Das monatliche Einkommen von 63 Prozent der ultra-orthodoxen Haushalte liegt umgerechnet bei unter 1.851 Euro. Der Grund für die Armut vieler Haredim sei, dass die Männer oft kaum zum Einkommen der Familie beitrügen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Denn ein großer Teil von ihnen beschäftigt sich mit dem Studium der Hebräischen Bibel und der klassischen jüdischen Texte. Nach Angaben der Studie gehen nur 46 Prozent der ultra-orthodoxen Männer einer geregelten Arbeit nach. Bei ihren Frauen liegt der Anteil hingegen bei 76 Prozent.
Bei 42 Prozent der Familien ist die Frau allein für den Unterhalt verantwortlich. Bei 34 Prozent kümmert sich der Mann allein um das Einkommen. In 12 Prozent der Fälle arbeitet keiner der Partner und ebenfalls in 12 Prozent der Fälle sind beide berufstätig. In nur einem Prozent der Haushalte beträgt das Einkommen umgerechnet mehr als 4.630 Euro pro Monat. In diesen Haushalten arbeiten etwa 40 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen nicht.
Die Studie untersuchte die finanzielle Situation von 1.000 ultra-orthdoxen Männern und Frauen in mehr als 50 Gemeinschaften. Alle Befragten sind verheiratet. (sz)