Emiratischer Botschafter: Keine Alternative zum Frieden

Der Botschafter der Emirate in Israel lädt Staatspräsident Herzog zum Iftar-Mahl ein. Bei der Gelegenheit warnt er Muslime davor, den Ramadan für Spaltungen zu benutzen.
Von Israelnetz
Herzog bei Iftar

TEL AVIV (inn) – Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Israel, Mohammed Al-Chadscha, hat am Donnerstag Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Iftar geladen. An dem islamischen Fastenbrechen während des Fastenmonats Ramadan nahmen unter anderen auch Israels Präsident Jizchak Herzog, Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) sowie muslimische und christliche Vertreter des Landes teil. Das festliche Mahl fand im Hilton Hotel in Tel Aviv statt.

An seine Gäste gewandt sagte Al-Chaja, es gäbe keine Alternative zum Frieden. Man müsse verhindern, dass die nächste Generation den Jahrzehnte währenden Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern erbt. Zugleich verurteilte er „terroristische Gruppen und dunkle Kräfte“, die den Ramadan benutzen, um zu spalten und Spannungen zu schüren.

Herzog: Patt-Situation durchbrechen

Al-Chadscha zeigte sich froh darüber, dass die Abraham-Abkommen auch nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 Bestand haben. Die Emirate hatten sie im September 2020 unterzeichnet.

Indes betonte Herzog in seiner Ansprache den gegenseitigen Respekt und die Großzügigkeit der emiratischen Gastgeber. Weiterhin erklärte er, dass die Emirate ein „Garant für Stabilität, Wohlstand und Frieden“ seien.

„Wir erzählen eine großartige Geschichte, die vor einigen Jahren noch nicht hätte erzählen werden können: Von Nationen, die die Patt-Situation durchbrechen und in Frieden voranschreiten.“ Zudem bezeichnete der israelische Präsident seinen emiratischen Amtskollegen Scheich Mohammed bin Sajid al-Nahjan als „einen der beeindruckendsten, stärksten und weisesten Führer“ seiner Generation.

Konflikt mit Saudi Arabien

Indirekt kritisierte Herzog Saudi-Arabien, als er von Nationen sprach, die „Hass“ gegen Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate verbreiteten. Im Dezember 2025 griff Saudi-Arabien Stellungen von Jemens Übergangsrat des Südens an, der von den Emiraten unterstützt wird. 

Auch gegenüber Israel hat der saudische Kronprinz Mohammed Bin Salman seinen Ton in den vergangen Monaten deutlich verschärft. Der Normalisierungsprozess geriet nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober ins Stocken. Im November 2025 knüpfte der Bin Salman den Beitritt seines Landes zu den Abraham-Abkommen an die „Zwei-Staaten-Lösung“.

Seit dem 18. Februar begehen Muslime weltweit den Fastenmonat Ramadan. Am Montag hatte Herzog zu einem Iftar-Mahl in seiner Residenz geladen. Bei der Veranstaltung waren neben dem emiratischen Botschafter Al-Chadscha auch der Botschafter von Bahrain, Chaled Al-Dschalachma, dabei. (mw)

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2 Antworten

  1. Das sind die Momente, bei denen ich Hoffnung habe auf einen dauerhaften Frieden (mit Schönheitsfehlern) im Heiligen Land! *SHALOM
    Der HERR segne dich und behüte dich;
    der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
    der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
    4 Mose 6:24-26

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