Unterdrückte Völker hätten im Laufe der Zeit gezeigt, dass es in der Natur des Menschen liege, auf Besatzung zu reagieren, „die oft als mächtiger Brutkasten für Hass und Extremismus dient“. Das hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon angesichts der Gewalt von Palästinensern gegen jüdische Israelis am Dienstag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York erklärt. „Entfremdung“ und „Verzweiflung“ stünden hinter den Taten vieler junger Palästinenser, sagte Ban. Zugleich verurteilte er palästinensische Angriffe auf Zivilisten sowie Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel.
Scharfe Kritik übte der UN-Generalsekretär an der israelischen Siedlungspolitik. Für einen Fortschritt in Richtung Frieden sei es nötig, dass Israel seine Siedlungsbautätigkeiten einfriere. „Die fortgesetzten Siedlungsaktivitäten sind ein Affront gegenüber den Palästinensern und der Weltgemeinschaft. Sie stellen Israels Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung grundsätzlich in Frage“, erklärte Ban.