Meinung

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk zeigt seine Fratze

Die Stimmung gegen Israel und Juden nimmt zu. Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk leistet dazu seinen Beitrag. Ein Kommentar
Von Daniel Frick
Fernbedienung Fernseher

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk hat sich in den vergangenen Wochen mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert. Die Satiresendung „Extra 3“ nahm am Donnerstag das Weihnachtsfest aufs Korn („Weihnachten simpel erklärt für Aliens“) – das ist an sich in Ordnung. Doch um Wirkung zu erzielen, war auch die Rede von Jesus als „jüdisch-palästinensischem“ Kind.

Wer dies wohlwollend betrachtet, kann es als verzweifelten Versuch der Autoren abtun, witzig sein zu wollen. Der Gag zielte darauf ab, dass das Fest aus einem Kuddelmuddel an Traditionen besteht, schwer verständlich für Außenstehende. Das Dumme ist: Er muss sich eigentlich historischer Fakten bedienen, um diese dann durch den Kakao ziehen zu können. Alles andere ist billiger Klamauk.

Versuche der Austilgung

Die Darstellung ist aber nicht nur historisch falsch – der historische Jesus war schlicht „jüdisch“ –, sondern zudem ein Nadelstich gegen Juden: Der römische Kaiser Hadrian nannte im 2. Jahrhundert (nach Christus!) die Provinz Judäa in „Palästina“ um mit dem Ziel, jeden jüdischen Bezug gedanklich auszutilgen. Die jüdische Identität sollte ausgemerzt werden.

Gut dreihundert Jahre vorher hatte Ähnliches bereits Antiochos IV. Epiphanes versucht. Der Seleukidenherrscher entweihte die heiligste Stätte der Juden, den Tempel, und verbot jüdische Religionspraxis unter Androhung der Todesstrafe. „Staatsterrorismus“ nennt die Forschung diesen damals einzigartigen Angriff auf ein Volk.

Juden feiern dessen Scheitern bis heute mit dem Chanukka-Fest. Im Vordergrund steht dabei das Wunder vom brennenden Leuchter im Tempel. Im Grunde ist es ein Fest der Selbstbehauptung des jüdischen Volkes gegen einen wahnsinnigen Gegner. Ähnlich der Terroristen, die am Sonntag mehrere Juden beim Chanukka-Fest in Sydney ermordeten.

Verzerrende Darstellung

Und ähnlich der Hamas, zu deren Zielen die Vernichtung Israels und Tötung von Juden gehört. Bekanntlich bediente sich die Terrorgruppe dazu perfider Methoden, verschanzte sich etwa in Schulen. Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann empörte sich zum ersten Jahrestag des Terrormassakers bei „Maischberger“ darüber, dass Israel derlei missbrauchte Einrichtungen auch beschießt – doch die Gründe dafür verschwieg sie dem deutschen Publikum.

Das ist nicht nur Verunglimpfung des jüdischen Staates im Kampf um seine Selbstbehauptung, das ist Propaganda der Terroristen. Aber in Deutschland erhielt von der Tann für diese Form der Berichterstattung einen Journalistenpreis, vergeben von einer Jury mit ÖRR-Journalisten und Anfang Dezember verliehen im Funkhaus des WDR.

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Israel am Pranger

Doch auch das ZDF steht der Stimmungsmache gegen Israel in nichts nach. Der Sender arbeitete über ein Partnerunternehmen mit Hamas-Mitgliedern zusammen, will von solchen Angestellten aber nichts gewusst haben. Chefredakteurin Bettina Schausten versuchte kürzlich vor dem ZDF-Fernsehrat, diesen Skandal zu entkräften – auf Kosten Israels: „Wir müssen die Berichterstattung sicherstellen“, sagte sie und ergänzte: „Wir können es eben nicht so halten, wie Israel es hält, die israelische Bevölkerung nicht über die Situation im Gazastreifen zu informieren.“

Diese Sicht ist dreist und überheblich. Israelische Medien berichten durchaus über die Lage in Gaza. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Volker Beck kommentierte die Äußerung mit treffender Ironie: „Wir als ZDF wussten nichts, aber trotzdem immer alles besser als Israel.“ Eigentlich muss man es schärfer formulieren. Was Schausten hier getan hat, ist der typische Reflex aller Antisemiten dieser Welt: Um von eigenem Versagen abzulenken, wird auf Juden eingedroschen.

