Die Vereinten Nationen sind aus den Schrecken des Zweiten Weltkrieges heraus entstanden. Die Organisation sollte der Verständigung unter den Nationen dienen, damit es zu Gräueln wie der Schoa nicht mehr kommt. Es gelte, „freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln“, heißt es in Artikel 1 der UN-Charta. Die UN sollen dabei als „Mittelpunkt“ dieser Bemühungen dienen.
Mit der Zeit sind die Vereinten Nationen jedoch ein Mittelpunkt für das Eindreschen auf Israel geworden. Zwischen 2006 und 2023 richteten sich 297 von 761 UN-Resolutionen gegen den jüdischen Staat – rund 39 Prozent. Gewaltsame Regime wie das syrische von Baschar al-Assad oder Teheran erhielten in diesem Zeitraum weit weniger Resolutionen, 54 (7 Prozent) und 23 (3 Prozent).
Auch in anderen Abteilungen stößt Israel auf Abneigung. Diese reicht so weit, dass UN-Vertreter Terror schönreden. Der UN-Nothilfe-Koordinator Martin Griffiths betonte etwa im Februar 2024, die UN sähen die Hamas nicht als Terrorgruppe, sondern als politische Bewegung. Dazu passt, dass der einstige Chef des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) Pierre Krähenbühl bei einem Treffen mit Hamas-Führern im Februar 2017 in Beirut betonte: „Wir sind vereint und niemand kann uns trennen.“
Israel am Pranger
Die anti-israelische Grundhaltung hat sich nicht erst in den vergangenen Jahren herausgebildet, sondern hat Tradition. Deren Höhepunkt bildete vor 50 Jahren eine Resolution, in der die Generalversammlung Zionismus mit Rassismus gleichsetzte.
Der Kernsatz der Resolution 3379 vom 10. November 1975 lautet: „Die UN-Generalversammlung … stellt fest, dass Zionismus eine Form von Rassismus und Rassendiskriminierung ist.“ Sie erzielte den Zuspruch von 71 Ländern (51,8 Prozent), stieß bei 35 Ländern auf Ablehnung (25,2 Prozent), während sich 32 enthielten (23,0 Prozent).
Wie bei anderen anti-israelischen Initiativen hatten die Sowjets hier ihre Hände im Spiel. Schon unter Staatschef Josef Stalin (1878–1953) dienten antisemitische Narrative dem Machterhalt, etwa die „Ärzteverschwörung“ Anfang der 1950er Jahre, der zufolge jüdische Ärzte vorhatten, Regierungsmitglieder zu vergiften.
Mitte der 1960er Jahre war ein Unterausschuss der Vereinten Nationen damit beauftragt, eine Konvention gegen Rassismus zu erarbeiten. Ursprünglich sollte bei der Aufzählung der verschiedenen Ausprägungen Antisemitismus dabei sein. Die Sowjets sahen das jedoch als Schelte für ihre Innenpolitik. Sie forderten daher, auch „Zionismus“ einzubringen. Am Ende der Verhandlungen fanden weder Antisemitismus noch Zionismus Eingang in den Text.
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Der Drang, Zionismus als Übel zu kennzeichnen, liegt auch an den Umständen des Kalten Krieges. Die Sowjets waren um die Treue arabischer Länder bemüht. Sie verbreiteten zu diesem Zweck die Sicht, die jüdische Nationalbewegung sei ein imperialistischer Plot, der dazu den Weltfrieden gefährde.
Im Jahr 1973 riefen die Vereinten Nationen ein Jahrzehnt des Antirassismus aus. Die Initiative zielte zunächst auf die Apartheid in Südafrika. Doch schon damals sprach die Generalversammlung in einer Resolution von einer „unheiligen Allianz zwischen portugiesischem Kolonialismus, südafrikanischem Rassismus, Zionismus und israelischem Imperialismus“.
In so einer Atmosphäre war es zur Zionismus-als-Rassismus-Resolution nicht mehr weit. Nach Verabschiedung der Resolution wurde „internationaler Zionismus“ ein Schimpfwort. Die verfeindeten Länder Iran und Irak warfen sich wechselseitig vor, vom „internationalen Zionismus“ beeinflusst zu sein.
Israelnetz Magazin
Amerikanischer UN-Botschafter: Verkehrung der Wirklichkeit
Israel setzte sich damals mit dem Argument zur Wehr, das bei linken Kräften verfangen sollte, die beim Stichwort „Befreiung“ hellhörig werden: Der israelische UN-Botschafter und spätere Staatspräsident Chaim Herzog (1918–1997), der Vater des aktuellen Staatspräsidenten Jizchak Herzog, sprach in seiner Rede zur Resolution zunächst von einem „Angriff auf das Judentum“. Er wies darauf hin, dass dies ausgerechnet am Jahrestag der „Kristallnacht“ (9./10. November 1938) geschehe.
Dann fuhr er fort mit der Erklärung, „Zionismus“ sei schlicht die Nationalbewegung der Juden, vergleichbar mit den Befreiungsbewegungen in Afrika oder Südamerika. Er schloss mit einem Gedanken, der auch in die Gegenwart passt: „Wir sehen die Zwillingsübel dieser Welt am Werk: Der blinde Hass der arabischen Antragssteller und die abgrundtiefe Unkenntnis und Bösartigkeit ihrer Unterstützer.“
Die USA sprangen Israel zur Seite. Der amerikanische UN-Vertreter Daniel Patrick Moynihan (1927–2003) stellte fest, dass die Resolution obszön und widersinnig sei: Zionismus sei im Kern antirassistisch, weil er, anders als andere Nationalbewegungen, eine Gruppe im Blick habe, die vor allem durch ihren Glauben definiert sei. „Der Staat Israel könnte theoretisch vieles sein oder werden, auch Unerwünschtes, aber er könnte nie rassistisch sein oder werden, es sei denn, er hört auf, zionistisch zu sein.“
Derlei Einwände verhallten jedoch ungehört. Immerhin: 1991 hob die UN-Generalversammlung die Resolution mit 111 zu 25 Stimmen wieder auf; kein arabischer Staat stimmte dafür. Auch hier genügte ein Satz, der aber das Problem nicht benennt, sondern nur Verweischarakter hat: „Die Generalversammlung beschließt, die in ihrer Resolution 3379 vom 10. November 1975 enthaltene Feststellung zu widerrufen.“
„Ein großes Übel wurde auf die Welt gelassen. Dem Gräuel des Antisemitismus wurde der Anschein internationaler Zustimmung verliehen. Die Generalversammlung spricht heute den Mördern von mehr als sechs Millionen europäischen Juden die symbolische Amnestie – und mehr – aus. Das ist so schon bösartig, doch weitaus unheilvoller ist, was sich uns nun aufdrängt: dass das nicht geschehen wäre, wenn es die Generalversammlung nicht gäbe.“ – Der amerikanische UN-Botschafter Daniel Patrick Moynihan am 10. November 1975 in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung
Gerufener Geist
Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan (1938–2018) bezeichnete die Resolution von 1975 bei einem Besuch in Israel 1998 als „Tiefpunkt unserer Beziehungen“. Doch während sie aufgehoben sein mag, weht ihr Geist noch immer durch die Flure der Vereinten Nationen. Die Verunglimpfung Israels gehört dort weiterhin zum guten Ton. Ein Beleg von vielen ist der Umstand, dass sich der sogenannte UN-Menschenrechtsrat in seinen Sitzungen obligatorisch mit Israel befasst – für kein anderes Land gibt es so eine Regelung.
Aufgrund dieser Entwicklungen ist es nicht verwunderlich, dass israelische Diplomaten und Politiker für ein Ende der Vereinten Nationen eintreten. Oppositionsführer Jair Lapid (Jesch Atid) wies Anfang September in einem Beitrag für das amerikanische Medium „Fox News“ darauf hin, dass nur 25 der 193 Länder als „echte Demokratien“ gelten, 46 weitere als „mangelhafte Demokratien“. Damit hätten Nicht-Demokratien immer eine automatische Mehrheit. Lapid forderte, Vereinte Nationen der Demokratien zu gründen, um die Machtverhältnisse und Finanzflüsse verantwortungsvoller zu gestalten.
Der Blick in die Geschichte zeigt, dass Israel nicht erst in der Gegenwart mit diplomatischen Angriffen zu kämpfen hat. Das mag die Hoffnung nähren, dass der jüdische Staat auch die aktuellen Widrigkeiten übersteht. Eine Sache hat sich freilich verändert: Damals standen westliche Regierungen noch an der Seite Israels, auch wenn sie die Minderheit darstellten. Heute bricht auch dieser Rückhalt weg.
