Regierung bewilligt fünf neue Negev-Ortschaften

JERUSALEM (inn) – Im Negev sollen fünf neue Ortschaften entstehen. Eine davon trägt den Namen eines Kriegsopfers. Naturschützer sind gegen die Pläne der Regierung.
Die Negev-Wüste soll mit fünf geplanten Ortschaften attraktiver für Zuzügler werden
Das israelische Kabinett hat am Sonntag dem Plan zugestimmt, in der Negev-Wüste fünf neue Ortschaften zu errichten. Der Vorschlag kam von Wohnungsbauminister Joav Galant von der Partei „Kulanu“. Die Zustimmung des Kabinetts bedeutet, dass nun der Weg frei ist für genauere Planungen und Studien, etwa zu der Frage, wie das Vorhaben umzusetzen ist. Die Namen der Ortschaften stehen bereits fest. Laut Wirtschaftsmagazin „Globes“ heißen sie Schela, Naveh Gurion, Eschel HaNasi, Dia und Daniel. Letztere ist benannt nach Daniel Tragerman aus dem Kibbutz Nahal Os nahe des Gazastreifens. Der Junge wurde während des Gaza-Konfliktes im Sommer 2014 im Alter von vier Jahren von einer palästinensischen Granate getötet.

Negev im Fokus

Umweltorganisationen sehen den Plan skeptisch. Die „Gesellschaft für Naturschutz in Israel“ sagt, dass neue Gebäude die offene Landschaft im Negev beeinträchtigen könnten. Außerdem gefährdeten sie das Ökosystem. Hinzu komme, dass die Pläne bereits vorhandene Ortschaften schwächen könnten. Dort müsse etwa die Infrastruktur ausgebaut werden. Galant betonte auf seiner Facebook-Seite, der Neubau erfolge nicht zuungunsten bestehender Ortschaften. Es gehe darum, die Negev-Region attraktiv für Zuzügler zu machen. In Zukunft werde der Wohnbedarf dort zunehmen. Die neuen Ortschaften sind Teil des Regierungsplanes, die Negev-Region zu fördern. So soll Be‘er Scheva zu einem Zentrum für Informationstechnologie werden. Auch die Armee soll Stützpunkte in die Negev-Wüste verlagern. (df)

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