„Würde in Ihrer Wohngegend ein Finder Ihre Geldbörse zurückgeben, wenn sie persönliche Daten enthält?“ Diese Frage bejahten 53 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage, die sich auf das Jahr 2014 bezieht. 34 Prozent vermuteten das Gegenteil, 13 Prozent waren sich unsicher. Das Zentrale Statistikamt hat die Ergebnisse der Studie am Donnerstag veröffentlicht.
Besonders hoch ist demnach das Vertrauen in der ultra-orthodoxen Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv – hier gingen 84 Prozent der Bewohner davon aus, dass sie ihre Brieftasche vollständig zurückerhalten würden. In Rehovot meinten dies noch 59 Prozent, in Jerusalem 55, in Tel Aviv-Jaffa 52 und in Haifa 43 Prozent. Ganz unten in der Liste der Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern befindet sich die Küstenstadt Aschkelon mit 27 Prozent.
Die Teilnehmer wurden auch gefragt, ob sie den Menschen in ihrem Wohngebiet allgemein vertrauen. Hier gaben 68 Prozent der Teilnehmer eine positive Antwort – 71 Prozent der Juden und 58 Prozent der Araber. Bnei Brak führt mit 75 Prozent, gefolgt von Rehovot mit 72 Prozent. In Tel Aviv-Jaffa haben 71 Prozent der Bewohner dieses Vertrauen, in Jerusalem 70 und in Haifa 60 Prozent. Schlusslicht ist mit 50 Prozent Bat Jam, während das allgemeine Vertrauen in Aschkelon mit 62 Prozent größer ist.