27 Antworten
Die Mächte der Finsternis sind tonangebend in der UN, und verkehren damit die Wahrheit zur Lüge!
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Und wir haben Name und Adresse: Israels Botschafter in Deutschland Ron Prosor wirft China Aufrüstung der Hisbollah vor.
Damals standen westliche Regierungen noch an der Seite Israels. Heute sind westliche Staaten wie Spanien, Irland, Slowenien in Bezug auf Israel Schurkenstaaten.
Die „Achse des Bösen“ wie es im Jahre 2002 Präsident Bush nannte, ist nicht mehr nur auf Iran, Irak und Nordkorea beschränkt. Wenn ich sehe, wie sich demokr. Staaten wie Spanien und Frankreich verhalten, dann stelle ich die Frage, die Petrus Jesus auch stellte: „Quo vadis, domine?“ Abgewandelt: Wohin führt der Weg der UNO bzgl. Israel?
Eigentlich ganz einfach, die UN verkörpert die Welt – Israel ist Gottes Eigentumsvolk. Die weltliche Weisheit ist der göttlichen Weisheit immer entgegengesetzt.
Dramatisch ist hier jedoch, dass sich ein Großteil der Christenheit, immer mehr mit den Haltungen der Welt anfreundet.
Wohin führt der Weg der UNO – immer mehr Nationen werden sich gegen Israel „verbünden“ – so steht es schon im Wort Gottes geschrieben.
Lieber Gruß Martin
Weiß die UN überhaupt, dass 20 % der israelischen Bevölkerung arabischer Herkunft sind und die gleichen Bürgerrechte genießen?
Weiß die UN überhaupt, dass Israel die einzige Demokratie im nahen Osten ist?
Weiß die UN überhaupt, dass Angehörige anderer Religionen, wie Christen, Muslime und Drusen, in Israel sicherer sind als irgendwo sonst im Nahen Osten?
Weiß die UN überhaupt, dass Israel der sicherste Ort im Nahen Osten für homosexuelle und LGBTQ-Menschen ist, wo sie nicht verfolgt werden?
,, Zionismus ist Rassismus,,-Resolution.
Wie wäre es, wenn die UN Rassismus und Antisemitismus gleichsetzen würde? Denn das würde die Realität entsprechen.
Die sollen mal genau definieren, was am Zionismus rassistisch,sein soll.
Alles, was bisher von Seiten der UNO und ihrer Anhängsel dazu geäußert worden ist, wirkt ausweichend, verschleiert und sehr schwammig.
Es gibt eine sehr klare Definition des Zionismus
durch Herzl und Weizmann, und nur die zählt.
Alles andere dazu ist antisemitischer Dreck.
SHALOM
Es ist traurig, das zu lesen. Ich hatte lange Zeit an eine bessere, Israel-freundliche Zeit in dieser Welt geglaubt, diese wird kommen, aber liegt in der Zukunft. „Denn der Herr wird Seinem Volk Recht schaffen und über seine Knechte wird er sich erbarmen.“ (aus dem Lied des Moses).
Alle Israelis und Israel-Freunde müssen an dem Glauben an die Verheißungen für Israel festhalten.
Rassismus darf nicht verfälscht werden, schlimmer Rassismus ist Hass auf eine andere Hautfarbe, Martin Luther King hat die Welt verändert, aber heute regiert leider über all der Hass gegen die Juden, Rassismus gibt es an anderer Stelle auch, und nach Stalin gibt es einen Nachahmer, Putin, der sich anschickt, die Welt zu zerstören, mit vielen bösen Mächten. Aber es kommt eine bessere Zeit, in der die WAHRHEIT regieren wird.
Die UN ist zu einer Lachnummer von Zirkusveranstaltungen geworden. Sie unterliegt zu weiten Teilen Menschen, die Israel schaden wollen, allen voran Antonio Guterres. In 1 Jahr endet seine Amtszeit. Aber ich glaube nicht, dass etwas Besseres nachkommt. Unsere allseits beliebte Anna-Lena Baerbock, jetzt noch Präsidentin, scharrt schon mit den Hufen, zumindest will sie die UN reformieren. Wahrscheinlicher ist, dass Guterres sich zu einer 2. Amtszeit entschließt. Die Spannungen zwischen UN und Israel sind so alt wie der Hass der Palästinenser gegen Israel. Die Ungleichheit von Resolutionen der UN zu Israel gegenüber anderen Nationen bestätigt die negative Haltung. Die UN fördert den Terrorismus, indem sie Israel andauernd Genozid vorwirft.
