Etwa um 21 Uhr Ortszeit heulten im Süden Israels die Sirenen. In der Nähe von Aschdod, Aschkelon und anderen Ortschaften explodierten anschließend etwa fünf Raketen aus dem Gazastreifen. Personen- und Sachschaden wurden zunächst nicht gemeldet. Nach Angaben israelischer Reporter könne statt der Hamas auch der Islamische Dschihad für den Angriff verantwortlich sein.
Am frühen Mittwochmorgen reagierte die israelische Luftwaffe mit einem Gegenangriff. Das berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Es seien mehrere Einrichtungen der Hamas und des Islamischen Dschihads, darunter auch militärische Ausbildungszentren, getroffen worden. Armeesprecher Peter Lerner sagte, diese Angriffe seien eine direkte Reaktion auf die Hamas und die Aggression gegen israelische Zivilisten aus dem Gazastreifen.
Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon erklärte: „Wenn in Israel keine Ruhe einkehrt, wird der Gazastreifen einen großen Preis dafür zahlen. Jeder, der uns herausfordert, wird das bereuen.“ Israel werde eine Wiederaufnahme von Raketenangriffen aus dem Gazastreifen nicht dulden. Zudem machte er die Hamas für alles, was im Gazastreifen geschehe, verantwortlich. „Für die Hamas wäre es das beste, sich in jedem Versuch, Israel anzugreifen oder zu provozieren, zu zügeln. Sonst müssen wir noch stärker reagieren“, sagte er.
Medienberichten zufolge hat die Hamas aus Sorge vor weiterem israelischem Beschuss damit begonnen, ihre Hauptquartiere zu evakuieren. Gegenüber „Yediot Aharonot“ soll ein Sprecher der Terror-Organisation erklärt haben, die Hamas habe die Verantwortlichen für den Angriff auf Israel festgenommen. Der Angriff entspreche nicht den „Interessen der Palästinenser im Gazastreifen“ und richte sich gegen „nationale Interessen“. (sz)