Gefährliche Stimmungsmache

Diese Art von Ausfällen bewirkt eine gewisse Stimmung. Antisemiten, die mehr als nur Verunglimpfungen im Sinn haben, fühlen sich bestärkt. Die Hemmschwelle für Gewalt gegen Juden in aller Welt sinkt.

Während die „Zivilgesellschaft“ ständig „Wehret den Anfängen“ ruft, merkt sie nicht, dass wir über die Anfänge längst hinweg sind – wie sonst sind die Terroranschläge und Nachstellungen gegen Juden in Israel und weltweit zu deuten? Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk leistet dazu seinen Beitrag – durch dummdreiste Satire, Geschichtsklitterung, Überheblichkeit und dumpfe Reflexe.

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41 Antworten

  1. „Die Stimmung gegen Israel und Juden nimmt zu.“
    Dem ist nichts hinzuzufügen, in den öffentlich rechtlichen Medien, genauso wie überall! Wird es nicht Zeit, über die richtigen Ursachen nachzudenken, anstatt nur immer zu schimpfen? Könnte hier nicht Israelnetz die Speerspitze werden?
    Lieber Gruß Martin

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    1. Dem kann ich folgen, Untertan, es ist ein sachlicher Vorschlag, anders als das, was Sie sonst von sich geben.
      Ich habe übrigens schon lange den Verdacht, daß Sie zwei Gesichter haben.
      SHALOM

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  2. Vielen Dank an Daniel Frick für diesen Kommentar, der die Verwerfungen in unserer Medienlandschaft und Gesellschaft punktgenau benennt!

    Besonders der letzte Absatz umfasst genau die Aberwitzigkeit, der wir täglich ausgesetzt sind: Fromme Reden mit Blick auf ausschließlich gestern, während das im Heute grassierende Krebsgeschwür des Antisemitismus blüht wie seit 80 Jahren nicht mehr, ohne dass eine Welle der Empörung darüber durch Deutschland zu vernehmen ist.

    Dummdreiste und heuchlerische, vermeintlich Intellektuelle übernehmen die Deutungshoheit in Kultur, Institutionen und Gesellschaft, ohne ausgebremst zu werden.

    Der Schutz jüdischen Lebens in Deutschland und der Welt darf nicht allein auf polizeilichen Schutz von jüdischen Kindergärten, Schulen, Synagogen etc. beschränkt werden. Zum Schutz gehört unerlässlich das Eintreten gegen jegliche Form öffentlich geäußerter antisemitischer Bekundung, wo auch immer er sich zeigen mag, damit auch der Letzte in unserer Gesellschaft endlich begreift, dass Antisemitismus, insbesondere hier in Deutschland, keinen Platz in einer demokratischen, werte-orientierten Gesellschaft haben darf.

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  3. Paulus schreibt im Neuen Testament im Brief an die Epheser, dass „wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen, sondern gegen Dämonische Mächte“. Wir leben in einem geistlichen Krieg, in dem der satan alles
    von Gott geschaffene und geborene vernichten will. Im Blick auf Israel wird dies deutlich, an den Pogromen und Verleumdungen der Juden seit mehr als 2 Jahrtausenden.
    Aber Gebet ist machtvoll – für den Schutz Israels und auch für objektive Berichterstattung in den Medien.

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  4. Es ist immer wieder bitter für mich zu erfahren,, dass es eine Welt mit Israel Netzwerk und z.B: Fokus Jerusalem (Bibel TV) gibt und zum Anderen die böse, große Medienwelt gibt, in der sich die ganzen Israel-feindlichen Darstellungen und Lügen befinden.
    Leider denkt die große Masse NICHT über die falschen Darstellungen nach, weil die große Masse trotz Demokratie nur Israel-feindlich „informiert“ wird.
    Ich hoffe auf die bessere Zeit, in der die WAHRHEIT ans Licht kommt.
    „Extra 3“ hatte ich in anderen Folgen auch schon mal gesehen, nur da wurden zu Recht Dinge aufs Korn genommen, während in dieser Folge, die ich hier nur erfahren habe, leider BEIDE biblischen Weltreligionen aufs Korn genommen werden. Das ist die Tendenz, dass alles, was von Gott kommt, schonungslos in den Schmutz gezogen wird, gerade im ÖRR. Es wird sich ändern, die Frage ist nur, wann…

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  5. Lieber Herr Frick,

    herzlichen Dank für Ihren Meinungsartikel, dem ich voll zustimmen kann. Besonders perfide ist tatsächlich die Mitbezeichnung „palästinensisch“ bei Jesus, denn genau das sagt den Menschen, die sich nicht näher mit dem Thema auskennen (und das ist die Mehrheit), dass es die „Palästinenser“ wohl damals schon gab und Jesus ganzer bzw. halber „Palästinenser“ war. Dass diese historische Bezeichung rein gar nichts mit jenen zu tun hat, die sich heute so nennen, denn es gab sie damals schlichtweg nicht, wissen doch nur die Allerwenigsten. All diese historische Desinformation trägt zur Delegitimierung der Juden und des jüdischen Staates Israel in der heutigen Zeit bei.