@Ella
Die UN eine Lachnummer, die Baerbock der Clown. Und Deutschland zahlt für diesen Zirkus eine Eintrittskarte von 194 Millionen Dollar.
Teile die Kritik, grundsätzlich. Nur scheint mir ein leichter Wandel zu beobachten sein. Weil, immer mehr originäre Feinde Israels denken lieber an den eigenen Wohlstand, die eigene Sicherheit vor den Mullahs als an das ewige Resolutionsgeplärre und den ollen Allah. Latürlich muss man nach aussen Haltung zeigen, schon um die Millionen Prolls in den muslimischen Staaten nicht zu verwirren oder gar randalieren zu lassen. Aber mittlerweile kann man in Dubai in die Synagoge gehen und das höchste Gebäude der Welt mit Kippa besuchen. Und die christliche Minderheit Libanons will 2025 einfach nur in Frieden leben, gerne auch mit Israel. Etc.pp.
Die UNO ist einfach ein Trauerspiel ! Aber leider muss man feststellen, dass das Abgleiten der UNO, auch zusammen hängt mit der Dekolonisierung, die einen Schwung arabischer und afrikanischer Staaten in die Organisation gebracht hat, die von Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Frau usw. nicht viel halten, dafür aber sehr sensibel reagieren auf grosszügige Spenden der reichen Ölstaaten, die natürlich nur den Herrschenden zu gute kommen, nicht der Bevölkrung dieser Länder. Israel erweckt natürlich auch Neid : eine Handvoll Juden, die aus einem Haufen Sand mit Salzwasser drum herum eine moderne High-Tech-Nation gemacht haben ! Dazu noch eine Demokratie , das passt ja gar nicht in die Umgebung ! Mit Minderheiten, die volle Gleichberechtigung genissen, davon können Kurden zum Beispiel nur träumen (das tun sie übrigens auch, sehr zum Ärger von Erdogan). Frauen, die in Kampfeinheiten dienen, statt zu Hause Couscous zu bereiten, wo kommen wir dahin (Hnweis : die letzten Sätze können Spuren von Spott oder Humor enthalten). Wie auch immer, der Verein sollte abgewickelt werden (das ist jetzt ernst gemeint). Ein Hoffnungsschimmer ist immerhin, dass einzelne afrikanische Staaten feststellen, dass es weitaus interessanter ist, mit Israel zusammen zu arbeiten, als sich von den Arabern gängeln zu lassen.
Die UNO ist, wenn es um Israel geht, ein UNrechtsverein. Im monatlichen Menschenrat sind 43 Islam Vertreter, welche von eh her antisemitisch abstimmen in DÜMMLICHEN Resolutionen. Leider zeigen Europäer wie Sanchez Spanien, Macron France, Irland, Belgien u.a. ihre antisemitische Fratze. UN/ UNRWA in Gaza Hamas Unterstützer. OT: BRD verhält sich gegenüber Israel nicht in Verantwort der Nazi “ Vergangenheit“. Frau Merkel öffnete Islamismus und Antisemitismus
alle Grenzen. Ampel machten weiter. Was für eine weltweite Schande gegen unser Jüdisches Volk. @ Redaktion: Danke für Artikel. Shalom
@Am Israel chai🇮🇱✡💙
Hey, schön mal wieder etwas von dir zu lesen. Ich hoffe natürlich dir geht’s gut.
Liebe Grüsse JK
@Am Israel chai
Freunde von mir wurden in ISRAEL, in dem Land das Juden am meisten beschützen sollte, entführt und zum Teil auf bestialische Weise ermordet . Und warum? Weil Israels Regierung, sowie die beste Armee der Welt nicht in der Lage war sie zu beschützen, trotz Warnungen!!!! Israel hat versagt.Israel,das Land dem viele Juden vertraut haben, das Land in dem Juden Zuflucht suchen.
Und Sie kommen hier ständig mit Ihren OT’S und wissen nichts besseres als wieder und wieder über die „BRD “ herzuziehen? ( Es heißt übrigens Israelnetz und nicht BRDnetz). Sie verurteilen permanent andere Länder, weil diese den Juden nicht 100% Schutz bieten können.
