BET SCHEAN / TEL AVIV (inn) – Die Polizei hat in Tel Aviv einen 63-jährigen Mann verhaftet, nachdem sie in dessen Wohnung ein zuvor als gestohlen gemeldetes Känguru-Baby fand. Das Tier verschwand am Donnerstag aus dem Tierpark „Gan Garoo“ im Kibbuz Nir David, nahe der Stadt Bet Schean.
Nach Angaben der Polizei brachen in der Nacht auf Donnerstag zwei Männer in den Zoo ein und stahlen ein seltenes Albino-Rotnackenwallaby. Wallabys gehören zur Familie der Kängurus, sind aber deutlich kleiner als ihre Artverwandten. Sie erreichen nur selten die Größe von einem Meter.
Nachdem Mitarbeiter des Tierparks den Diebstahl entdeckt hatten, meldeten sie ihn der Polizei. Diese eröffnete daraufhin eine Untersuchung, die schnell Erfolg zeitigte. Die Spur führte sie nach Tel Aviv. Als die Beamten die Wohnung des Verdächtigen betraten, fanden sie dort nicht nur das Känguru-Baby vor, sondern auch andere exotische Tiere, berichtete die israelische Nachrichtenseite „Times of Israel“ am Donnerstag.
Ob der Halter diese rechtmäßig erworben hat, ist Gegenstand der Untersuchung. Die Polizei nahm noch am Donnerstag einen 63-jährigen Mann in Gewahrsam, der vor Ort anwesend war und rief Veterinäre hinzu. Inzwischen ist das Känguru-Baby wieder zurück im Tierpark.
Australischer Zoo in Israel
„Gan Garoo“ wurde im Juli 1996 gegründet und ist unter anderem Mitglied der „European Association of Zoos and Aquaria“ (EAZA, Europäischer Verband für Zoos und Aquarien). Der Zoo hat sich auf die australische Tierwelt spezialisiert und wurde von Australiens Behörden lizenziert. Mit Brutprogrammen beteiligt er sich an den Bemühungen, bedrohte Arten zu erhalten.
Die namengebenden Kängurus (Gan Garoo bildet lautmalerisch den Artennamen ab und ist im Hebräischen ein Wortspiel: „Gan“ bedeutet Garten) können sich auf einem großen Areal von rund 1,6 Hektar frei bewegen. Mit mehr als 60 Tieren lebt hier die größte Känguru-Gruppe in Israel. (mw)
Eine Antwort
Der Handel mit exotischen Tieren ist leider weltweit verbreitet. Viele werden dann ausgesetzt oder getötet, wenn sie ihren Eigentümern zu viel werden. Wir haben zwei rasselose Katzen und ca. 40 Zimmerpflanzen.