Kommentar: Warum hat Amnesty so lange gewartet?

Bei Klagen über israelische Kriegsverbrechen ist die Organisation „Amnesty International“ schnell mit einem Bericht bei der Hand. Anders verfährt sie, wenn die Hamas Palästinenser brutal misshandelt hat. Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm
Die Hinrichtungen politischer Gegner durch die Hamas hat Amnesty erst spät angeprangert.
Amnesty International hat mit großer Verspätung am 27. Mai einen Report zu grausigen Verbrechen der Hamas-Organisation während des Gaza-Krieges vom Sommer 2014 veröffentlicht. Amnesty-Direktor Philip Luther behandelt dabei die durch Putsch an die Macht gelangte Terror-Organisation als legitime „De facto-Regierung“ und fordert sie auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Genauso absurd wäre eine Aufforderung an die Nazis gewesen, brutale KZ-Wächter zu bestrafen. Die Hamas habe ihren Sicherheitsleuten die „Operation Hals erwürgen“ befohlen, um Angst unter der Bevölkerung zu schüren. Die Opfer wurden brutal gefoltert und ermordet. Verwandte, die die Leichen abholen mussten, berichteten von grausigsten Entstellungen. Viele von Amnesty erwähnte Hinrichtungen sind per Video bereits im August 2014 bekannt gewesen. Als es um eine Klage gegen Israel ging, hatte Amnesty schon im November 2014 einen fragwürdigen Report in die Welt gesetzt. Warum hat Amnesty so lange gewartet, bis die unmenschlichen Verbrechen der Hamas an Palästinensern untersucht wurden?

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen