Edelstein-Rede von Protesten überschattet

LONDON (inn) – Juli Edelstein hat als erster Knessetpräsident eine Rede im britischen Parlament gehalten. Anti-israelische Proteste überlagerten den historischen Auftritt.
Besuchte das britische Parlament: Knessetpräsident Juli Edelstein (Archivbild)
Juli Edelstein sagte am Mittwoch im britischen Parlament, er sei stolz darauf, als erster Knessetpräsident das Land Israel repräsentieren zu dürfen. Er lobte laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ die britische Regierung, weil diese im vergangenen Monat ihre Behörden angewiesen hatte, den wirtschaftlichen Boykott Israels zu unterlassen. In der Nacht zum Mittwoch hatten anti-israelische Aktivisten Parolen auf die Wände des Westminster-Parlamentsgebäudes projiziert. Als „Rassist“ und „Besatzer“ diffamierten die Projektionen den Knessetpräsidenten. Darauf reagierte Edelstein in der Rede mit seiner Sicht auf die Palästinenserfrage: „Frieden ist leider noch nicht am Horizont zu erkennen.“ Dieser könne am ehesten durch die Zusammenarbeit in der Wirtschaft erreicht werden.

Kritik an Medienhetze

„Offenbar ist BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) gut, wenn es um moderne Verbreitungstechniken für seine Botschaft geht. Aber er ist sehr schlecht, wenn es um die tatsächliche Hilfe für Palästinenser geht“, antwortete Edelstein im Parlament. Wegen solcher Gruppen müssten israelische Fabriken aus dem Westjordanland verlegt werden. Der Likud-Politiker nahm damit Bezug auf den kürzlichen Umzug der Getränkefirma „Sodastream“ in die Negevwüste, der 800 Palästinensern den Arbeitsplatz gekostet hatte. Edelstein kritisierte auch die palästinensische Hetze im Fernsehen und über die sozialen Medien: „Ein 13-Jähriger kann heute eine Video-Anleitung, wie man Juden umbringt, im Internet finden.“ Das Schockierende sei, dass der Junge tatsächlich in die Küche gehe, sich ein Messer nehme und versuche, Juden umzubringen. (mm)

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