Feuer in Moschee, Brandanschlag auf Synagoge

RAMALLAH / HAIFA (inn) – Eine Moschee im Westjordanland ist am frühen Mittwochmorgen in Brand geraten. Wenige Stunden später wurde ein Molotowcocktail auf eine Synagoge in Nordisrael geworfen.
Die in Brand gesteckte Moschee befindet sich nahe der Autonomiestadt Ramallah (im Bild).
Die Ursache für den Brand im Westjordanland ist unklar. Das Feuer brach gegen 3 Uhr in einer Moschee der Ortschaft Al-Mughair bei Ramallah aus. Große Teile des Gebäudes brannten nieder. Die Zivilverwaltung untersucht, ob ein nationalistischer Hintergrund vorliegt. Al-Mughair gilt als Pulverfass im Konflikt zwischen Palästinensern und Siedlern, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Der Bürgermeister von Ramallah, Faradsch al-Naassaneh, sieht die Schuldigen auf der israelischen Seite: „Nur jüdische Siedler würden dies tun.“ Vor zwei Jahren habe es einen ähnlichen Angriff auf eine Moschee in dem Dorf gegeben. Zudem beschädigten Siedler häufig Fahrzeuge und Olivenhaine. Polizeisprecher Micky Rosenfeld teilte unterdessen mit, „Störungen“ verhinderten die Ermittlungen vor Ort. Worum es sich genau handelte, führte er jedoch nicht aus. Einem Bericht der „Jewish Press“ zufolge könnte auch ein Kurzschluss das Feuer verursacht haben.

Synagoge leicht beschädigt

Ebenfalls in der Nacht zu Mittwoch wurde eine Brandbombe auf die alte Synagoge von Schefar‘am geworfen. Die Stadt liegt in Galiläa östlich der israelischen Küstenstadt Haifa. Bei dem Angriff entstand geringer Sachschaden. Die Synagoge stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Mai wurde sie im Sinne der interreligiösen Verständigung renoviert. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

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