    ARD, ZDF, ihre Dritten und ihre Info-Kanäle machen sich mitschuldig und beteiligen sich regelrecht am medialen Kampf gegen Israel – manchmal direkt, manchmal indirekt. Als zwangsfinanzierter Rundfunk, der gesetzlich bzw. laut Staatsvertrag anderen Regeln unterliegt als Privatsender, ist das zusätzlich noch mal erst recht extrem skandalös und unverschämt.

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  6. Bitte nicht dieses Jahr wieder Jesus mit Palituch in Krippe! Biiitte nicht!😱😱🇮🇱🇮🇱

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    1. Nein, liebe Manu, mit Gebetsmantel wäre es richtig.

      Lasst uns doch endlich als „Heidenchristen“ unsere jüdischen Wurzeln entdecken, würdigen und achten. Das hat nichts mit plumpen Philosemitismus, einer gehypten, evangelikalen Haltung oder einer Vereinnahmung zu tun, sondern mit Wahrheit und Ehrlichkeit, denn wir glauben weder an Odin noch an Jupiter, weder an Krischna noch an Allah, sondern an JHWH!

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      1. So ist es! „…du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich“ (Röm. 11, 18b) Und der Herr Jesus bezeugt in Off. 22, 16: „Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“

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      2. @Chris(Chrissen)
        Na wenn ich an den Bericht vom letzten Jahr denke! Jesus im Palituch in der Krippe!😱😱😱 Völlig verunstaltet.

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        1. Ja, liebe Manu, das Wort „verunstaltet“ trifft es ganz genau.

          Wenn Christen ihre eigene Schrift ernst nehmen, ist Jesus eins mit dem Vater (ganzer Gott und ganzer Mensch), der Vater aber wiederum ist der HERR (JHWH), dessen Augapfel die „Kinder Israel“ (Juden) sind, nicht die Kinder (dieses künstlichen Begriffs) „Palästina“ …

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  7. Ein sehr guter Artikel! Man würde ihm eine große Verbreitung in den deutschen Medien wünschen, denn der ÖRR hat unverständlicherweise noch immer eine große Reichweite und trägt mit seinen verkürzten und verbogenen Berichten zu dem leider zunehmend negativen Bild Israels in Deutschland erheblich bei.

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  8. Hallo, es ist gut, dass hier viele für israel sind, begriffen haben, dass Land und Volk unsere Glaubenswurzel ist. Nur einen Vorschlag: statt sich hier vordergründig auszutauschen, wäre es wirklich gut, an die genannten Öffentlichen zu schreiben: klar aber auch höflich. Immer wieder – steter Tropfen höhlt den STein, sagt ein Sprichwort. WEnn viele das tun, inbegriffen an ARD, ZdF usw. Bitte nicht sagen, das nützt nichts … Das hier ist eine Info unter Israelfreunden – also wird auf die genannten Medien wohl kaum einen Einfluss haben. Aber wenn sich Hunderte, ja Tausende immer wieder an die genannten Sender etc. wenden, hat das einen Einfluß! Vielleicht nicht immer so schnell und so wie wir es uns wünschen würden und wir kriegen es nicht unbedingt gleich persönlich mit – aber es ist nicht nutzlos! Ich sage das aus Erfahrung, und auch Zeitungsverlage haben mir bestätigt, dass sie, wenn viele Zuschriften, Anrufe usw. kommen, dass sie das nicht ignorieren können. Wäre doch toll, wenn wir uns neu drüber machen … Shalom

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  9. Jesus ein Palästinenser. So sagen es auch die aus der Palinazi Szene. Und die ‚ deutschen Christen‘ halluzinierten dereinst Jesus als ‚Arier‘. Schon der verstorbene Herausgeber des Magazins ‚Konkret‘, Herr Gremliza, nannte u.a. ‚ARTE‘ Radio Ramallah und verlängerte Arme der Fatah. Schon kurz nach 10/7 konnten sich die Mitarbeiter dieser Sender nicht an sich halten in ihren antisemitisch inspirierten Tiraden gegen Israel…es macht schon wütend!

