Suabi fordert Lösungen für arabische Lehrer an Jom Kippur

Viele arabische Lehrer kommen am jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur nicht an ihren Arbeitsplatz. Die arabische Abgeordnete Suabi fordert nun, dass sich das Bildungsministerium mit dem Problem befasst.
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JERUSALEM (inn) – Arabische Lehrer sollten an Jom Kippur einen bezahlten freien Tag erhalten, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit ein jüdisches Wohngebiet durchqueren müssen. Das fordert die arabische Abgeordnete Hanin Suabi (Vereinigte Liste). Sie wandte sich mit ihrem Anliegen an Bildungsminister Naftali Bennett (HaBeit HaJehudi).
Für Juden ist Jom Kippur der höchste Feiertag. Er soll der Einkehr und Besinnung dienen. Das öffentliche und private Leben ruht. Die Störung dieser Ruhe empfinden manche Juden als Provokation. Als im Jahr 2008 ein Araber mit seinem Auto durch ein jüdisches Viertel in Akko fuhr, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.
In ihrem Brief an Bennett erläuterte Suabi, viele arabische Lehrer ließen sich vor diesem Hintergrund an Jom Kippur krankschreiben, um nicht zur Schule zu müssen. Suabis Sprecherin Jehudit Ilani ergänzte, die Abgeordnete verlange lediglich eine Lösung für dieses Problem. Sie fordere keine Reiseerlaubnis für den Feiertag. „Es hat nichts damit zu tun, gegen den Jom Kippur zu sein. Es geht darum zu erkennen, dass hier ein Problem vorliegt. Das Ministerium sollte in der Lage sein, eine Lösung zu finden, damit niemand etwas vortäuschen muss.“
Ein Sprecher des Bildungsministeriums teilte laut „Jerusalem Post“ mit, die Lehrer könnten sich für diesen Tag mit den Schulleitern abstimmen. Auf diese Weise könnten etwa diejenigen, die nicht zur Schule kommen könnten, die Arbeitszeit an einem anderen Tag erfüllen. (df)UNO erklärt Jom Kippur zum Feiertag (inn)
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