Netanjahu: Iran keine existenzielle Bedrohung mehr

Vor Beginn des Passahfestes betont Netanjahu die militärischen Erfolge gegen den Iran. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen sich laut Medienberichten aktiv am Krieg gegen das Regime beteiligen.
Von Israelnetz
Netanjahu betonte in seiner Ansprache zu Pessach die militärischen Erfolge gegen den Iran

JERUSALEM (inn) – Nach Einschätzung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu (Likud) stellt der Iran dank der Militärerfolge der vergangenen Wochen keine existenzielle Gefahr mehr für den jüdischen Staat dar. Das Regime habe zwar noch einen Rest an militärischen Fähigkeiten, mit denen es Israel drohen kann, aber es könne „nicht länger unsere Existenz bedrohen“, sagte er am Dienstag in einer Ansprache aus Anlass des Passahfestes, das am Mittwoch mit dem Sederabend beginnt.

Netanjahu betonte, dieses Ergebnis sei auch mit schmerzhaften Kosten verbunden. Er nannte als Beispiel die vier am Montag im Südlibanon gefallenen Soldaten. Dort kämpft Israel gegen die vom Iran unterstützte Terrormiliz Hisbollah. Der Premier bekundete den Angehörigen der Soldaten sein Beileid sowie allen, die körperlich und seelisch verletzt sind. „Wir sind ein Volk, durch ein gemeinsames Schicksal aneinandergebunden, um unsere Existenz und Zukunft zu sichern.“

Der Iran kann indes weiter erheblichen Schaden in Israel anrichten. Am Mittwochmorgen wurde ein elfjähriges Mädchen bei einem Raketenangriff in der zentralisraelischen Stadt Bnei Brak lebensgefährlich verletzt. Ihr Vater versorgte sie zunächst noch mit Erster Hilfe, verlor dann aber selbst aufgrund seiner Verletzungen das Bewusstsein. Bei dem Einschlag erlitten zwölf weitere Menschen Verletzungen. Auch die Huthi-Terroristen feuerten aus dem Jemen eine Rakete auf Südisrael ab.

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Armee: Hisbollah-Kommandant getötet

Israel führte die Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Südlibanon fort. Nach Angaben des Militärs wurde bei einem Schlag der Marine der Kommandeur der Südfront, Hadsch Jusuf Ismail Haschem, getötet. Dieser habe seit mehr als 40 Jahren der Hisbollah angehört und sei eine „Säule“ der Terrormiliz gewesen.

Indes teilte die Armee mit, dass Israel nicht verantwortlich sei für den Tod zweier UNIFIL-Soldaten am Montag. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Sprengsatz nicht von israelischen Soldaten stamme. Die Armee betonte, sie kämpfe einzig gegen die Hisbollah. Sie rief die UNIFIL dazu auf, das Kriegsgebiet zu meiden.

Auch im Gazastreifen halten die Kämpfe an. Nach Angaben des Militärs tötete die Armee im Gebiet von Nuseirat den Hamas-Terroristen Ibrahim al-Chaldi. Dieser habe der Marine-Einheit angehört und sei mit der Planung von Terroranschlägen befasst gewesen.

Trump: Hormus ist Sache der „Freunde“

Die US-Regierung betonte erneut, dass die Operation im Iran bald beendet sei. US-Präsident Donald Trump (Republikaner) sprach am Dienstag von „zwei bis drei Wochen“, die die Militäroperation noch in Anspruch nehme. Ein Deal mit dem Regime sei dafür nicht nötig. Die Sicherung der Straße von Hormus sei jedoch etwas für diejenigen „Freunde“, die auf Lieferungen durch diesen Seeweg angewiesen seien, sagte er am Dienstag in seinem Büro.

Das Weiße Haus kündigte für Mittwoch, 21 Uhr Ostküstenzeit (3 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit) eine „Ansprache an die Nation“ von Trump an. Darin werde es ein „wichtiges Update“ zum Iran geben.

Die US-Regierung hat seit Kriegsbeginn versucht, den Amerikanern den Angriff auf den Iran zu erklären. Am Dienstag verbreitete das Weiße Haus erneut ein entsprechendes Video mit US-Außenminister Marco Rubio. Darin wiederholte der Republikaner seine Sicht, die er auch schon zu Beginn der Operation vermittelt hatte: Der Iran strebe eine Atombombe an, und aufgrund seiner Raketen- und Drohnenproduktion wäre das Regime bald unangreifbar geworden. „Das war unsere letzte Chance, um diese konventionelle Bedrohung zu beseitigen.“

Emirate wollen Resolution für Kriegseinsatz gegen Iran

Unterdessen wollen sich die Vereinigten Arabischen Emirate offenbar an den Kriegsbemühungen aktiv beteiligen. Laut dem „Wall Street Journal“ drängt das Land auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Genehmigung eines Militäreinsatzes. Die Emirate prüfen demnach, was sie zur Sicherung der Straße von Hormus beitragen können.

Beobachter sehen diesen Vorstoß als Strategiewechsel. Bislang traten die Emirate als Vermittler auf, nun sind sie auf dem Weg, Kriegspartei zu werden. Die Emirate waren allerdings schon ständigen Angriffen des Iran ausgesetzt; seit Kriegsbeginn vor einem Monat hat das Regime 2.500 Geschosse auf das Land abgefeuert. (df)

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4 Kommentare

  1. Die Deutschen und andere Europäer verdienen es, dass der Liter Sprit 10 Euro kostet, wenn sie nicht langsam mal helfen.

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    1. Warum helfen? USA und Israel haben diesen Krieg angefangen. Diese zwei Länder sollten sich der Schuld bewusst sein, die Sie über die Welt eingebracht haben.
      Ich bin für Kostenentschädigung aus USA und Israel für die steigenden Spritkosten.

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    2. @Gast
      Der Liter Sprit 10 Euro oder 10 Dollar für diejenigen, 80% der Bevölkerung, die nur zum Vergnügen fahren, wäre der richtige Preis.

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  2. Warum helfen?
    Kann man sich vorstellen, was so ein Regime, welches tausende oder zehntausende eigene Leute bereit umzubringen ist, dann mit einer einsatzfähige Atombombe in Naher Osten und weltweit machen würde…?

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