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  10. M.E. ist das lamentieren und streiten darüber, ob Jesus Jude oder Palästinenser war, oder genannt werden darf, völlig nebensächlich.
    Entscheidend ist was er getan und gepredigt hat uns was uns zu Christen macht. Vieles hat manchen nicht gefallen.

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    1. Das ist ganz und gar nicht nebensächlich, denn wäre Jesus kein Jude gewesen, hätte er für die Juden damals, die ihm folgten und an ihn glaubten unter römischer Besatzung, auch nicht der Maschiach (Messias, Christus) sein können, mal ganz zu schweigen von der Heiligen Schrift, der Thora, und der Lehre des Neuen Bundes.

      Das mit dem „Palästinenser“ könnte man als „Nebensächlichkeit“ abtun, es ist aber eine bösartige Lüge, die die heutige (!) Politik manipulieren und Christen gegen den jüdischen Staat aufhetzen soll!

      Zu sagen, es ginge ja nur um das, was Jesus gepredigt und gelehrt hat, ist reichlich naiv und gefährlich.

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      1. @Chris(Chrissen)
        Stimmt genau. Und was Jesus predigte,lässt sich für die meisten Palästinenser sowieso nicht mit deren Einstellung vereinbaren. Da braucht man gar nicht drüber diskutieren.

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    2. Es ist nicht egal. Das Heil kommt von den Juden, sagt die Bibel. Jeshua wurde in eine jüd. Familie hineingeboren. Warum wohl? Hätte ja auch eine römische sein können oder irgendeine andere. Gott hat entschieden. Ob es den Palästinensern nun passt oder nicht.

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  11. Da lob ich mir im Vergleich dazu doch die israelischen Medien, die sich seit Kriegsbeginn einer freiwilligen Selbstzensur unterworfen haben und aus dem Gaza-Streifen grundsätzlich nur kämpfende israelische Soldaten zeigen! Die Hysterie um die Preisverleihung von Sofie von der Tann, die sowieso jedes Wort auf die Goldwaage legen muss und am besten vor jeder Kritik an Netanjahu und seinen rechtsextremen Kabinetts-Mitgliedern 10 x „die Hamas ist eine Terrororganisation“ gebetsmühlenhaft wiederholen muss, weil sie sonst Antizionistin ist, hat einmal mehr gezeigt in welche Richtung rechtsnationale israelische Fanatiker, keineswegs gleichzusetzen mit dem israelischen Volk, den Diskurs im ÖR gerne verschieben würden, Donald Duck alias Trump ist das große Idol dabei, wie man so was hinbekommt! Da lob ich mir Gideon Levy: „in einem bayrischen Dorf wissen die Menschen mehr über Gaza als wir Israelis, die gerade eine Stunde weg davon leben“ Übrigens auch ein Beitrag vom zweiten Deutschen Fernsehen ….

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    1. Geschichtsklitterung und Halbwahrheiten bleiben eine Manipulation der Zuschauer, da können Sie dieses Kind, das mehr Aktivistin als Journalistin ist, so verteidigen, wie Sie es nur wollen, und den ÖRR so über den Klee loben wegen seiner verlogenen Einseitigkeit, wie es Ihnen beliebt. Das ändert nichts an der Wahrheit.

      Und ich schreibe es noch mal: der ÖRR hat eine gesetzlich genau geregelte Funktion und darf sich anders als die Privatsender nicht mit einer Seite gemein machen!

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      1. wer die „Wahrheit“ gepachtet hat, darf das so sehen, wie alle religiösen Fanatiker ganz gleich welchem Gott sie huldigen…

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        1. Na ja, und wer die Wahrheit nicht gepachtet hat, relativiert für gewöhnlich und darf gerne ignorant sein … Man erkennt das ja …

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  12. Wer schaut eigentlich diese Sender noch an ? .Alle.. die glauben die Wahrheit kommt von den öffentlich-rechten Sendern ??? Trotzdem Danke für die Aufklärung !

