„Müssen wir wieder Eure Flugzeuge entführen und Eure Flughäfen zerstören, damit Ihr Euch um unsere Probleme kümmert?“ Das fragt Nabil Scha‘ath, ehemaliger palästinensischer Außenminister und einer der möglichen Nachfolger von Mahmud Abbas als Präsident der Autonomiebehörde. In dem Interview von „Al-Awda-TV“ behauptete Scha‘ath auch, dass die Amerikaner als Vermittler nichts taugen und dass es den Europäern „egal“ gewesen wäre, ob alle Syrer sterben, wenn nicht die Flüchtlinge Europa überschwemmten, die „rassische“ Zusammensetzung Europas veränderten und IS-Terror einschleusten, wie in Frankreich.
Scha‘ath ist frustriert über den seit Jahren feststeckenden Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Er will eine Internationalisierung der Friedensgespräche mit Beteiligung von Frankreich, Deutschland, den USA, Russland, Indien, Brasilien und China, nur ohne Ägypten.
Als intimer Kenner der internationalen Szene weiß er, dass dabei nichts herauskommen könnte. Schlimmer noch: Der Ex-Außenminister scheint sich nach der „guten alten Zeit“ zurückzusehnen, als Jasser Arafat und seine PLO-Konsorten Ende der sechziger Jahre mit Flugzeugentführungen und internationalem Terror die Welt auf das Phänomen „Palästina“ aufmerksam gemacht hatten. Opfer waren vor allem Nicht-Israelis. Auch der Terroranschlag bei den Olympischen Spielen 1972 in München war Teil dieser Kampagne.