Sie sind doch jetzt in ihrem Herzensland. Wir wärs wenn Sie dort anfangen würden aufzuräumen?Dort liegt so viel Dreck dass Sie für den Rest Ihres Lebens kehren könnten anstatt ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Sam, erstens hat nicht Israel versagt, sondern die derzeitige Regierung Israels. Zweitens wird unsere Glaubensgemeinschaft seit Jahrtausenden herumgeschubst, und jetzt regt man sich darüber auf, daß wir entsprechend zurückschubsen?
Was die Dreckhaufen in Israel betrifft, so sind die bedeutend kleiner als hierzulande.
SHALOM
@Klaus
Es ist auch nicht die BRD wie Am Israel chai immer behauptet . Aber damit hat man hier wie üblich kein Problem.
Was Sie mit Ihrem Geschubse ausdrücken wollen
erschließt sich mir nicht .Ich werde weder geschubst noch schubse ich jemanden.
Die Dreckhaufen in Israel sind definitiv nicht kleiner als in Deutschland.
Nun ja, die UN sind ein Zusammenschluss von mit absoluter Mehrheit sozialistischen, kommunistischen Diktaturen, Staaten mit despotischen Machthabern, islamistischen Regimen und Halbdemokratien. Wen wundert da noch etwas?
Ich empfehle jedem, die guten und unzähligen Artikel zu den UN, die nach dem 7. Oktober 2023 bei WELT veröffentlicht wurden, zu lesen. Sehr präzise, sehr fundiert, sehr kritisch und im Fazit vernichtend für diese Institution.
Was einige westliche Staaten angeht, so möge man mal die Kommentare von Israelis unter Artikeln diverser Online-Medien lesen. Vor allem für Frankreich, Großbritannien und Deutschland kann man vonseiten der Nutzer die Feststellung lesen, dass der Anteil bestimmter Migranten einfach so groß geworden ist, dass es nicht verwunderlich ist, wie sich die jeweiligen Regierungen gegen Israel verhalten. Bei den anderen Staaten handele es sich meist um übelste ultralinke Regierungen nahe am Sozialismus.
Vor dem Hintergrund des Holocaust war der Zionismus des Visionärs Theodor Herzl „Der Judenstaat.“ geradezu prophetisch und dabei war Herzl noch nicht mal religiös motiviert. Das betrachtend ist es zynisch und menschenverachtend den Zionismus als rassistisch zu diffamieren. Der Zionismus ist das legitime Recht der Juden sich zu behaupten und zu schützen vor dem Hintergrund von fast 2000 Jahren Progromen und das fing an unter den Römern. Die Juden zu hassen heißt Gott zu hassen, die mitmenschliche Liebe und das Recht des Schwächeren mit Füßen zu treten, es ist antichristlich. *SHALOM! Am Israel Chai
Kokolores. Genau so ein Bullshit wie die Behauptung von der Existenz eines ‚antimuslimischen Rassismus‘: Kommt aus der gleichen Ecke.
Frage:
Wieviele jüdische Siedler lebten im WJL als Rabin erschossen wurde und wie viele sind es heute?
Steht nun nicht in der Verfassung, dass Israel ein Judenstaat sein soll.
Wie ist das zu bewerten?
@ Reinhard:
Am Ende des zweiten Jahrtausends. Rabin ist seit fünf Jahren tot. Der alte Arafat verhandelt, vermittelt von Clinton, mit Ehud Barak. Barak bietet den Arabern der Region, die wir unter der Bezeichnung „Westbank“ kennen, Erstaunliches an: Räumung fast aller jüdischen Siedlungen, dazu noch absurd hohe Reparationszahlungen.
Ergebnis? Nach langen Verhandlungen (Camp David, Juli 2000; Clinton schreibt in seiner Autobiografie von seiner Zuversicht) lehnt der alte Arafat das Angebot ab. Was ist der Grund? Der alte Terrorist befürchtet, wenn er annähme, brächten ihn „seine Leute“ um. Und er will nicht so enden wie Anwar al-Sadat oder Jitzhak Rabin. Der Mann hat Angst. Setzt weiter auf Terror.
