Niederländische Christen verschenken Tulpenzwiebeln

Die niederländische Organisation „Christen für Israel“ bringt Tulpen nach Israel. Jetzt knospen die ersten bereits auf.
Von Israelnetz
Tulpen

JERUSALEM (inn) – Mehr als 50.000 Tulpen blühen entlang der Grenze zum Gazastreifen gerade auf – und erinnern daran, dass ein Neuanfang und vielleicht sogar Heilung möglich ist. Hinter der Blumenpracht steht die niederländische Organisation „Christenen voor Israel“ (CVI, Christen für Israel). Ende November 2025 veranstaltete sie eine Reise, um die Tulpenzwiebel in die Kibbuzim zu bringen.

Christliche Organisation: Blumen zeigen Verbundenheit mit Israel

Das Projekt ist nicht neu: Seit nun 25 Jahren bringt die christliche Organisation Tulpenzwiebeln als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit nach Israel. 

Für die Übergabe veranstaltet CVI jeden Herbst sogenannte „Tulpentouren“. Auf diese Weise gelangen jährlich mehr als 100.000 Blumenzwiebeln nach Israel. Die Teilnehmer helfen bei der Einpflanzung und können Israel zudem „jenseits der Schlagzeilen“ kennenlernen, erklärte Projektleiter Johan van der Ham nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite „Times of Israel“ am Sonntag. 

Seit dem 7. Oktober 2023 stehen vermehrt jene Orte im Vordergrund, die schwer von dem Hamas-Massaker getroffen wurden. Von den circa 150.000 Tulpenzwiebeln, die CVI vergangenen Herbst nach Israel gebracht hat, ging rund ein Drittel in die Grenzregion Gaza, erklärte van der Ham. An manchen Orten beteiligen sich auch Kindergärten an der Aktion.

Berührende Begegnung mit Scharabi

Während der jüngsten „Tulpentour“ traf die Gruppen auf die ehemalige Geisel Eli Scharabi; der Israeli kam im Februar 2025 frei. In einem Beitrag auf der CVI-Website äußerte sich der Projektleiter dankbar über die Begegnung. Die Tulpenzwiebeln seien „ein einfaches, aber symbolisches Geschenk aus den Niederlanden und Belgien: ein Zeichen der Verbundenheit, Liebe und Solidarität. Tulpen, die nach dem Winter wieder blühen, erinnern uns an Heilung, Widerstandsfähigkeit und neues Leben“. 

Weiter zitiert van der Ham einen Bibelvers aus Amos 9,15: „Ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Lande ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.“ Elis Geschichte sei ein lebendiges Zeugnis für diese Verheißung. „Das jüdische Volk lebt und kehrt zurück.“

Die Organisation „Christen für Israel“ wurde 1979 in den Niederlanden gegründet und hat ihren Sitz in Nijkerk. Sie versteht sich als überkonfessionelle Bewegung und ist weltweit vertreten, darunter in den USA und in Südkorea. Im Mai 1998 ging daraus die deutsche Organisation „Christen an der Seite Israels“ hervor. (mw)

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3 Antworten

  1. Es freut mich, dass Tulpenzwiebel aus Holland in der Grenzregion zum Gazastreifen eingepflanzt worden sind und groesstenteils aufgegangen sind und jetzt schon Blüten ansetzen. Meine Eltern hatten früher immer Tulpen im Garten. Leider bilden sich die Ableger der Tulpenpflanzen immer auf die Wildform zurück.

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