Die reichste Terrorgruppe ist – gegenwärtig und historisch gesehen – der „Islamische Staat“. Dieser hat ein jährliches Einkommen von 2 Milliarden US-Dollar. Auf dem zweiten Platz rangiert die Hamas mit Einnahmen von 1 Milliarde Dollar. Auf den dritten Platz kommt die kolumbianische FARC, eine marxistische Guerillabewegung. Es folgen die Hisbollah (500 Millionen US-Dollar), die Taliban (400 Millionen US-Dollar) und Al-Qaida (150 Millionen US-Dollar).
Um ihre Einnahmen zu erzielen, gehen die Terrorgruppen wie kriminelle Organisationen vor, heißt es laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“ in dem Bericht weiter: Einnahmen kommen durch Drogenhandel oder Raubzüge. Die Terror-Organisationen erhalten ihr Geld aber oft auch durch Spenden.
Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums verdient der „Islamische Staat“ pro Tag 1 Million Dollar durch Handel mit Öl auf dem Schwarzmarkt. Entsprechende Öl- und Gasfelder haben die Terroristen erobert. Als sie im Juni die nordirakische Stadt Mossul einnahmen, erbeuteten sie rund 420 Millionen US-Dollar aus der dortigen Zentralbank.
Eine wichtige Einnahmequelle sind jedoch Spenden von arabischen Staaten. Im Juni hat der damalige israelische Präsident Schimon Peres Katar beschuldigt, die Hamas zu finanzieren. Im Juli hat der US-amerikanische Abgeordnete Peter Roskam den amerikanischen Außenminister John Kerry dazu aufgefordert, die engen Beziehungen zu Katar zu überdenken.