Siedlergewalt im Jahr 2025 deutlich gestiegen

Von Israelnetz

Die Armee hat am Montag eingeräumt, dass sie es nicht geschafft hat, die Siedlergewalt einzudämmen. Sie registrierte im vergangenen Jahr 867 Angriffe. Das ist im Vergleich zum Vorjahr mit 682 Vorfällen ein Anstieg um 27 Prozent. Die Zahl sei zwar gegenüber dem Jahr 2023 mit 1.045 Vorfällen gesunken, aber in den Jahren 2020 und 2019 sei der Wert jeweils deutlich unter 400 geblieben. Als ein Problem sieht die Armee die Abschaffung der Verwaltungshaft für jüdische Straftäter durch Verteidigungsminister Israel Katz im November 2024. (df)

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19 Kommentare

  1. Siedlergewalt ist eine direkte Folge des palästinensischen Terrors. Nimmt der Terror ab, dann wird auch die Siedlergewalt zurückgehen.

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    1. Bei allem Respekt AlbertNola: Das ist Unsinn. Die Siedlergewalt hat nichts oder nur wenig mit palästinensischem Terrror zu tun.

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  2. Auch diese Zahlen sind sehr dramatisch, weil sie die Einstellung der Nationen gegen Israel negativ anheizen. Vergessen dürfen wir jedoch auch nicht, dass der lebendige Gott auch diese Entwicklung zulässt.
    Lieber Gruß Martin

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    1. Blub, auch ich kritisiere die Siedlungsaktivitäten oder Annexion-gedanken im Westjordanland. Netanjahu braucht
      die Siedler als Wählerschaft, weshalb er dort nichts unternimmt.

      Bei ihrer und Ludovico Kritik an der Gewalt einzelner Siedlergruppen allerdings, übertragen sie diese auf den gesamten Staat Israel oder alle jüdischen Israelis. Sie konzentrieren sich überproportional nur auf israelische Verfehlungen, während Gewaltakte palästinensischer Gruppen weniger scharf oder gar nicht von ihnen verurteilt wird. Diese Ungleichbehandlung ist ein Indiz für eine Voreingenommenheit.

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  3. Ein Recht in seiner Heimat zu Siedlern heißt es. Volle Unterstützung aus der deutschen Politik zum Zionismus und den Siedlern.

    Welche dieser Aussagen stehen nicht im Einklang mit der israelischen Politik (Zionismus)?
    1. Die USA brauchen Grönland aus „Sicherheitsgründen.“
    2. China sagt, dass Taiwan zu seinem „Kernland“ gehört.
    3. Die Russen wollen die Sowjetunion zurück, ihr „historisches Territorium.“
    4. Wir mussten die bösen Terroristen in Venezuela „zum Wohle der venezulanischen Bevölkerung“ illegal beseitigen.

    Das Gejammer unserer Politiker findet keine Resonanz in der Welt!
    Selbstmitleid ist wie in die Hose zu machen, zuerst warm und angenehm, dann aber nur noch kalt und eklig.

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    1. Keine dieser Aussagen steht im Einklang mit dem Zionismus.
      Zionismus bedeutet einfach nur die Rückkehr der Juden in die alte Heimat um den Berg Zion, die höchste Erhebung im Kernbereich Jerusalems.
      Was ist daran so missverständlich?
      Weil Ihr Antisemiten zu dumm seid für die richtige Interpretation oder ist es ein vorsätzliches, beabsichtigtes Missverstehen ?

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      1. Noch etwas, Ludovico, lesen Sie meine Antwort zu Ihrem Kommentar bezüglich des Angriffes der Siedler auf das Beduinenlager. Auch ich bin zionistischer Jude, aber herzlscher Prägung, und ich verwahre mich aufs schärfste gegen jeden Versuch, mit Typen wie Kahane oder Goldstein in einen Topf geworfen zu werden.
        DAS sind nämlich jene, auf welche sich diese Siedler berufen. Mit denen will ich in gar keinem Fall was zu schaffen haben.

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    2. Ludovico, die Gründung des Staats Israel 1948 geschah in einem bewaffneten Aufstand gegen die Kolonialmacht Großbritannien. Die frühen Zionisten strebten einen liberalen Wohlstandsstaat ohne Diskriminierung an. Dass das nicht klappte, ist nicht der Ideologie zuzuschreiben. Dass der Zionismus es grundsätzlich darauf anlege, die arabische Bevölkerung zu unterdrücken, ist eine Interpretation, die an den Tatsachen vorbeigeht. Es genügt ein Blick in Herzls Zukunftsroman „Altneuland“ aus dem Jahr 1902, um deutlich werden zu lassen, dass der Vordenker der Bewegung partnerschaftliche Beziehungen zu den Arabern anstrebte. In dem Buch wird Reschid Bey als bester Freund des jüdischen Helden David Littwak dargestellt, Religionen sind in dem europäisch geprägten Utopia gleichgestellt.

      Selbst der zionistische Rechtsausleger Wladimir Jabotinsky, der die Gründung eines jüdischen Staats auf beiden Seiten des Jordans verlangte, sprach sich für die Gleichheit und eine teilweise Autonomie der Araber im kommenden Staatswesen aus – anders als so manches Mitglied im Kabinett von Benjamin Netanjahu.

      Während Jabotinsky in den 1930er Jahren die angeblich zu lasche Haltung der zionistischen Führung im damals britischen Mandatsgebiet Palästina geißelte, verlangten umgekehrt die pazifistisch gesinnten Anhänger der Bewegung Brit Shalom, der auch Gershom Scholem angehörte, den Verzicht auf die Gründung eines jüdischen Nationalstaats und plädierten stattdessen für einen binationalen Staat. Dies alles geschah unter dem ideologischen Dach des Zionismus.