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  13. Der Absicht Ihres Kommentars besteht offenbar darin, eine negative oder sogar antisemitische Stimmung gegen Juden und Israel abzuwehren. Diese Absicht teile ich ausdrücklich. Sie bedienen sich aber einer Polemik, die mich als Leser stört und die ich für unseriös halte. Die Überschrift bedient eine Monstersprache, von einer „Fratze“ zu sprechen wie von einem Ungeheuer. Das einzige aktuelle Beispiele ist das aus der Satiresendnung, die ich gesehen hatte und die nicht geeignet ist eine antisemitische Absicht zu haben. Für die Geschichtswissenschaft schwing bei der Bezeichnung „Palästina“ für die Zeit der Römer nicht eine antijüdische Absicht mit. Was mich stört: Selbstverständlich war Jesus jüdisch. Aber Sie verallgemeinern die Bezeichnung in der ironischen Satiresendung zu einem allgemeinen Kritik an „den öffentlichen-Rechtlichen“. Es gibt Hunderte von Berichten, Nachrichten, Sondersendungen, Reportagen zu Israel, zu Juden, zu Antisemitmismus in der Mediathek der Öffentlichen-Rechtlichen, viele hervorragend recherchiert, bildend und wertvolle Beiträge im „Kampf“ gegen Antisemitismus. Mir als Leser tun Sie keinen Gefallen, die Öffentlichen-Rechtlichen pauschal zu einer „Fratze“ zu machen, sondern Sie bedienen damit rechtsextreme Narrative gegen die öffentlichen-Rechtlichen, wie Sie gerne von der AfD gepflegt werden. Schade, das hat Israelnetz doch nicht nötig, oder?

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    1. Gute Dokus über Antisemistismus im ÖRR? Vielleicht jene, die sich mit der NS-Zeit oder wenigen, wirren Rechtsextremisten aus der heutigen Zeit beschäftigen. Den eigentlichen großen Antisemitismus, ja Judenhass, aus dem riesig-monströsen Spektrum der Linken, Grünen und Roten sowie einer großen, bestimmten Migrantengruppe unterschlägt der ÖRR in seinen Dokus, und wenn er einmal darüber berichtet und „recherchiert“, wird oft genug sofort relativiert und letztlich verharmlost. Das Böse MUSS laut ÖRR in einer Zeit der 1930er und 1940er oder bei ein paar wenigen Glatzköpfen heute liegen – alles andere wird ausgeblendet.

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    2. @ Dr. Michael Rohde

      Ihre Vorwürfe und Unterstellungen laufen vollständig ins Leere.

      Es gibt wohl kaum ein Forum, das sich so sehr um den ausgewogenen Meinungsaustausch zum Thema Israel bemüht wie Israelnetz. Und das sowohl hinsichtlich der Kommentatoren von Seiten der Leserschaft, als auch der Redakteure.

      Es ist vielmehr so, dass wir durch den engagierten Austausch nach intensiver Recherche von Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zu der Gewissheit kommen mussten, dass die Berichterstattung der ÖRM mehr als fragwürdig einseitig zu Lasten des Ansehens Israels ausfällt.

      Anfangs hat mich diese bittere Erkenntnis sehr belastet, da ich den größten Teil meines Lebens auf die Integrität des ÖR vertraut habe. Ich kann nicht sagen, wann dieses Erkennen so deutlich wurde, dass ich mich gezwungen sah, durch Ausweichen auf viele unterschiedlichen Quellen zur ausgewogenen Information die ö.-r. Berichterstattung zu ergänzen.

      Tatsache ist aber, dass ich die in den letzten Jahren zunehmend zu beobachtende israelfeindliche Einstellung von vielen auch aus der Mitte unserer Gesellschaft auf eben diese einseitig – bisweilen sehr geschickt unterschwellig eingefärbte – israelfeindliche Nachrichten-Gestaltung der ÖRM zurückführe.

      Die User dieses Forums im Hau-Ruck-Verfahren dem Anhängerkreis rechtsextremer Gruppierungen wie der AfD zuzuordnen, ist zu kurz gegriffen und sagt vielmehr etwas aus über Ihre – sehr undifferenzierte – Sicht und Einordnung der aktuellen Geschehnisse.

      Und abschließend: Wie anders sollte man Antisemitismen bezeichnen, wenn nicht als böse „Fratze“?!

