David Cunio dachte über Suizid nach

Von Israelnetz

In einem Interview des Fernsehsenders „Kanal 12“ hat die ehemalige Hamas-Geisel David Cunio am Montag über seine Zeit in den Händen der Terroristen im Gazastreifen berichtet. Angesichts der Folter, des Hungers und des psychologischen Terrors habe er in Erwägung gezogen, sich mit einer Überdosis an Tabletten das Leben zu nehmen. Cunio sprach auch über die Qual der Ungewissheit bezüglich seines Bruders Ariel, der ebenfalls entführt wurde, und die schmerzvolle Trennung von seiner Frau und den Kindern. Auch diese waren entführt und im November 2023 freigelassen worden. (mh)

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6 Antworten

  1. David Cunio, bester Freund von Yarden Bibas. Wie froh und dankbar bin ich, dass David Cunio durchgehalten hat und er seine Familie und die Zwillinge wieder hat. Die Terroristen befahlen ihm anfangs, die dreijährigen weinenden Mädchen zum Schweigen zu bringen. Wie leicht hätte auch ihnen passieren können, was Shiri, Ariel und Kfir Bibas angetan wurde. Es ist nur grauenvoll, was sie alle durchmachen mussten. (Times of Israel) Und es ist nicht möglich, einfach da weiterzumachen, wo man am 7.10.23 herausgerissen wurde.
    Ich wünsche allen Geiseln, dass sie an Körper und Geist genesen dürfen und bitte Gott um Heilung für ihre Verletzungen.
    „Komm zu Jesus und leb.“ (Lied Andrea Adams-Frey) 🙏🎗🇮🇱

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  2. David dachte über Suizid nach. Verständlich! Er befand sich in einer Einbahnstraße ohne einem vorläufigen Ausgang. Nur Dunkelheit und die Einsamkeit und Folter und Hunger. Man muss starke Nerven haben und die Hoffnung nicht aufgeben. Ich „muss“ ist das Gebot einer Stärke zu überleben wollen. David besaß diese Stärke und somit hatte er sein Leben gerettet. Dennoch vermute ich, in einer psychiatrisch-psychologischen Behandlung werde er bleiben müssen denn diese Erlebnisse kann man nicht vergessen, genauso wie den Holocaust nicht. Die Erinnerungen fressen sich in das Gehirn ein und lassen nicht los! Ich weiß es aus meiner Erfahrung wenn ich nicht im KZ-Lager war. Es betraf meine Verwandtschaft und meine Mutter. Ihre Diagnose Jahr 1962: — belastet als Folge der überstandenen Jahren im KZ-Lager und Verlust ihres geliebten Ehemannes. Ich gehe durch die Straßen und diese Vergangenheit geht unsichtbar neben mir her. Ich rate David zu versuchen das Leben zu genießen, Gott hat es ihm gegeben! Meine Mutter hat das Leben nicht mehr genoßen. Karin

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    1. @Karin : die Reaktionen und Überlebensstrategien von Shoah-Überlebenden sind individuell sehr verschieden. Ich hatte das Glück , einen Überlebenden kennen zu lernen, dessen Devise war : jeder Tag, an dem ich lache, ist ein Tritt in den A…Hitlers. Er wurde fast hundert Jahre alt, sein liebes Lächeln sehe ich immer noch vor mir.

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