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    3. Ludovico, der Zionismus ist von einer besonders hohen Warte gestartet. Die jüdisch geprägte Gesellschaft sollte politisches wie kulturelles Vorbild unter den Nationen werden, Wohlstand für alle ihre Bewohner garantierend und technisch auf höchstem Niveau. In ihr sollte die Religion nicht dominieren, wohl aber die reine Wissenschaft. Eine Insel der Humanität also. Ganz so ist es nicht gekommen. Das kann man kritisieren. Den Zionismus dafür verantwortlich zu machen, ist irrtümlich.

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      1. @Gideon Lahav
        So der geschriebenen Text, hier ist die Realität: Der Premierminister wurde wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Alle Menschenrechtsorganisationen, auch israelische, beklagen Apartheid im Westjordanland. Wegen Gaza hören die Vorwürfe des Völkermords nie mehr auf. Jeden Tag hört man aus Israel „Lasst uns den Iran angreifen.“
        Besetzung im Libanon, in Syrien, im Gazastreifen, im Westjordanland. Persönlichkeiten wie Gvir und Smotrich sind führende Kräfte in der Regierung.
        All dies unter dem Deckmantel der zionistischen Politik. Das scheint überhaupt nicht zu den Zionismus zu passen den Sie wiedergeben.

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        1. Ludovico, viele Strömungen (wie der liberale Zionismus) befürworten eine Zwei-Staaten-Lösung innerhalb anerkannter Grenzen, und lehnen eine dauerhafte Besatzung ab.
          Die von Ihnen genannten Politiker, Ben-Gvir und Smotrich, vertreten den Religiösen Zionismus in einer extremen Ausprägung, diese Strömung sieht das gesamte Land zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan als gottgegebenes Eigentum an.
          Viele andere Zionisten (sowohl in Israel als auch in der Diaspora) werfen dieser Strömung vor, eine aggressive Expansionspolitik oder eiene Ablenkung von internen Problemen, und den Zionismus zu pervertieren, da ihre Politik die demokratische Basis Israels und die Sicherheit des Staates durch dauerhafte Konflikte gefährde.
          Die aktuelle Regierung nutzt den Begriff „Zionismus“, um den Ausbau von Siedlungen zu legitimieren.
          Obwohl die Besatzung den ethischen Werten des Zionismus widerspricht, der ursprünglich auch auf universellen Werten und der Anerkennung anderer Völker basieren sollte.
          Für mich ist es ein Missbrauch des Begriffs, um eine rechtsnationale und messianische Agenda voranzutreiben, die das ursprüngliche Ziel eines sicheren, demokratischen Zufluchtsortes für Juden gefährdet.
          Der Zionismus ist heute also keine einheitliche Ideologie mehr, sondern ein politisches Schlachtfeld zwischen jenen, die einen demokratischen Staat in sicheren Grenzen wollen, und jenen, die einen religiös-maximalistischen Staat anstreben.

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          1. @Gideon lahav
            Bei allem Respekt, wen interessiert es schon, was Zionismus ist oder in Israel bedeutet, wenn Millionen Palästinenser darunter leiden?

            Ich sehe Zionismus als gleichwertig mit Rassismus an. Er basiert auf der Überzeugung, dass eine ethnische Gruppe ein überlegenes Recht auf das Land hat. Deshalb finde ich die Kritik von Zionisten in Richtung AFD äußerst heuchlerisch.
            Man kann nicht die extreme Rechte im Ausland unterstützen und dann hierzulande Glaubwürdigkeit den Kampf gegen Rechts führen.
            Wie viele Menschen hier im Forum wählen die AfD?
            Ich frage mich das wirklich.

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          2. Ludovico, es fing gut an, aber jetzt verlassen sie wieder den sachlichen Diskurs.

            Ich wiederhole mich nochmal:
            Zionismus ist nicht die Überzeugung einer Gruppe, die ein überlegenes Recht auf das Land hat, sondern eine politische Ideologie und eine legitime nationale Befreiungsbewegung, die historisch als Reaktion auf den Antisemetismus in Europa entstand, mit dem Ziel, einen sicheren Zufluchtsort für Juden zu schaffen.
            Rassismus hingegen ist Diskriminierung aufgrund Hautfarbe und Herkunft, die
            in Israel nicht gibt, da Juden und andere ethnische Gruppen die gleichen Rechte in Israel genießen.

            Und warum finden sie es heuchlerisch, wenn man sich als Jude oder Zionist gegen die AFD stellt? Ist es ihnen überhaupt klar dass es sich um die AFD nicht nur um eine rassistische und Homophobe Partei handelt, sondern auch um eine Antisemitische Partei? Die AFD ist die größte Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland.

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  4. Dann muss eben die Verwaltungshaft für jüdische Straftäter so schnell wie möglich wieder eingerichtet werden.

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  5. Shalom,-Albert Nola@-Der Siedlerterror hat nichts mit dem palästinensischem Terror zu tun!!! Das sind 2 grundverschiedene Dinge.dDoch sich damit zu befassen braucht viel Zeit und man muss Geschichte,Zeit und Realität sehr gut kennen.Das kann man nur wenn man DORT-IN ISRAEl-gelebt hat!!! Jerusalem

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  6. Shalom,-Martin@-Sie haben völlig Recht mit ihrem Kommentar.Wäre auch ich dafür.Doch unter der jetztigen Sch…..Regierung wird dies nicht geschehen!!!Netanyahu und sein Gefolge machen lieber das Land und den Ruf ISRAELS kaputt.Ich sehne die nächsten Wahlen herbei. (Auch wenn Leute hier im Forum sagen-Netany.guter Mann-) Jerusalem

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