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  14. Der ÖRR „berichtet“ unsachlich? Ist ja ganz was Neues. Wer Ironie findet darf sie behalten.
    Aber herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis

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  15. Ganz allgemein möchte ich anmerken, dass ich Gott unendlich dankbar bin, dass ich an ihn, seinen Sohn, sein Wort glauben darf und entsprechend verstehen darf, dass die Juden weiterhin sein Volk sind, das er beschützt und letztlich zur Erkenntnis seines Sohnes führen wird.
    Dies alles ist Gnade Gottes – und ich habe nicht das Recht mich über andere zu erheben. Leider lese ich hier in den Kommentarspalten oft ein Bashing Andersdenkender, ein Beschimpfen und Verunglimpfen, das m. E, nicht dem Geist Christi entspricht – egal was die anderen reden oder tun. Auch sie sind Geschöpfe Gottes, auch für diese ist Christus gestorben. Wir sollten nicht über andere richten und den Stab brechen, sondern für sie beten.
    In diesem Sinne SHALOM und gesegnete Weihnacht

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    1. Ihrem Kommentar schließe ich mich herzlich gerne an. Es muss geistlich beurteilt werden (s. 1. Kor. 2, 14b). Alle anderen Einschätzungen greifen zu kurz.
      Shalom und eine gesegnete Adventszeit!

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    2. Hallo MacGregor!

      Die Frage ist doch, wer wann was als Beschimpfung oder Beleidigung empfindet – das ist so subjektiv.

      Obwohl ich schwul bin, habe ich, da ich extrem viel von Meinungsfreiheit halte, eher Milde und sogar Verständnis, wenn Leute „frei Schnauze“ ihre Meinung zur Homosexualität äußern. Ich selbst habe viele Freunde, die mit dieser Neigung nichts anfangen können und aus Glaubensgründen sehr, sehr kritisch sehen. Andere Schwule würden da sofort reflexartig und gekränkt „Homophobie“ schreien.

      Zudem sind Gott sowie seine Propheten und diejenigen, die er in den Dienst berufen hat, ebenfalls überhaupt nicht zimperlich darin, etwas oder jemanden zu verurteilen, zu ermahnen und sogar auszusondern aus der Gemeinschaft, auch Jesus selbst nicht. Das Eine, was Jesus im Sinne der Sanftmut und Vergebung lehrt, schließt das Andere nicht aus. Das machen nur Menschen, die Biblisches gegeneinander ausspielen wollen und ihre „Lieblingsstellen“ haben, nämlich jene, die „nett“ sind. (Wobei ich das Ihnen wirklich absolut NICHT unterstelle. Das soll nur ein Beispiel oder ein Hinweis sein.)

      Viele Grüße und ebenfalls gesegnete Weihnachten.

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  16. Der ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann Presseakkreditierung in Israel sofort wegnehmen!

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    1. Nein, Albert,das wäre kontraproduktiv, denn genauso brauchen wir diese kritischen und auch die offen antisemitischen Stimmen für die Schärfung unserer Wahrnehmung und und unserer Argumente.
      Das mag uns nicht gefallen, aber es ist notwendig, um uns alert zu halten, um zwischen den Zeilen zu lesen.
      Wenn wir nur die positiven Stimmen zuliessen, wären wir in der Tat verwundbar, da wir den Feind dann nicht kennen.
      Bedenken Sie, Albert, einige von uns haben gelernt, den Gegner mit seinen eigenen Argumenten zu schlagen, das können sie aber nur, weil sie ihn und seine Methoden kennen.
      SHALOM

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      1. Ich bin nicht ganz überzeugt, aber meine Ehefrau, lieber Klaus, gibt dir Recht und sie irrt nie.

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        1. Albert, ich bin sicher, daß es auch ISRAEL NETZ nicht ganz leicht fällt in dieser Hinsicht, ich selbst habe mal die Erfahrung gemacht und auch das Netz selbst dazu befragt, aber die Moderation ist zur Neutralität verpflichtet und im Sinne einer fruchtbaren Kommunikation wird auch der Gegner mit seiner Meinung zugelassen. Nur Beleidigungen oder offene Aufrufe zu Gewalt oder Mord fallen unter den Index. Damit müssen wir leben, das ist Demokratie.
          Wir sollten damit umgehen können.
          SHALOM HA CHANUKKA

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  17. Ich glaube Johannes Gerloff hat vor nicht allzu langer Zeit gesagt Israelis würden sagen.
    Deutschland liebt die toten Juden. Die ganzen Gedenken der Shoah sind ja richtig. Aber wenn es um Israel geht dann schließt man sich einem Embargo an und vergisst gerne was die Hamas möchte.
    Man enthält sich öfter in der UNO wenn es um Israel geht usw.

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    1. Es wäre allerdings auch alles andere als verkehrt, wenn Deutschland die lebenden Juden lieben würde, eine solche Stellungnahme, ohne irgendwelche Hintertüren wie ,,Ja,aber…….“,das wär mal wirklich was.
      SHALOM HA CHANUKKA

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