Saudi-Arabien gibt 500 Millionen Dollar für Gaza

RAMALLAH (inn) – Saudi-Arabien unterstützt den Aufbau im Gazastreifen mit 500 Millionen Dollar. Das gab der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah am Donnerstag vor Journalisten in Ramallah bekannt.
Laut Premierminister Hamdallah gibt es Probleme bei der Umsetzung des Versöhnungsbakommens zwischen Hamas und Fatah.

Saudi-Arabien machte seine Zusage noch vor einer geplanten Geberkonferenz, die am 12. Oktober in Kairo stattfinden soll. Hamdallah teilte mit, er hoffe auf weitere Versprechen von Ländern wie der Türkei, Katar, den USA und europäischen Staaten. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau nach dem Gaza-Konflikt beliefen sich auf schätzungsweise vier Milliarden Dollar. Die Aufbauarbeiten sollen im Oktober beginnen.
Laut Hamdallah hätten alle möglichen Geberländer dieselbe Bedingung geäußert: „Sie wollen mit der Einheitsregierung verhandeln. Wenn diese Regierung im Gazastreifen nicht befähigt wird, wird es Probleme mit dem Wiederaufbau geben.“ Bislang gebe es jedoch keinen Mechanismus, der die Umsetzung des Versöhnungsabkommens zwischen Hamas und Fatah vom April sichert. Der Premier forderte alle politischen Parteien zu einem Treffen auf, um Lösungen für die bestehenden Schwierigkeiten zu finden.
Eines der größten ungelösten Probleme sei die Zahlung der Löhne und Gehälter für rund 40.000 Angestellte im öffentlichen Dienst im Gazastreifen. Bislang wurden diese von der Hamas-Regierung bezahlt. Seit Bildung der Einheitsregierung erhalten sie jedoch kein Geld mehr. Wie Hamdallah mitteilte, hätten Geberländer der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) mit der Kürzung finanzieller Hilfen gedroht, falls die PA die von der Hamas eingestellten Angestellten bezahle. Ein weiteres Problem sei die Vereinigung der Sicherheitskräfte der PA und der Hamas.

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