau den Punkt.
Ich finde es gerade wichtig zu betonen, dass wir Israel Netzwerk und die offene Diskussion in diesem Forum haben. Leider haben wir diese offene Diskussion nicht im Mainstream, wir sind alle „GEZ-Sklaven“ der ARD, können aber nicht S.v.d.Tann in der ARD widersprechen, S.v.d.Tann genießt eine „Unfehlbarkeit“ in der ARD.
WICHTIG ist, dass sich unsere marode deutsche Gesellschaft verändert, dass Brücken gebaut werden. Gerade der Muslim Cem Özdemir kann Brücken bauen, wenn Kanzler Merz endlich mal von ihm und Markus Söder lernt, wie man Regierungspolitik gut gestaltet, dann wäre unserem Land geholfen.
Ringparabel, friedlicher Dialog usw. wären gut, aber es fehlt der Wille der Mächtigen, für Frieden zu sorgen.
Jeder macht immer nur „sein Ding“; aber Israel Netzwerk, Fokus Jerusalem usw. sind wenige Hoffnungsschimmer, dass sich unsere Gesellschaft ändert. Wir brauchen deutschlandkritische Menschen, die in den Medien die Probleme ansprechen und den Willen von Merz u.Co, sich endlich dem guten Geist zu öffnen.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass neben Israel Netzwerk viele Menschen hierzulande interessiert sind, dass wir überleben und nicht im Chaos und Hass zu Grunde gehen. Der GLAUBE an Gott ist entscheidend und muss gestärkt werden, die Liebe zu Gott und zu den Menschen ist entscheidend, leider nicht für die Bundesregierung, bis jetzt…
Lieber Martin Sechting, glauben Sie das ernsthaft: „WICHTIG ist, dass sich unsere marode deutsche Gesellschaft verändert, dass Brücken gebaut werden. Gerade der Muslim Cem Özdemir kann Brücken bauen, wenn Kanzler Merz endlich mal von ihm und Markus Söder lernt, wie man Regierungspolitik gut gestaltet, dann wäre unserem Land geholfen.“ Lieber Martin – menschlich können die Politiker, egal welche Prägung – die Probleme in unserem Land, in den Nationen und auch für Israel nicht lösen. In der Endzeitrede Jesu Matth. 24-25 steht alles Wichtige geschrieben. Lieber Gruß Martin
@Untertan
“ Endzeitrede“, muss man das unbedingt lesen? Meine Ehefrau und ich selbst, 89 Jahre, denken nicht die Endzeit, wir haben noch viel zu tun!
Da hilft nur Blasentee.
@Lothar
😂😂🤣🤣🤣🤣🤣😂😂😂🫖🫖🍵🍵
@Lothar
Schöner Humor 😊.
@ Joe:
„Oder habe ich die unsinnige Hoffnung dass ich den ein oder anderen zu einer winzigen selbstreflexion seiner Ansichten bringen kann?)?“
Menschen zum Nachdenken anzuregen oder neue Gedanken einzubringen ist gut und das gelingt Ihnen auch. Somit ist das ein Erfolg, den Sie sich mit Recht zuschreiben können. Jetzt kommt mein „Aber: 😉
Wenn sie auf israel-kritischen ebenso wie auf israel-freundlichen Seiten unterwegs sind, haben Sie den Eindruck, dass sich Pro-Palästinenser durch „Selbstreflexion“ auszeichnen? Vielleicht ist das ein Vorurteil meinerseits, aber ich höre selten gute Argumente von Pro-Palästinensern. Und deren Feiern des 07.10.23 ebenso wie die Mordaufrufe an Juden auf den Berliner Demonstrationen erscheinen mir auch äußerst unausgewogen.
„… Ich finde es höchst problematisch, Antisemitismus als inflationär gebrauchten Begriff zu benutzen…“
Der Begriff wird meiner Meinung nach so oft benutzt, weil er so oft zutrifft. Kennen Sie ein Land/Menschen/Ethnien, die weltweit stärker angefeindet, verfolgt und angegriffen werden, von denen aber gleichzeitig erwartet wird, allerhöchste moralische Maßstäbe zu erfüllen? Der Iran ist meiner Meinung nach die gegnerische Kriegspartei und hat (ich weiß, Minderheitenmeinung) auch diesen Krieg durch seine Söldner gazanische Regierung/Hamas, Huthi und Hizbollah begonnen.
