Ehepaar durch iranische Rakete getötet

Der Iran tötet mit dem Einsatz von Streumunition zwei Zivilisten in Israel. Indes meldet das israelische Militär die Eliminierung eines weiteren Regimevertreters in Teheran.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Eine iranische Rakete mit Streumunition hat am frühen Mittwochmorgen ein älteres Ehepaar in Ramat Gan in seinem Wohnhaus getötet. Jaron und Ilana Mosche waren über 70 Jahre alt. Laut Polizei waren beide auf dem Weg in den Schutzraum, schafften es aber nicht vor dem Einschlag.

Von Mitternacht bis acht Uhr Ortszeit hatte der Iran vier Raketensalven auf Israel abgefeuert. Mehrere Menschen wurden verletzt. So behandelten Ersthelfer in Bnei Brak eine 25-Jährige. Auch Häuser oder Autos wurden beschädigt, gingen zum Teil in Flammen auf. In Tel Aviv schlugen Trümmer im Zentralbahnhof Savidor ein.

Auch die libanesische Terrormiliz Hisbollah setzte ihre Angriffe auf Nordisrael fort. Am Dienstagabend feuerte sie dutzende Raketen ab. In Karmiel wurde dabei ein Wohnhaus getroffen, verletzt wurde niemand. Die israelische Armee hatte zuvor einen massiven Angriff erwartet in Reaktion auf die Tötung zweier hochrangiger Vertreter des iranischen Regimes, Ali Laridschani und Gholamresa Soleimani.

Iranischer Außenminister: Regime stabil

Hochrangige israelische Vertreter sehen die Tötung Laridschanis, Leiter des Sicherheitsrats und faktischer Staatschef, als schweren Schlag für das Regime – im moralischen, politischen und operativen Sinn. „Den Iranern fehlt nun eine bedeutende Führungsfigur“, sagten sie laut der Zeitung „Yediot Aharonot“.

Der iranische Außenminister Abbas Aragschi erklärte hingegen, das Regime sei dank seiner starken Struktur nach wie vor stabil. „Die Gegenwart oder Abwesenheit eines Individuums hat keine Auswirkung auf diese Struktur“, sagte Aragschi dem katarischen Sender „Al-Dschasira“ am Mittwoch. Jeder, der zum „Märtyrer“ werde, könne ersetzt werden.

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Iranischer Geheimdienstchef getötet

Am Mittwoch wurde bekannt, dass Israel in der Nacht zuvor den iranischen Geheimdienstminister Esmail Chatib getötet hat. Entsprechende Berichte bestätigte Verteidigungsminister Israel Katz (Likud). Chatib war ein Vertrauter des neuen Obersten Führers Modschtaba Chamenei.

Nach Armeeangaben spielte er eine Schlüsselrolle bei der brutalen Zurückschlagung der landesweiten Proteste zu Jahresbeginn. Chatib bekleidete sein Amt seit 2021. Zuvor hatte er verschiedene Führungsämter bei der Revolutionsgarde inne.

Katz erklärte außerdem, dass die Armee die Genehmigung hat, ohne vorherige Rücksprache Regimevertreter zu töten. Zuvor hatten Medien über diese nie dagewesene Maßnahme berichtet. Ziel sei es, bei Gelegenheit so schnell wie möglich zu handeln.

Evakuierungsaufruf erneuert

Indes setzt die Armee auch den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon fort. Bei einem Angriff im Zentrum der Landeshauptstadt Beirut wurden nach libanesischen Angaben zwölf Personen getötet und 41 verletzt.

Die Armee erneuerte ihren Evakuierungsaufruf an die Bewohner. Diese sollen sich in das Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses begeben, der 20 Kilometer nördlich des Litani-Flusses verläuft. Zugleich kündigte die Armee die Bombardierung von Brücken über dem Litani an. Ziel sei es, Nachschublieferungen für die Hisbollah zu unterbinden. (df)

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5 Kommentare

  1. Bei der ersten Salve an Tötungen von Khamenei und anderen Regimes Mitgliedern habe ich noch mit den Iranern mitgejubelt. Ich finde es nun einerseits immernoch richtig, andererseits habe ich Bedenken, dass man jemals alle Hardliner eliminieren kann, jedenfalls nicht in kurzer Zeit. Wie Araghchi selbst sagt, wenn einer getötet wird, kommt der nächste nach. Und was zahlen die Israelis für einen Preis?
    Während Israel durch seine humane Armee die Libanesen warnt, gefährdete Gebiete zu verlassen, schießt Hisbollah ud Iran auf die Zivilbevölkerung. Terroristen und Mullahs sind so abartig. Mit jedem Tag Krieg geht es auch mir nicht gut, ich leide da so mit. Das ältere Ehepaar auf dem Weg zum Bunker, tot. Es tut mir sehr weh so etwas.
    Nun gibt es ja auch immer weniger Verhandlungsmöglichkeiten. Und ich bin mir sehr unsicher, ob die iranische Bevölkerung nach dem verheerenden Januar den Aufstand nochmal wagt, zumal es keine verlässliche Opposition gibt. Bin ein bisschen frustriert, nur noch Zerstörung, Raketen, Tod, Gewalt, Rache, Feuer… Die ganze Welt wird jahrelang die Auswirkung dieses Krieges spüren. 🙏🇮🇱😥

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  2. In kriegerischen Auseinandersetzungen sterben leider immer viel unschuldige männliche und weibliche Zivilisten. Mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen der Getöteten.

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  3. Der Iran wird immer sagen er sei stabil und würde seine Bürger bis zum letzten Mann verheizen, wenn er nur den USA oder Israel schaden könnte. Aber die Denkweise, das Land in eine bessere Zukunft zu führen und eines Tages USA und Israel dankbar zu sein, dass diese Geschichte ein Ende nahm, wird doch nie von dem Regime kommen. Das muss vom Volk kommen. Komisch, dass Russland China, Nordkorea und alle die seltsamen Stimmen aus der EU, Spanien und der Türkei und Frankreich fast einhellig meinem, man könnte mit dem Regime auf diplomatischen Weg verhandeln. Das führt wohl eher dazu, das man irgendwann mit dem Regime gemeinsame Sache gegen den Wandel unternimmt und damit das Sprichwort buchstäblich in Erfüllung gehen wird: Blinde Blindenleiter fallen beide in die Grube!“ Wacht auf, ihr Schläfer! Gutes Gelingen den streitbaren Helden und lasst euch von den blinden nicht beirren. Bringt die Sache zum Sieg und findet das Regime, bis die restlichen Übeltäter die Flucht ergreifen.

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  4. Ein Regimewechsel wird im Iran wohl nicht herbeigebombt werden können. Dass die Muslimbüder dort schon so lange ihr Unwesen treiben können, hat eine gewaltvolle (monarchische). Vorgeschichte. Der
    Weg zu einer Demokratie wurde einst von der USA vereitelt, leider unter Mithilfe Israels.
    Jetzt werben sie mit der Freiheit der Frauen und gleichzeitig geraten Projekte für Frauen in den USA unter Druck. Die talibanische Gewaltherrschaft war Trump doch auch egal. Das ganze ist so eine entsetzliche Heuchelei und wenn die Benzinpreise weiter klettern, wird sich die USA zurückziehen und wer sind am Ende die Schuldigen? Die Juden, die sind doch eh immer an allem schuld. Der Krieg kann die Muhlas nur für eine gewisse Zeit schwächen. Eine Verschnaufpause für Israel, mehr nicht.

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