Sharon – ein Mann voller Widersprüche. Organisiert den Bau weiterer israelischer Siedlungen. Roadmap. Plötzlich Abkopplung, Abzug aus dem Gazagebiet. Seit 2007 ist dieses Gebiet ein Verbrecherstaat, regiert von Terroristen. Die Regierenden, ob im Gazagebiet oder in der Westbank, wollen den jüdischen Staat Israel (vor allem mit Hilfe des Mullah-Regimes) vernichten. Gestern wie heute.
Der Hamas haben es die Araber in der Region zu verdanken, dass es keinen Staat „Palästina“ geben wird. Vorbei.
Infolge der Terror-Intensivierung (Hamas, Isl. Dschihad, Hisbollah, Huthi-Terroristen, Mullahs) rückt(e) die isr. Regierung stetig weiter nach rechts. Daraus folgt, dass jüdische Siedler mehr und mehr Besitz ergreifen werden von Judäa und Samaria. Das ist unumkehrbar. Wer Israel vernichten will, muss den Preis dafür bezahlen.
Araber im jüdischen Staat Israel: gut 20%. Und umgekehrt?
A.Landmann:
Wenn ich richtig informiert bin, war ein Hauptstreitpunkt der Status von Ost-Jerusalem und der heiligen Stätten der Muslime. Barak hat den Preis, bewusst sehr hoch gehängt. Da hätten Arafats Leute in wohl tatsächlich umgebracht.
Man stelle sich das nur anders herum vor.
Zum Schluss haben sie recht, es ist unumkehrbar, das war schon immer Nethanjahus Plan. Hoffen wir, dass trotzdem eine Lösung gefunden wird.
Arafat hätte annehmen können. Barak hätte den Vorschlag nicht durchs Parlament gebracht. Und hätte damit den Schwarzen Peter gehabt und wäre als Versager da gestanden.
Sie wissen schon, dass diese Intifada vorbereitet war? Bestätigte Suha Arafat Jahre später in arabischen Fernsehsendern. Man brauchte nur einen Auslöser. Und der hieß Sharon. Was allerdings gerne verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die PA den Besuch Sharons auf dem Tempelberg genehmigt hatte.
@ Christin
Wenn in Jerusalem ein israelischer Politiker den Tempelberg betritt, beruft man eine Sondersitzung ein, wenn im Iran die Menschen abgeschlachtet werden, schweigt dieser „Unrechtsrat“. Die UN sind eine heuchlerische Un-Rechts-Organisation!
@ Christin
Das hast du einmal – oder so ähnlich – bei einer sehr heftig geführten Debatte mit einem anderen User gekontert und ich fand es treffend als beispielhaftes Bonmot für auch heute noch geltende Doppelstandards.
1947 hat UNO nur 57 Mitglieder gehabt. Am 29.Dezember 1947 sagten 33 Staaten „ja“ zu der Gründung eines jüdischen Staates als Mitglied in der großen Völkergemeinschaft. Ab da sollte das jüdische Volk einen Platz in der Welt haben, anerkannt sein als Teil der Völkergemeinschaft mit einem eigenen Nationalstaat. An diesem Tag ergriff die Mehrheit der Völkergemeinschaft das erste Mal für den jüdischen Staat Partei. Aber es war zugleich das letzte Mal.
Heute ist die Mehrheit der Mitglieder antisemitisch eingestellt und die meisten sind korrupte Diktaturen oder Autokratien. Viele in der UN vertretenen Staaten sind darüber hinaus nur Mitläufer aus Angst vor zunehmenden Druck der eigenen muslimischen Community und deren Judenhass und stimmen deshalb gegen den Staat der Juden.
In der UNO entscheidet nicht Recht über Unrecht, sondern die fragwürdige Gesinnung der Mehrheit und deren politisches Macht-Interesse über Israel als Minderheit.
Die Auslegung und Art der Anwendung des „Völkerrechts“ wird innerhalb der UN ebenfalls von der Mehrheit durch Gremien bestimmt und gesteuert, die mit entsprechend der Mehrheitsmeinung eingestellten Vertretern besetzt werden.
Wie soll in einem derart gestalteten System eine unabhängige Justiz objektiv Recht darüber sprechen, was Israel zu tun und zu lassen hat?
Insofern kann ich auch den IGH nicht als legitime Instanz anerkennen, der zugebilligt werden könnte, über Israel ordnungsgemäß zu richten.
Ebenso verhält es sich mit dem IStGH, der zwar kein Gremium der UN, aber ähnlich beeinflusst ist durch die Mehrheit seiner Unterstützer-Staaten.