„Wiederholung schafft Wahrheit, irgendwann kann man sich dem vielleicht nicht mal mehr erwehren und …“
Bis jetzt schaffen es Antisemiten meiner Einschätzung nach noch sehr gut, sich zu wehren. Das kann gesehen werden, wenn „man“ gewillt ist, es zu sehen.
Herr Nuhr ist großartig. Herr Mansour schon lange. Herzlichen Glückwunsch. Shalom
@Joe
Lieber Joe,
ich glaube, das die Basis für die Betrachtung allen menschlichen Lebens, Gottes ❤️ Blickwinkel ist. ER, der jeden Menschen ❤️🩹 bedingungslos liebt. Wenn dann irgendwo irgendeine Strömung gegen menschliches Leben/menschenwürdiges Leben aufflammt, sollte sich ausnahmslos JEDER ❤️🩹 Mensch dagegen stellen.
Von Dieter Nuhr weiß ich das Zitat aus dem Koran, was wir auswendig lernen sollten: Sure 5 Vers 21 und Gott sprach zu den Israeliten: „tretet ein in das Heilige Land, dass Gott euch bestimmt hat“ – wenn das nur gehört wird in der muslimischen Welt, es wäre zu schön! *SHALOM
@ Joe:
Ich finde Ihre Beiträge sehr lesens- und nachdenkenswert. Im Moment kann ich nicht ausführlich antworten, aber ich denke, morgen.
Bis dahin, sofern Sie meine Nachricht noch lesen sollten, wünsche ich Ihnen eine gute und erholsame Nacht.
@Emma
Ich fand, Sie hatten die einzelnen Punkte sehr freundlich, strukturiert und richtig dargestellt.
Das kann im Dialog sehr helfen, auch um Vorurteile abzubauen.
Auch ich hoffe, von @Joe kommt jetzt noch etwas. Falls nicht, wäre das sehr schade.
Mehr können wir nicht tun.
@Liebe @Joe
Liebe, ich glaube auch, das mit dem Blickwinkel Gottes ist entscheidend.
Joe, auch für Sie. Ich muss immer wieder feststellen, dass gerade der „bubble“-Vorwurf auf jene zurückfallen kann, die ihn so gerne einwerfen. Damit meine ich jetzt nicht Sie. Das Thema läuft auf hoch intellektueller Ebene. Aber auch dort lebt man doch eigentlich in einer „bubble“. Wie kann geholfen werden? Der „Blasentee“ war auch symbolisch gemeint.
Die Bibel lesen, Gott ins Spiel lassen? Versuchen, sich in den Anderen hineinzudenken, ohne ihn zu verurteilen? Das mit dem „Balken im eigenen Auge“ mal auf sich selbst beziehen?
Ich denke, das geschieht hier bzw. IN ermöglicht ja den Raum dafür, dass es eben nicht nur eine „Echokammer“ für Gleichgesinnte ist.
@Jo, daher finde ich es außerordentlich schade, dass Sie nicht weiter erklärt haben. „Hass“ haben Sie bei uns nicht vorgefunden und „unsere bubble“ scheint recht offen („dehnfähig“) zu sein.
Aber es besteht ja auch jetzt noch die Möglichkeit zur Erläuterung.
@Lothar@Joe
… so sehe ich es auch. Noch dürfen wir uns frei äußern- … und IsraelNetz bietet die Möglichkeit dazu.
@Joe
Anfänglich haben sich einige der Mit- Foristen scheinbar „verständnislos“ ob Ihres Kommentars geäußert. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass es ehrlich gemeinte „VERSTÄNDNISLOSIGKEIT“ gewesen ist, da Sie, liebe(r) Joe, es geschafft haben, so viele schwerwiegende Argumente in Ihrem kurzen Kommentar unterzubringen, welcher dann für eine leichte Konfusion gesorgt hat.
Ich hätte mich gerne sofort mit Ihnen zusammengesetzt um sämtliche Fragen, welche sich aus Ihrem ersten Kommentar für mich ergaben, aus dem von mir vorgeschlagenen Blickwinkel zu erörtern. Das ist hier, bei IsraelNetz nicht möglich, was aber auch nicht wirklich schlimm ist, da es mitunter „kostbare“ Zeit zum Nachdenken gibt. Ich meine, bevor man eine Antwort versendet. Ein ganz so „dünnes Fell“ sollte man hier sicher auch nicht haben, aber ich habe für mich festgestellt, dass es sich bei diesem Forum um eine überwiegend konstruktive „Denkblase Israel“, handelt.
Herzliche Grüße ❤️🩹